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Die p.OS-Workbench hat einige ganz besondere Sahnestückchen
zu bieten, von denen man in anderen Betriebssystemen bisher
zwar redete, die aber nicht so konsequent umgesetzt waren,
als daß damit gewisse Nachteile auszuschließen gewesen
wären.
Irgendwann setzte sich die Erkenntnis dann durch, daß es
nicht damit getan ist, zig Zusatz-patches (für popup-Menüs,
bessere Systemgadgets, Mausbeschleunigung, Toolbar, ...)
und andere System-Adaptive zu installieren. So konnten
durch solche Eingriffe z.B. die Drag&Drop-Fähigkeiten des
Systems nicht wirkungsvoll erweitert werden. Außerdem: Je
mehr gepatcht wird, desto
höher die Wahrscheinlichkeit von Systemabstürzen. Auch die
Geschwindigkeit der Anwendungen, die Kompatibilität im Clipboard und andere elementare
Systemelemente, die improvisiert "gepacht" werden, leiden
unter diesen Maßnahmen.
Die p.OS-Workbench hat da natürlich aus mehreren Gründen
bestimmte Vorteile. Zum einen ist p.OS ein von Grund auf
neues OS, was die flexible Erweiterung so ermöglicht, daß
keine Einschränkungen zu erwarten sind, andererseits hat
man aber auch aus Erfahrungen der Vergangenheit lernen
können (einige Betriebssysteme bestehen schon schon 10, 15
Jahre oder länger und waren DAMALS modern) und hat einige
heiß begehrte Luxuselemente standardmäßig aber kompromißlos
eingebaut.
Hier eine Kurzübersicht der wichtigsten "ungewohnten"
Features:
1.
Icon-Darstellung
- auch animierte
2.
Fenster
- mit Inhalt verschiebbar, diverse neue Bedienelemente
- animierte Symbole intgriert
3.
System-Gadgets
- zum einheitlichen Handling
4.
Drag&Drop
- von Applikationen zur p.OS-Workbench
- von Applikationen zur Shell (!)
- von der p.OS-Workbench zur Shell (!)
- animierte Icons Drag&Drop-fähig
5.
Menü im 3D-Look
- an beliebiger Stelle zu öffnen
- animierte / stehende grafische Symbole integrierbar
6.
Docks
- vom System verwaltet aber frei konfigurierbar
- Sowohl grafische Symbole als auch Text als Buttons
möglich
- frei positionierbar
- Drag&Drop-fähig (z. B. als Depot)
7.
Konfiguration
über p.OS-Prefs
- ein einziger Einsteller, der auch durch
Einstell-Module von Anwendungsprogrammen ergänzbar
ist
Konfigurationsdateien
- Zur vollen Kontrolle für Fortgeschrittene
8.
Demoprogramme zum Kennenlernen
1.
AdoTest (Effektgenerator)
- zum Kennenlernen der Menüarten und Gadgets
2.
p.OS-Filer
- Als Beispiel für Drag&Drop mit "MultiList"
3.
SCSIMount
- zum manuellen mounten (Anmelden) von
SCSI-Laufwerken
4.
pBall, Tetris, Schach
- Spiel & Spaß



Werk-Bank? 
Die p.OS-Workbench ist die Kommandozentrale von p.OS.
Kein "Spielzeug", sondern eine intuitive Benutzeroberfläche
für alles, was man mit dem OS so anfangen will, so daß auch
fortgeschrittene User/innen ihren Spaß damit haben werden.
Dateien kopieren, löschen, umbenennen, verschieben,
Programme starten und Tasks verwalten, Verzeichnisse
anlegen, Software installieren, das alles muß die
p.OS-Workbench leisten, ohne irgendwie aufgeblasen zu
wirken.
Apropos "Blasen": Die Sprechblasenhilfe erklärt bereits
einiges. Am besten selbst ausprobieren:
Einfach mit dem Mauszeiger über einem grafischen Objekt
stehenbleiben, schon erscheint eine kleine Sprechblase mit
einer kurzen Erklärung.
Noch etwas: Die "Eieruhr" oder "Sanduhr" hat ausgedient.
Alle Aktionen laufen asynchron, die ganze Workbench ist Multithreaded. Es
können mehrere große Kopier- oder Löschfunktionen
gleichzeitig gestartet werden, Die Warterei hat ein Ende.
So unscheinbar diese absolute Neuentwicklung auf den ersten
Blick wirkt, so wenig wird man in der Praxis den dadurch
entstehenden Zeitvorteil missen wollen (und manch einer
fragt sich, wie er es vorher ausgehalten hat).
Intern wird die ganze p.OS-Workbench über Kommandos
gesteuert, die in verschiedenen Konfigurationsdateien dazu
verwendet werden können, z.B. neue Docks einzurichten, die
interne Funktionsweise an die eigenen Bedürfnisse
anzupassen und sogar die Belegung von Systemgadgets zu verändern. Man könnte
z.B. die Aktion "Icon anklicken" mit dem Kommando "lösche
angewählte Datei" belegen, was natürlich kaum ratsam ist...
Auch ein REXX-Port für die p.OS-Workbench wird in Zukunft
vorhanden sein, so daß es möglich wird, Skripts zu
schreiben, die Ihre Aktionen über die Workbench ausführen,
anstatt über Shell-Befehle. Darum müßte ich eigentlich bei
allem, was ich hier über die Funktionen der p.OS-Workbench
sage hinzufügen: "falls Sie nicht selbst die Konfiguration
verändert haben". Falls das allerdings der Fall sein
sollte, müßten Sie selbst wissen, wie die entsprechende
Aktion dann reagiert, denn in diesem Fall sind Sie ja
bereits fortgeschrittener Anwender!
Natürlich kann auf der p.OS-Workbench fast alles über Drag&Drop intuitiv bedient werden.
Damit ergibt sich eine objektorientierte Arbeitsweise,
so als würde man tatsächlich an einer Werkbank oder einem
Schreibtisch sitzen und irgendetwas zusammenstecken oder
Dinge an verschiedene Orte legen, wo dann etwas damit
passiert. Fast wie im richtigen Leben (wobei, wenn es sich
um Behörden handelt, meist erst einmal gar nichts passiert)...

So werfen wir ja auch die Post in den Briefkasten, die
Rechnungen in den Papierkorb, das Geld zum Fenster hinaus
und das Ei in den Mixer, oder wir stellen eine wertvolle
Ming-Vase oder Bücher ins Regal (damit sie von eventuellen
Besuchern und uns selbst auch gesehen werden und an unseren
Wohlstand, unseren Sinn für Kultur und unsere Fähigkeit, zu
lesen erinnern sollen) und so weiter.
Mehr hierzu im Abschnitt Drag&Drop
Die p.OS-Workbench kann auch normale AmigaOS
".info"-Dateien (also die, in denen unter anderem die
Bilddaten der Icons
gespeichert sind) anzeigen, allerdings (noch?) keine
NewIcons.
Da in der Grundausstattung von p.OS das Laufwerk, auf dem
p.OS installiert wurde, als "ASSIGN" pos: vorhanden ist (sein
muß), wird das Icon dieses Laufwerks gleich nach dem
Start der p.OS-Workbench angezeigt. Auch die AmigaOS
RAM-Disk ist (hoffentlich) schon vorhanden.
probieren wir's doch einfach aus: öffnen (doppelklicken mit
linker Maustaste) Sie einmal Ihr "pos:" Laufwerk.
Jetzt müßten die auf diesem Laufwerk vorhandenen Dateien in
einem separaten Fenster (Verzeichnisfenster) angezeigt
werden. Bei NewIcons (© The NewIcons Team), die nicht noch
zusätzlich ein Standard-Icon beinhalten, erscheinen
allerdings nur kleine eingerahmte Pünktchen.
Verzeichnisfenster lassen sich in der gewohnten Manier
(Doppelklick) öffnen und verschieben, vergrößern und
verkleinern. Mit den Cursortasten oder per Maus läßt sich
ihr Inhalt scrollen.
Hat eine Datei einen Kommentar, der mit "#"
beginnt, wird dieser über die Sprechblasenhilfe angezeigt.
Die Titelzeilen der p.OS-Workbench-Fenster haben folgendes
Format:
Beim Stammverzeichnis eines Datenträgers:
Fenster aktiv:
![pOS: [66% full, 310 M free, 342 M used] Dirs: 1/14 Files: 0/20](pix/acdevtitle.gif)
1. Name des Datenträgers
2. Füllstand in Prozent
3. freier Platz
4. belegter Platz
5. Anzahl selektierter Verzeichnisse/Anzahl
aller angezeigten Verzeichnisse
6. Anzahl selektierter Dateien/Anzahl aller
angezeigten Dateien
Inaktiv:
![Volume pOS: [66% full]](pix/indevtitle.gif)
1. Datenträgername
2. Füllstand in Prozent
Bei anderen Verzeichnissen:
Aktiv:

1. Verzeichnisname
2. Anzahl selektierter Unterverzeichnisse/Anzahl
aller angezeigten Unterverzeichnisse
3. Anzahl selektierter Dateien/Anzahl aller
angezeigten Dateien
Inaktiv:

1. Verzeichnisname
Das ist ja alles noch nicht besonders spektakulär. Suchen
wir uns mal eine Projektdatei (am besten eine kleine
Grafik).
Wir klicken sie einmal an und suchen dann den Menüpunkt
(rechte Maustaste zum Menüöffnen) "Expand". Augenblicklich
wird im Verzeichnisfenster anstelle des Icons der Inhalt
der Datei angezeigt (was natürlich bei großen Grafiken
nicht sehr sinnvoll ist). So können wir ohne
Anzeigeprogramm begutachten, was die Datei beinhaltet. Dies
ist Beispielsweise besonders nützlich, wenn man einen
Haufen Cliparts hat und sich überlegt, welche man behalten
und welche löschen will. Das Ansehen und das Löschen läßt
sich in einem Aufwasch erledigen - ohne diverse
Zusatztools, ganz einfach über die p.OS-Workbench.
Versuchen wir jetzt einmal, ein Verzeichnis auf eine andere
Art und Weise zu öffnen: Beim Doppelklicken wird die
Umschalttaste (Shift) gedrückt.
Aha, jetzt werden im Fenster auch die Dateien und
Verzeichnisse angezeigt, die kein eigenes Icon haben, wobei
dann je nach Dateityp entsprechende Standard-Icons
verwendet werden. Wird so eine Datei doppelgeklickt,
erkennt p.OS den Dateityp und ruft ein dazu passendes
Programm auf, das z.B. bei einer Bilddatei die Datei
anzeigt.
Wo wir gerade bei der Umschalttaste sind: Öffnen Sie einmal
mehrere Verzeichnis- und Unterverzeichnisfenster. Dann
drücken sie die Umschalttaste und klicken das Schließ-Gadget des zuerst geöffneten
Fensters.
Alle Unterverzeichnisfenster sind ebenfalls weg! Schluß mit
dem stundenlangen Fensterschließen!
Gadgets sind in den Fenstern dargestellte Objekte, die
entweder beim Draufklicken eine Aktion auslösen, in die
etwas eingegeben oder per Drag&Drop
gezogen werden kann, oder die einfach nur grafische oder
Text-Infos anzeigen.
Das fängt bei einfachen Dingen wie Textausgabeboxen oder
Buttons an und geht bis zu interaktiven Listenanzeigern
(Listviews), in denen Grafik und Text gemischt werden kann.
Die System-Gadgets sind in erster Linie einmal diejenigen
Gadgets, die sich in den Fensterrahmen befinden.
Dazu gibt die Sprechblasenhilfe Auskunft, und außerdem
zeigen die Animationen dieser Knöpfe schon ziemlich
eindeutig, was sie bewirken, so daß eine eingehendere
Erklärung hier an dieser Stelle sicher entfallen kann.
Bereits ein paar mal war hier von den Drag&Drop-Fähigkeiten
von p.OS die Rede, und zwar hauptsächlich aus dem Grund,
weil sich ohne dieses grundlegende Element die meisten innovativen
Features von p.OS nicht hinreichend erklären lassen.
In der Kombination mit Datatypes ist dies eine der stärksten
Neuerungen gegenüber fast allen gegenwärtigen Betriebssystemen.
Um bei dem Beispiel aus dem vorigen Abschnitt zu bleiben: Ziehen
Sie einmal eine Projektdatei über die ToolBar unten links und
beobachten Sie diese dabei genau. Was ist zu sehen? Bei manchen
Toolbar-Knöpfen erscheint ein heller Rahmen, wenn die Datei
darübergezogen wird, bei anderen nicht. Die Toolbar "merkt"
sofort, ob ein Programm auf der Toolbar etwas mit der Datei
anfangen kann. Wenn ja erscheint der Rahmen.
Aber Drag&Drop bedeutet unter p.OS noch viel mehr. Nicht nur Icons
bzw. Dateien sind Objekte, die mit Drag&Drop bearbeitet werden
können. Auch Textausschnitte oder Pfadnamen können hin- und her
gedraggt und gedroppt werden. Von einem Texteingabefeld ins
Shell-Fenster oder auf ein Programm (auf der Toolbar), das
daraufhin gestartet wird und den Pfadnamen als Argument nimmt.
Mit der mittleren Maustaste, bei Mäusen, die nur 2 Tasten haben
die linke und die CTRL-Taste, kann ein Objekt aufgenommen und auf
ein Anderes verschoben werden.
Weil sich die einzelnen Features der p.OS-WB kaum getrennt
voneinander erklären lassen, gibt es hier ein Beispiel
für den Einsatz von Drag&Drop zum Datenaustausch zwischen
verschiedenen Programmen, bei dem das Programm p.OS-Filer und
MultiList über Drag&Drop zusammenarbeiten.
Todschick - und richtig praktisch - diese Menüs von p.OS!
Sie "entrollen" sich immer in der Nähe des Mauszeigers, und ihr
Inhalt ist abhängig vom Fenster über dem sich der Mauszeiger
befindet.
Mit einem Druck auf die rechte Maustaste entfaltet sich die
Menüleiste, dann kann mit der linken in aller Ruhe ein Menüpunkt
ausgewählt werden.
Was die p.OS-Workbench betrifft, so haben die einzelnen Menüpunkte
folgende Bedeutung:
"Project"-Menü:

Command
Ein Kommando kann eingegeben werden.
allerdings sind hier keine Shell-Kommandos,
sondern p.OS-Workbench Kommandos gemeint. Weiteres
hierzu im Abschnitt Konfigurationsdateien
Update
Das aktuelle Verzeichnisfenster wird neu gezeichnet,
wobei alle Änderungen aktualisiert werden.
About
Informationen über Version und Copyright werden
angezeigt.
Quit
Der Griff zum wegwerfen...
die p.OS-Workbench wird beendet.
"Window"-Menü:

Open
Das Fenster zum selektierten Icon wird geöffnet
Close
Das aktive Fenster wird geschlossen
Information
Informationen zum selektierten Icon werden angezeigt
Delete
Das selektierte Objekt wird gelöscht (natürlich
nicht ohne vorherige Sicherheitsabfrage).
Clone
Ein Duplikat des selektierten Objekts wird erzeugt.
MakeDir
Im aktiven Fenster wird ein neues Verzeichnis
angelegt
Layout
Die Icons im aktiven Fenster werden neu dargestellt,
der Fensterinhalt wird aufgeräumt
Show all files
Es werden auch Objekte (Dateien und Verzeichnisse)
im Fenster angezeigt, die kein eigenes Icon haben.
Dieser Effekt läßt sich aber noch einfacher durch
die obengenannte "Shift-Klick"-Methode erzielen.
DtTypeIcons
Ist dieser Menüpunkt ausgewählt, überprüft die
p.OS-Workbench alle Dateien auf ihren Datentyp und
zeigt ein zu jedem Typ passendes Icon an.
Das bedeutet nicht nur eine grobe Unterscheidung in
Programm, Projekt usw. sondern jeder Typ von Datei
für den ein DataType vorhanden
ist, bekommt ein spezielles Icon und wird dann auch
von p.OS speziell behandelt.
"Icon"-Menü:

Select All
Alle Icons eines Fensters werden selektiert
Select None
Die Selektierung aller Icons wird aufgehoben
Select...
ein Namensmuster kann
eingegeben werden, das bestimmt, welche Objekte
selektiert werden sollen.
Rename...
Umbenennen des selektierten Objekts
Expand
Der Inhalt der selektierten Datei wird direkt im
Verzeichnisfenster anstelle des Icons angezeigt
(siehe oben).
"Settings"-Menü:

Open All Docks
Öffnet alle definierten Docks, was auch bedeutet, daß
die Konfiguration der Docks neu gelesen wird.
Close All Docks
Schließt (entfernt von der Bildfläche) alle Docks.
Open Config
Die Konfigurationsdatei wird neu eingelesen.
"Special"-Menü:

Close All Requesters
Alle offenen Requester werden geschlossen
Cancel All Threads
Alle laufenden Threads (also zum Beispiel Kopier-
oder Löschvorgänge) werden abgebrochen.
Parent
Das dem aktiven Verzeichnisfenster übergeordnete
Verzeichnis wird geöffnet, oder wenn es schon offen
ist, in den Vordergrund gebracht und aktiviert.
Root
Das Stammverzeichnis des Datenträgers, auf dem sich
das aktuelle Verzeichnis befindet, wird geöffnet,
bzw. aktiviert.
Go To Parent
Wie "Parent", nur daß das aktuelle Verzeichnis dabei
geschlossen wird.
Go To Root
Wie "Root", nur daß das aktuelle Verzeichnis dabei
geschlossen wird.
Close Sub-Windows
Die Unterverzeichnisse des aktuellen
Verzeichnisfensters werden geschlossen.
Ein Dock ist ja bekanntlich etwas, an dem etwas festgemacht werden
kann, das sonst frei herumschwirrt. Die p.OS-Workbench erlaubt es,
mehrere Docks zu definieren, wobei auch hier das Drag&Drop Prinzip
zugrundeliegt, d.h. Icons können über die Docks gezogen werden,
wobei dann mit den Dateien oder erzeichnissen, für die die Icons
stehen, je nach Dock-Item bestimmte Aktionen ausgeführt werden
Zwei Beispiele sind hier schon mitgeliefert. Links unten ist ein
rein grafisches Dock, dessen Icons folgende Bedeutungen haben:
Von links nach rechts:
1. Systemdatenträger - Systemverzeichnis anzeigen
2. Info - Informationen Über Disk-Objekte ausgeben
3. Mülleimer - Disk-Objekte löschen
4. Shell - Ein Shell-Fenster wird
geöffnet
5. p.OS-Filer - Das Programm p.OS-Filer
wird gestartet
6. Prefs - Der p.OS-Preferences-Editor wird
geöffnet
7. Guide - Hilfedateien werden angezeigt
Rechts auf der p.OS-Workbench befindet sich ein weiteres Dock zum
Starten von Demoprogrammen, und Zwar folgenden (von oben nach
unten)
1. pBall - ein Flipper-Spiel
2. Schach - Na, was denn wohl?
3. Tetris - Das darf natürlich auch nicht fehlen
4. AdoTest - Demoversion eines Effekgenerators
5. Fractal - Ein Fraktalgenerator
Auch die einzelnen Dock-Items haben eine Sprechblasenhilfe,
außerdem kann für jedes Dock noch ein Menü frei konfiguriert
werden.
Die Docks können frei auf dem Bildschirm positioniert werden (mit
der Maus verschieben). Bei der Definition können die einzelnen
Buttons sowohl übereinander als auch nebeneinander gelegt werden,
es können Trennlinien definiert weden usw.
Wie man das Aussehen und die Eigenschaften und evtl. Menüs eines
Docks definiert, steht im Abschnitt Konfiguration.
Das Einstellen eines neuen Betriebssystems auf die eigenen
Bedürfnisse macht einigen Leuten viel Spaß und diese Leute
wünschen sich möglichst viele Knöpfchen an denen sie drehen
können. Andere wiederum wollen nicht ihre ganze Zeit damit
verbringen, nach irgendwelchen Einstellungsmöglichkeiten zu suchen
und sind froh, wenn schon nach der Installation alles so ist, wie
man es gerne haben möchte.
Was aber in jedem Fall wichtig ist, ist die übersichtliche und
intuitive Bedienung der Einstellungsprogramme. Was z.B. viele
Leute davon abhält, UNIX-artige Betriebssysteme zu verwenden ist
die Tatsache, daß zwar wirklich alles konfigurierbar ist, daß man
sich dazu aber durch hunderte von Konfigurationsdateien mit einem
Texteditor (der meist auch noch eine wirklich seltsame
Benutzerführung hat) durcharbeiten muß, nur um irgendeinen
Zeichensatz einzustellen, der erst nach dem nächsten einloggen
sichtbar wird und dann auch noch überhaupt nicht in die Landschaft
paßt...
Unter p.OS ist dies durch das Programm p.OS-Prefs gelöst. Alle
Einstellungen, auch die von nachträglich installierter Software,
werden in diesem Programm in standardisierter und übersichtlicher
Atmosphäre vorgenommen. Durch den modularen Aufbau können ganz
leicht neue Einstellungsmodule hinzugefügt werden.
"Prefs" kommt von "Preferences" und bedeutet "Vorzüge". Wenn wir
es also bevorzugen, einen anderen Bildschirmhintergrund oder
Zeichensatz zu verwenden, benutzen wir dazu diesen Einsteller und
suchen uns aus der Liste links im Fenster heraus, was wir genau
verändern möchten. Dann können wir uns durch "Test" eine Kostprobe
der vorgenommenen Änderungen ansehen, oder wir übernehmen die
Änderungen entweder mit "Benutzen", wobei dann beim nächsten Start
des Betriebssystems wieder die alten Einstellungen gelten, oder
mit "Speichern", damit unsere neuen Einstellungen bei jedem
Neustart wieder vorhanden sind.
Da wir jetzt mittlerweile ohne Sprechblasenhilfe auskommen können,
wollen wir diese probeweise abschalten: Starten wir hier einmal das p.OS-Prefs Programm
(falls nicht vorhin schon geschehen).
dann klicken wir auf "Sprechblasenhilfe". Im Fenster erscheinen
die einstellbaren Parameter. Ganz oben befindet sich ein PopUp-Gadget. Wenn wir es
anklicken, öffnet sich ein kleines Menü mit zwei Menüpunkten:
"Sprechblasenhilfe benutzbar" und "keine Sprechblasenhilfe aktiv".
Letzteres wählen wir aus und klicken dann auf "Benutzen". So läßt
sich alles Mögliche einstellen.
Steigen wir also ein wenig hinab in unter die Oberfläche, in die
dunklen Gewölbe der ASCII-Dateien (aber wirklich nur für
Fortgeschrittene)...
In dieser Release gibt es auch unter p.OS (noch?)
Konfigurationsdateien, die von Hand editiert werden müssen. Aber
auch diese sind mit Kommentaren versehen und deshalb sollte auch
das keine Probleme bereiten. Außerdem sind sie nicht besonders
zahlreich und nur dafür gedacht, die Docks
und die p.OS-Workbench an sich zu konfigurieren.
Diese Dateien befinden sich im Verzeichnis EnvArc:WB
Die Datei config.cfg enthält die
Konfiguration der p.OS-Workbench an sich. Die Kommentare in der
Datei sind eigentlich selbsterklärend (wobei einiges noch nicht
aus der Entwicklungsphase heraus ist). Die Datei ist zeilenweise
aufgebaut, wobei die einzelnen Zeilen sich folgendermaßen
zusammensetzen:
Schlüsselwort [Kommando] Parameter
Das Schlüsselwort ist eine der im ersten Abschnitt
der Datei angegebenen Eigenschaften.
Kommando ist einer der unter "Commands" stehenden
Befehle. Die dazugehörigen Parameter lassen sich ebenfalls aus der
Datei entnehmen.
Für die Docks gibt es jeweils Unterverzeichnisse, hier:
Page1 und Page2
Diese enthalten für jeden Button und jeden Menüpunkt des Docks
sowie für das Fenster des Docks selbst (Window.cfg) eine
eigene Konfigurationsdatei.
Folgende Parameter stehen für Menüpunkte und Dock-Buttons zur
Verfügung:
NAME
Der Name des Buttons
GFX1
Das Icon, das im Normalzustand (nicht ausgewählt)
dargestellt werden soll
GFX2
Das Icon, das im Ausgewählten Zustand dargestellt
werden soll
MENU
Die Datei, in der dies steht, soll einen Menüpunkt
definieren, und keinen Button
NCOMM
p.OS-Workbench Kommando, das beim anklicken des
Buttons ausgeführt wird.
DCOMM
Kommando, das ausgeführt wird, wenn ein Objekt auf
diesen Button gezogen wird.
BAR
Eine Trennlinie wird ins Dock eingefügt
HELPID
Der Text, der in der Sprechblasenhilfe angezeigt
wird, falls der Mauszeiger über dem Button
stehenbleibt
Für die "Window.cfg"-Dateien:
LEFT
x-Position des Dock-Fensters
TOP
y-Position des Dock-Fensters
HORIZ
Falls dieses Schlüsselwort vorhanden ist, werden die
Buttons horizontal anstatt vertikal angeordnet
G
Hier wird der Name einer Konfigurationsdatei für
einen Button angegeben
BORBOTTOM
Breite des unteren Randes des Dock-Fensters
GRPSPACE
Abstand zwischen den Buttons in Pixeln
So ein Betriebssystem ist ja gut und schön, aber etwas Software
zum Experimentieren ist erst das "i-Tüpfelchen". Deshalb sind in
dieser PreRelease schon einige Programme mitgeliefert, um zu
sehen, wie sich das Betriebssystem auf die Bedienung von
Programmen auswirkt. Der Hauptaugenmerk sollte allerdings auf der
Bedienung liegen, weniger auf dem praktischen Anwendungsnutzen -
wie gesagt - es handelt sich schlicht um Demo-Programme. Weitere
Programme werden ab Verfügbarkeit dieses Betriebssystems
erscheinen, natürlich nicht nur von proDAD, auch andere,
innovationsfreudige Hersteller und PD-Programmierer arbeiten
bereits an Software. Dennoch ist eine Software nicht unbedingt
imHandumdrehen erstellt, weshalb es noch einige Tage dauern wird,
bis zu jedem Thema etwas erhältlich ist - dann aber stets aktuell
und innovativ ! Aber zurück zum hier Mitgelieferten:
Bei manchen Demos ist jedes weitere Wort überflüssig. Zu einigen
sollte ich aber doch noch ein paar Takte loswerden:
AdoTest
Hier können Animationseffekte berechnet und
angeschaut werden. Es gibt eine Vielzahl von
Parametern, mit denen sich unterschiedliche Wipes
berechnen lassen.
p.OS-Filer - Ein p.OS-DirectoryTool
Trotz der Fähigkeiten der p.OS-Workbench gibt es
noch ein Directory-Tool, das in gewohnter Manier mit
Quell- und Zielfenster ausgestattet erlaubt, Dateien
anzuzeigen, zu löschen, zu kopieren usw.
Auch hier funktioniert alles mit Drag&Drop. Starten
Sie den p.OS-Filer einmal hier und dann MultiList.
Multilist zeigt ein Verzeichnis von Grafikdateien in
einem Listenanzeiger an.
Im "MultiList"-Fenster sollte nun ein Verzeichnis
mit verschiedenen kleinen Grafiken abgezeigt werden
(die zum Spiel pBall gehören).
Jetzt können wir einen "Stein" aus dem
MultiList-Fenster mit [ctrl]+linker Maustaste (oder
der mittleren Maustaste bei 3-Tasten-Mäusen) ins
Filer-Fenster ziehen. Wir sehen, daß das Fenster, in
das wir unseren Stein gelegt haben, in das
Verzeichnis wechselt, das "MultiList" gerade
anzeigt.
Umgekehrt aber nun auch! Suchen wir einmal mit dem
p.OS-Filer ein Verzeichnis, in dem sich Grafiken
befinden (aber bitte nicht allzugroße!), sehr gut
eignet sich SYS:EnvArc/Rec. Dann ziehen wir den
Inhalt des Texteingabefeldes unter dem
Filer-Verzeichnisfenster, also den angezeigten
aktuellen Pfad (CTRL-Taste nicht vergessen) ins
MultiList-Fenster...
Natürlich könnten wir auch direkt aus dem
Verzeichnisfenster des Filers einen Eintrag
(sinnvollerweise z.B. ein Unterverzeichnis)
auswählen und ins Multilist-Fenster legen.
Dies alles funktioniert natürlich mit der
p.OS-Workbench genauso wie mit dem Filer.
Der p.OS-Filer hat eine Anzahl konfigurierbarer
Knöpfe unterhalb der beiden Verzeichnisfenster,
deren Bedeutung ein kurzen Erklärung bedarf:
In der ersten Zeile sind einige Laufwerke
auswählbar, darunter sind ein paar Befehls-Knöpfe:
Parent
Ins übergeordnete Verzeichnis wechseln
Copy
Objekt von Quelle nach Ziel kopieren
Makedir
Neues Verzeichnis anlegen
GetSize
Größe des ausgewählten Verzeichnisses
ermitteln
Read
Dateiinhalt anzeigen
Root
Zum Stammverzeichnis des Datenträgers wechseln
Copy As..
Kopieren und gleichzeitig umbenennen
Rename
Umbenennen von Dateien oder Verzeichnissen
Protect
Die Schutzbits einer Datei
ändern
Read Hex
Dateiinhalt hexadezimal anzeigen
All
Gesamten Fensterinhalt auswählen
Move
Datei/Verzeichnis verschieben
Clone
Kopieren unter Beibehaltung der Zusatzinformationen einer Datei,
wie z.B.
Kommentar
Datum
Schutzbits
Comment
Datei-Kommentar ändern
LHA List
Inhalt eines LHA-Archivs anzeigen
None
Die selektion aller ausgewählten Objekte
aufheben
Move As..
Verschieben und gleichzeitig umbenennen
Delete
Löschen
TestComm
Shell-Befehl probeweise eingeben
SCSI-Mount
Hiermit lassen sich AmigaOS-Laufwerke, die einen RDB
(RigidDiskBlock, ab AmigaOS 2 Standard) haben
automatisch ins System einbinden. Eine Liste mit
Laufwerken und eine mit Partitionen wird angezeigt.
Ist eine Partition mit einem grünen Haken versehen,
so kann sie von p.OS erkannt und verwendet werden.
Durch den Schalter "Permanent" wird beim Klicken von
"Mount" die Partition in die Mountliste des Systems
eingetragen, so daß bei jedem Neustart von p.OS die
ausgewählten Partitionen ins System eingebunden
werden.
Im Menü ist auch noch ein "UnMount" vorhanden, das
eine Partition aus dem System entfernt.
pBall
Nach all dem Streß ist es jetzt wohl nötig, sich bei
einem kleinen Spiel zu entspannen... Also: los geht's!
Aber nun zu etwas ganz anderem...
Die p.OS-Shell