

               Dokumentation 'SHOOTING-ST Vers. 2.0 vom 22.01.92'
               =================================================



Inhaltsuebersicht:

1. Das Programm
2. Rechtliches
3. Programmumfang und Systemanforderungen
4. Grundsaetzliches zur Bedienung
5. Dateikonzept
6. Programmpflege
7. Funktionsbeschreibungen
8. Schlusswort





1. Das Programm
===============

... ist gedacht fuer alle Schuetzen des Deutschen Schuetzenbundes bzw.
fuer jeden, der damit irgendetwas anfangen kann.
Es werden mehrere Analysemoeglichkeiten angeboten. So sollte man Konzen-
trationsmaengel im Schiessverlauf durch Vergleich mehrerer Analysen er-
kennen koennen. Ausserdem koennen die Einzelergebnisse von bis zu 5
Schuetzen auf einer Grafik zum Vergleich dargestellt werden.
 
Die Daten:


  Analyse

  - max. 60 Schuesse je Analyse
  - 10-er Ringscheiben
  - Randdatenerfassung (Schuetze, Datum, Disziplin, Ereignis, Einzelschues-
    se, etc.)
  - Grafische Analyse
  - rechnerische Analyse, mit fiktiven Hochrechnungen und Teilanalysen
    (erste Haelfte, zweite Haelft, Gesamtergebnis)
  - Statistische Beurteilung der Leistungsqualitaet
  - Auffinden von Maxima und Minima
  - Ausreissertest, sowie Berechnung des um evtle. Ausreisser bereinigten
    Ergebnisses

  
  Kurvengrafik

  - gleichzeitige Anzeige von bis zu 5 Kurven
  - optional fixe oder variable, d. h. von den eingegebenen Werten ab-
    haengige Ober- bzw. Untergrenze
  - veraenderbares Koordinatensystem (Y-Achsendimension)
  - verschiedene Schalter (Werte anzeigen, Punkte anzeigen, Gitternetz, ...)
  - verschiedene Grafikmodi (transparent, XOR, ...)
  

  Allgemein

  - Alle Daten koennen auf Disk gesichert - bzw. wieder vom Laufwerk geladen
    werden.
  - Explizite Anzeige von I/O-Operationen
  - Menuefunktionen sind wahlweise mit der Mouse - oder durch die Tastatur
    aufzurufen
  - On-Line-Hilfe
  - automatische Sicherung und Installierung der Arbeitsumgebung
  - eigene Fehlerabfangroutine




2. Rechtliches
==============

'SHOOTING-ST' ist Public-Domain. Wer gefallen an dem Programm hat kann es
benutzen. Es fallen keine Kosten an. Die Weitergabe an Dritte ist erlaubt.
Nicht erlaubt ist irgendwelchen finanziellen Nutzen daraus zu ziehen.
Trotz obiger Moeglichkeiten fuer die Programmbenutzer liegen alle Rechte in
den Haenden des Autors.




3. Programmumfang und Systemanforderungen
=========================================

Das Programm umfasst die Programmdatei 'SHOOTING.PRG', sowie diese Dokumen-
tation, 'SHOOTING.DOC'. Weitere Dateien werden nicht benoetigt. 
Vorgliegende Anwendung kann auf allen ATARI-Computer der ST Serie ohne
Speicherplatzbegrenzung laufen. Es wurde im hochaufloesenden MONOCHROM-Modus
programmiert, ist also auch nur dort lauffaehig. Ansonsten sind keinerlei Be-
schraenkungen zu beachten.




4. Grundsaetzliches zur Bedienung
=================================

'SHOOTING-ST' ist voll in GEM eingebunden. Alle Funktionen des Hauptmenue's
koennen mit der Mouse angesteuert und ausgefuehrt werden. Ausser der Mouse
kann jede Hauptmenue-Funktion aber auch durch die Tastatur aufgerufen wer-
den. Grundsaetzlich braucht man pro Funktionsaufruf nur eine bestimmte Taste
zu druecken. Ausnahmen bilden nur der Programmausstieg und die Bildschirm-
moduseinstellung. Dort ist zusaetzlich zu der angegebenen Taste noch die 
Control-Taste zu druecken und gedruecktzuhalten. Also, wollen Sie das Programm
per Tastatur verlassen, so muessen Sie die Taste CONTROL druecken und halten 
und die Taste C druecken. Bei der Tastatursteuerung wird keine Gross- oder 
Kleinschreibung unterschieden. Die Tastaturcodes werden im Hauptmenu am Ende
jeder Zeile in eckigen Klammern angezeigt.
 
Das Programm enthaelt eine kleine On-Line-Hilfe. Sie koennen sie durch die 
Taste HELP oder durch aufrufen des entsprechenden Menuepunktes (EXTRA, HILFE)
aktivieren bzw. deaktivieren. Ist diese Hilfe aktiv, so wird zu jeder von 
Ihnen aufgerufenen Funktion eine kleine Erlaeuterung gezeigt. Im Anschluss da-
ran haben Sie die Moeglichkeit entweder die Funktion zu starten oder abzubre-
chen und zurueck ins Hauptmenue zu verzweigen.

Jede Lade- bzw. Sicherungsfunktion auf dem Laufwerk wird per Fileselektorbox
durchgefuehrt. Sie bekommen in obiger Box in einem Fenster alle Dateien des
angesprochenen Laufwerkes mit der entsprechenden Extention also bei Analyse-
daten '*.DAT' und bei Kurvendaten '*.KUR' angezeigt. Nun kann eine Datei aus-
gewaehlt werden, indem man sie mit einem Doppelklick anwaehlt oder indem man
sie einmal anklickt und anschliessendt die OK-Box anklickt bzw. RETURN drueckt. Eine weitere Moeglichkeit ist die, den entsprechenden Dateinamen einzutippen
und dann entweder RETURN zu druecken oder die OK-Box anzuklicken.

Grundsaetzlich werden vom Programm nur Funktionen erlaubt, welche auch aus-
gefuehrt werden koennen. Z. B. ist kein Drucker angeschlossen, so kann man
auch keine Druckfunktion ansteuern. Ein anderer Fall, wenn keine Liste ge-
laden ist, so koennen auch keine Listenfunktionen, wie Grafik bzw. Analyse
ausgefuehrt werden. 

'SHOOTING-ST' enthaelt eine interne Fehlerbehandlung, die irgendwelche Pro-
grammfehler oder Systemfehler abfaengt. Tritt ein Fehler auf, so erscheint
eine Hinweisbox mit der Fehler-Nr. und der entsprechenden Fehlerumschreibung.
Endlosschleifen, die durch irgendeinen Programmfehler entstanden sind, koennen
durch diese Routine unterbrochen - und das Programm neu initialisiert und ge-
startet - bzw. abgebrochen werden.

Bei regulaerem Programmende wird der Status der eingegebenen Daten geprueft.
Sind die Daten noch nicht gesichert worden, so erscheint eine Warnbox. Das
Versaeumte kann dann nachgeholt werden. Ansonsten wird das Programm ohne
laestiges Fragen beendet. Hierbei werden alle gesetzten Schalter, z. B. Git-
ternetz an oder On-Line-Hilfe an bzw. aus usw. usw., in einer Datei gesichert.
Ausserdem werden die Namen der Dateien, der zu diesem Zeitpunkt geladenen Ana-
lysedaten und die der Kurvendaten ebenfalls in der Installdatei (PROFILE.SYS)
gemerkt. Bei einem erneuten Programmstart werden diese Daten aus obiger Datei
gelesen und die Programmumgebung entsprechend eingerichtet. Hierbei werden, 
wenn die Dateien unter den vorgegebenen Pfaden existieren sollten, auch die
zuletzt benutzten Analysedaten und/oder Kurvendaten selbsttaetig geladen. Also
keine Angst wenn beim Programmstart auf den Datentraeger zugegriffen wird, es
wird nur gelesen. Keine Virusaktivitaet!!!

Alle I/O-Operationen werden in einer Alertbox explizit angezeigt. Es ge-
schieht also nichts hinter dem Ruecken des Users. 




5. Dateikonzept
===============

Zur Sicherung der Daten werden nur sequentielle ASCII-Dateien angelegt.
Der Name kann nach den Regeln des TOS frei gewaehlt werden. Auch die Datei-
extention ist frei waehlbar. Jedoch werden bei Lade- bzw. Sicherungsvorgaengen
grundsaetzlich nur Dateien mit der Endung '.DAT' angezeigt. Sollten Sie andere
Extentionen benutzen, so muessen Sie jedesmal im Fileselector die entsprechende
Endung eingeben.




6. Programmpflege
=================

Das Programm ist soweit in seinen Funktionen komplett. Eine Pflege beschraenkt
sich derzeit nur auf die Fehlerfindung und -beseitigung. Trotzdem bin ich be-
reit auf Anwenderideen einzugehen. Vorausgesetzt, es handelt sich um realisier-
bare Anregungen.

Die jeweils neueste Version ist gegen Einsendung einer leeren Diskette, sowie
eines ausreichend frankierten Rueckumschlages bei mir (Adresse siehe am Ende
dieser Datei) zu erhalten.




7. Funktionsbeschreibungen
==========================

7.1 Info 
--------

Diese Funktion zeigt in einer Box nur den Programmnamen, die Version und 
den Autor.

Direktaufruf durch Taste 'I'.



7.2 Datei-Funktionen (I/O Funktionen)
-------------------------------------

7.2.1 Lade Daten

Zeigt in einer Fileselectbox alle Dateien mit der Endung DAT. Sie koennen 
eine dieser Dateien anwaehlen und laden oder durch anklicken der ABBRUCH-
Box den Vorgang abbrechen. Nachdem die Daten in den Hauptspeicher geschrie-
ben wurden erfolgt eine entsprechende Meldung. Die urspruenglichen Daten 
werden durch diese Ladefunktion unweigerlich zerstoert. Also wichtige Daten
vorher sichern!!!

Direktaufruf durch Taste 'L'.



7.2.2 Lade Kurve

Es werden in einer Box alle Dateien mit der Endung 'KUR' angezeigt. Sie koen-
nen eine davon durch entsprechende Anwahl mit der Mouse auswaehlen und die
Daten laden. Diese Daten koennen in der Funktion 'EXTRA - Kurve zeichnen' in
einem variablen Koordinatensystem auf den Bildschirm gebracht werden.

Direktaufruf durch Taste 'H'.



7.2.3 Lade Bilder

Laedt Bilddateien im Doodle-Format und zeigt sie auf dem Monitor. Die Datei-
auswahl erfolgt ueber Dateiselektor. Die Anzeige des entsprechenden Bildes
wird durch einen beliebigen Tastendruck abgebrochen.

Direktaufruf durch Taste 'B'.



7.2.4 Sichere Daten

Wie der Name schon sagt, werden hier die im RAM-Speicher Ihres Rechners be-
findlichen Daten auf einem Laufwerk gesichert. Dabei erfolgt die Eingabe des
Namens der Sicherungsdatei per Fileselektor. Die Namensgebung obliegt alleine
dem Anwender. Jedoch wird die Dateiendung '*.DAT' fuer Datendateien unter-
stuetzt. Nach Beendigung der Aktion erfolgt eine Meldung.

Direktaufruf durch Taste 'S'.



7.2.5 Sichere Kurve

Die Daten, welche in der Funktion 'EXTRA - Kurvendaten eingeben' werden hier
in einer von Ihnen zu bestimmenden Datei gesichert.

Direktaufruf durch Taste 'O' (wie Otto).



7.2.6 Loesche Datei

Dient der 'REINIGUNG' des Laufwerkes von Datei-Muell, welcher nicht mehr be-
noetigt wird. Sie koennen per Fileselektorbox eine Datei anwaehlen, die im
Anschluss an die Bestaetigung physikalisch geloescht wird. Der Vorgang wird
explizit angezeigt und kann mehrfach nacheinander durchgefuehrt werden. Aller-
dings kann nur jeweils eine Datei geloescht werden. Verzeichnisse sind durch
diese Funktion nicht zu loeschen.

Direktaufruf durch Taste 'K'.



7.2.7 Quit!

Durch diese Funktion wird 'SHOOTING-ST' regulaer verlassen. Es erfolgt grund-
saetzlich keine Abfrage ob man denn nun wirklich diesen wohlueberlegten Schritt
tun will oder sich doch noch ein Weilchen mit dem Programm 'rumschlagen moechte.
Also, sind die Daten gesichert oder womoeglich gar keine im Speicher, dann been-
det die Anwahl dieses Menuepunktes sofort das Programm. Ausnahmen sind nur, wenn
ungesicherte Daten im Speicher sind, dann erfolgt eine entsprechende Meldung 
oder wenn der Hilfe-Modus aktiv ist. Wurde diese Funktion aktiviert, so wird die
Arbeitsumgebung (gesetzte Schalter, geladene Dateien) in einer Startdatei (PRO-
FILE.SYS) gesichert. Beim naechsten Programmstart finden Sie sich in der glei-
chen Umgebung wieder.

Direktaufruf durch Tasten CONTROL + 'C'.



7.3 ARBEITEN
------------

7.3.1 Daten eingeben

Dient der Eingabe neuer Schiessdaten. Es werden Datum, Schuetze, Ereignis,
Disziplin, sowie bis zu 60 Ergebnisdaten von 10-er Ringscheiben abgefragt.
Die Eingabe des Datums ist ein Muss! Alle anderen Daten sind optional. Bei
der Eingabe der Schiessdaten wird die laufende Nummer des Schusses, sowie
alle bisherigen Ergebnisse angezeigt. Ein Abbruch erfolgt automatisch,
wenn das Maximum, naemlich 60 Schuss erreicht sind oder durch den Anwender
indem er eine negative Zahl als Schussergebnis eingibt. Die Gsamtzahl der
eingegebenen Daten wird im Anschluss daran mit der Frage ob denn auch alles
richtig sei auf dem Schirm ausgegeben.
Sie koennen bevor Sie diese Funktion verlassen die Daten auf der Disk sichern.

Direktaufruf durch Taste 'E'.



7.3.2 Grafik

Diese Funktion stellt die eingegebenen bzw. geladenen Daten in einer Grafik
am Bildschirm dar. Die Y-Achse zeigt den Treffer (0 >= Y <= 10, weil 10-er
Ringscheibe). Die X-Achse dagegen den zeitlichen Ablauf d. h. der wievielte
Schuss. Weiterhin wird der Durchschnit in Form einer gestrichelten Linie
angezeigt. Am unteren Schirmrand sehen Sie das Ereignis, den Namen des
Schuetzen, das Ereignisdatum, das Gesamtergebnis sowie den Durchschnitt.
Ausserdem sehen Sie die Schussverteilung, d. h. wieviele Zehnen, wieviele
Neunen etc. geschossen wurden. Diese Angaben sind absolut - und in Klammern
als Prozentwerte angegeben. Am oberen Bildschirmrand sind die Funktionen
dieser Prozedur dargestellt. Ein Druck auf Taste F1 schaltet das Gitternetz
ein bzw. aus. Die Darstellung wird sofort in der entsprechenden Form neu
aufgebaut. Diese Gitternetz-Einstellung kann auch im Hauptmenue (EXTRA,
Gitternetz) erfolgen. Taste F2 fertigt eine Hardcopy des Bildschirmes auf
dem angeschlossenen Drucker. F3 zeigt die Schussverteilung als Balkengrafik
auf dem Bildschirm. Wurde F3 gedrueckt, so wird die entsprechende Grafik
sofort aufgebaut. Die Angaben werden optional als absolute Werte oder als
Prozentwerte dargestellt. F1 schaltet zwischen diesen beiden Modi um. Der
eingestellte Modus wird am unteren Bildschirm angezeigt. Auch hiert dient
die Taste F2 zum Ausdruck der Grafik als Hardcopy auf dem Drucker. 
In die vorhergehende Funktion gelangt man, indem irgendeine ander Taste
gedrueckt wird. Die Grafik-Funktion wird im Anschluss daran durch Druecken
einer beliebigen Taste und verneinen der Frage, ob andere Analysedaten ge-
laden werden sollen. Wird diese Frage jedoch bejaht, so koennen Daten ei-
ner anderen Datei geladen werden. Die urspruenglichen Daten gehen aller-
dings dann verloren!!!

Direktaufruf durch Taste 'G'.



7.3.3 Analyse

Diese Funktion stellt umfangreiche Berechnungen an um die eingegebenen 
Daten zu beurteilen. Diese Beurteilung stellt jedoch nur einen Richtwert
dar! Es werden in einer Box alle Testdaten angezeigt: Ereignisdatum, 
Name des Schuetzen, Ereignis, Disziplin, Schiessergebnis, erreichbares
Maximum (=Anzahl der Schuesse mal 10 , weil 10-er Ringscheiben!).

Die Analyse umfasst 2 Teilanalysen, 1 Gesamtanalyse, sowie eine Berei-
nigung des Ergebnisses von Ausreissern.

Die Teilanalysen: umfassen Berechnungen fuer die erste bzw. die zweite 
Haelfte des Schiessereignisses. Es wird jeweils der Durchschnitt er-
rechnet und anhand es dieses Wertes eine Hochrechnung auf die insgesamt
erfolgte Schusszahl. Also haette man genausogut weitergeschossen, wieviel
Ringe haette man dann insgesamt erreicht (Fiktives Ergebnis!). Ausserdem
ist ersichtlich, wieviel Ringe man in diesem Intervall tatsaechlich er-
reicht hat und wieviel insgesamt in diesem Intervall erreichbar waren.
Nun zur Statistik. Es wird anhand der Schiessdaten zur Qualitaetsbeur-
teilung die Varianz und die Standardabweichung berechnet. Die Standard-
abweichung ist der Wert in Klammern in der Zeile 'Varianz'. Grundsaetz-
lich sei gesagt, dass, je kleiner die Varianz ausgefallen ist, je kon-
stanter war die Leistung des Schuetzen. Es geht also nicht darum, wie 
gut das Ergebnis war, sondern um die Leistungsschwankungen waehrend
des Ereignisses. Viele bzw. grosse Ergebnisschwankungen haben eine gros-
se Varianz zur Folge. Da ich annehme, dass sich die wenigsten Anwender
mit solcherlei Dingen auskennen, erfolgt eine Auswertung der Varianz-ana-
lyse in der untersten Zeile des entsprechenden Intervalles. 
Weiterhin wird je Schiessintervall festgestellt wo das Treffermaximum lag,
also der beste Schuss, und wieviele davon getaetigt wurden. Auf dieselbe
Art und Weise erfolgt auch die Angabe des Minimum's, also des schlechtesten
Schusses.

Die Gesamtanalyse erfolgt nach dem Muster der Teilanalysen, jedoch wird
kein fiktives Ergebnis angezeigt (ist ja wohl auch nicht sinnvoll!); 
stattdessen wird die Standardabweichung angegeben.
Im Anschluss an die Gesamtanalyse wird eine Resultatshochrechnung ohne
evtl. Ausreisser (negative - also nach unten hin zur 0 und positive - also
nach oben zur 10 hin) durchgefuehrt. Als Ausreisser betrachte ich alle 
aus dem Rahmen fallenden Schuesse. Dies ist nach meiner Ansicht dann der
Fall, wenn die Anzahl der Besten bzw. Schlechtesten Schuesse weniger als 5%
der gesamt abgegebenen Schuesse darstellen. Diese Schuesse werden durch das
Durchschnittsergebnis ersetzt und daraufhin ein neuer Durchschnitt sowie ein
neues hochgerechnetes Resultat berechnet.

Am Ende der Analyse wird noch angezeigt, welche Datei gerade in Arbeit ist.

Am unteren Boxenrand sind die weiteren Funtkionen angezeigt. Hierbei mues-
sen Sie den ersten eingeklammerten Buchstaben druecken um die entsprechende
Funktion zu starten. Also z. B. die Taste N um eine neue Datei zu laden oder
die Taste G um sich die Daten grafisch ausgeben zu lassen. Taste A oder jede
andere nicht belegte Taste beendet die Analysefunktion. Die Taste D laesst
eine Ausgabe der Analyse-Daten oder der Schiessdaten auf den Drucker zu.

Direktaufruf durch Taste 'A'.



7.3.4 Drucken

Entweder koennen Sie die Analysedaten oder die Schiessdaten zur Ausgabe auf
den Drucker schicken. Die Analysedaten umfassen alle berechnete Daten der
Analysefunktion. Lediglich die Ausgabeform ist differenziert. Die Schiess-
daten umfassen alle Einzelschussergebnisse des aktuellen Schiesstests.

Direktaufruf durch Taste 'D'.



7.3.5 Komplett-Druck

Erlaubt Ihnen bestimmte Daten in einem Druckvorgang gesammelt auszudrucken.
Z. B. die Analysedaten und die Grafik und die Schiessdaten in einem Druck-
prozess. Anstatt die Analyse bzw. Drucken anzuklicken und dann Drucke Ana-
lyse, drucke Daten und Grafik anzuwaehlen und Taste F2 fuer Hardcopy zu 
druecken um zum gleichen Resultat zu gelangen.

Direktaufruf durch Taste 'P'.




7.4 Optionen
------------

Zur Beachtung: Aktive Funktionen werden durch Haeckchen vor der entsprechen-
               den Funktion dargestellt.

7.4.1 Bildschirm normal

Schaltet auf normale Bildschirmdarstellung um, d. h. schwarze Schrift auf weis-
sem Grund.

Direktaufruf durch Tasten CONTROL + 'N'.
 


7.4.2 Bildschirm invers

Schaltet auf inverse Bildschirmdarstellung um, d. h. weisse Schrift auf 
schwarzem Grund.

Direktaufruf durch Tasten CONTROL + 'I'.



7.4.3 Gitternetz

Wenn diese Option gesetzt ist, wird die Grafik mit einem Gitter dargestellt. Es
ist dann moeglich jeden einzelnen Schuss auszumachen. Waehrend ohne das Gitter
die Tendenzen, Hoehen und Tiefen besser zu erkennen sind.

Direktaufruf durch Taste 'N'.



7.4.4 Punkte zeichnen

Bei Aktivitaet dieses Schalters werden die einzelnen Werte in der Kurvengra-
fik durch Punkte angezeigt.

Direktaufruf durch Taste 'X'.



7.4.5 Texte ausgeben
 
Diese Option steuert die Anzeige der zu den Grafikpunten gehoerigen Texte.
Ist sie gesetzt, so werden die einzelnen Kurvenwerte auf der Bildschirm
ausgegeben. Z. B.: 
                    124 o 
               123 o   /
                  / \ /
                 122 o

Direktaufruf durch Taste 'Y'.



7.4.6 Linien zeichnen

Ist dieser Schalter gesetzt, so werden die einzelnen Kurvenwerte durch
Linien miteinander verbunden. Hierbei wird pro Datenserie eine Linienart
benutzt. Es koennen gleichzeitig bis zu 5 verschiedene Serien eingegeben
und dargestellt werden.
 
Direktaufruf durch Taste 'Z'.




7.5 Extra
---------


7.5.1 Hilfe

Schaltet den Hilfemodus an - bzw. wieder aus. Ist der Hilfemodus angeschaltet, 
also aktiv, so wird nach dem Anwaehlen einer Funktion eine Box mit einem klei-
nen Hilfstext geoeffnet. Sie haben dann die Wahl entweder die Funktion zu star-
ten oder abzubrechen um zurueck ins Hauptmenue zu gelangen.

Direktaufruf durch Taste 'HELP'.



7.5.2 Daten eingeben (Kurvengrafik)

Diese Funktion erlaubt Ihnen z. B. Mannschaftsergebnisse einer Saison als
Grafik darzustellen. Sie koennen Ergebnisse von bis zu 5 Schuetzen gleich-
zeitig in einer Grafik darstellen. Zuerst koennen Sie eine Ueberschrift
eingeben. Anschliessend fragt das Programm nach den Dimensionen der Y-Achse
(Minimum, Maximum). Geben Sie nichts ein, so orientiert sich das System auto-
matisch an Ihren Eingaben. Also es wird anhand Ihrer Eingaben der niedrigste
Wert aller Serien, sowie der hoechste Wert festgestellt. Anschliessend wird
beim Minimum auf den naechsten Zehner ab- und beim Maximum auf den naechsten
10 aufgerundet. Sollten Sie im nachhinein mit der Dimensionierung unzufrieden
sein, koennen Sie sie und die Ueberschrift durch die Taste F5 waehrend der
Grafikanzeige veraendern. Im Anschluss an diese Arbeiten koennen Sie nun
den Namen der ersten Serie eingeben und die einzelnen Werte des entsprechen-
den Schuetzen. Haben Sie eine Ober- und/oder eine Untergrenze festgesetzt,
dann werden Werte, die nicht in diesem Intervall liegen nicht angenommen.
Nach der Eingabe des letzen Wertes dieser Serie druecken Sie die Taste 'e'
und RETURN. Diese Serie ist hiermit abgeschlossen. Nun koennen Sie zur Na-
mensgebung der naechsten Serie schreiten und die entsprechenden Werte einge-
ben usw. usw...  Nach der Eingabe der fuenften Serie erscheint eine Meldung
dass keine weiteren Datenserien eingegeben werden koennen. Sind alle Arbei-
ten erledigt, so wird wieder ins Hauptmenue verzweigt. Die Grafikdaten koen-
nen nun entweder auf der Disk gesichert werden ('DATEI - Kurve sichern')
oder auf dem Bildschirm dargestellt werden ('EXTRA - Kurve zeichnen').
 
Direktaufruf durch Taste 'F'.



7.5.3 Kurve zeichnen

Haben Sie Kurvendaten aus einer Datei geladen ('DATEI - lade Kurve') oder
manuell eingegeben ('EXTRA - Daten eingeben'), so koennen Sie diese Funk-
tion aufrufen. Sie zeigt die im Speicher befindlichen Kurvendaten in einem
Koordinatensystem an. Es koennen bis zu maximal 5 verschiedene Kurven 
gleichzeitig dargestellt werden. Jede Serie hat bei der Darstellung eine
andere Linienart (z. B. durchgehend, gestrichelt, gepunktet, etc.). Am
oberen Bildschirmrand wird die Ueberschrift kursiv, unterstrichen ange-
zeigt. Unter der X-Achse werden die Linienarten der Serien sowie ihre ent-
sprechenden Bezeichnungen ausgegeben. Sie haben nun verschiedene Gestaltungs-
moeglichkeiten:  
                  F1: Gitternetz an bzw. aus.
                  F2: Punkte an bzw. aus.
                  F3: Punkt-Text an bzw. aus.
                  F4: Linien an bzw. aus. 
                  F5: veraendern der Ueberschrift, sowie der Dimension der
                      Y-Achse (neues Minimum und/oder Maximum). Die Kurven
                      werden entweder flacher oder steiler.
                  F6: Grafikmodus transparent anschalten.
                  F7: Grafikmodus ueberschreiben anschalten.
                  F8: Grafikmodus exclusiv oder anschalten.
                 F10: Hardcopy des Bildschirmes auf den Drucker.    

Jede Funktion wird sofort ausgefuehrt. Bei Veraenderungen der Y-Achse er-
folgt eine sofortige anpassung der Kurven an die neuen Dimensionen.

Zu den Grafikmodi (F6-F8):

Standardmaessig ist der Transparentmodus (F6) eingestellt. Es ist jeweils
nur ein Modus aktiv. Wenn Sie die Taste F8 druecken, so ist nur der Exclu-
siv-Oder Modus eingeschaltet. In diesem Modus werden sich ueberschneidende
Grafikpunkte weiss dargestellt (bzw. schwarz im Inversen Bildschirmmodus).
Alle anderen Punkte werden normal, also schwar angezeigt. Der Ueberschreib-
modus uebermalt einfach eine Kurve mit einer neuen. Er kann zu etwas unue-
bersichtlichen Darstellungsformen fuehren. Wenn Sie Probleme haben bekommen
Sie ueber die HELP-Taste eine kleine Anzeige aller moeglichen Funktionen.
Verlassen koennen Sie diese Funktion indem Sie einfach eine unbelegte Taste
druecken. Sind entsprechende Daten geladen, so koennen Sie diese jederzeit
vom Hauptmenue aufrufen.

Direktaufruf ueber Taste 'M'.



7.5.4 Rechner Konfiguration

Ist eigentlich etwas zu viel versprechend. Es werden lediglich der freie
Disk-Speicher, der freie RAM-Speicher, die angeschlossenen Laufwerke, die
TOS-Version, der Drucker-Status angezeigt und darauf hingewiesen ob Schiess-
daten im Speicher sind oder nicht. 

Direktaufruf durch Taste 'R'.
 



8. Schlusswort
==============

Nun hoffe ich, dass Sie mit meinem kleinen Programm einigermassen komfor-
tabel arbeiten koennen. Und dass es Ihnen hilft Ihre Schiesstechnik, bzw.
im Endeffekt Ihre Ergebnisse zu steigern. Vielleicht ist es auch nur inte-
ressant zu wissen was waere denn gewesen wenn das und das nicht passiert 
waere, sprich z. B. wenn doch die dumme 6 beim 30 Schuss nicht gewesen wae-
re. Ganz gleich was Sie, wie Sie und warum Sie etwas mit 'SHOOTING-ST' machen,
wuensche ich Ihnen zumindest viel Spass damit. 

Fuer Ihre konstruktive Kritik und evtl. Ideen bin ich jederzeit aufgeschlossen.

Alle statistischen Berechnungen beruhen auf Verfahren, die in dem Buch 
'Statistische Methoden und ihre Anwendungen', 7. Auflage, von H. Erwin Kreys-
zig, ISBN 3-525-40717-3, erschienen im Verlag Vandenhoeck & Rupprecht beschrie-
ben wurden.

Weitere Programme, die ich geschrieben habe und die gegen Leerdiskette und
freien Rueckumschlag erhaeltlich sind:

 * QUICKLEARN  - Universeller, komfortabler Vokabeltrainer, mit diversen Voka-
               beldateien

 * WORK-CMD    - fuer dBman 3.xx entwickelte schnelle, komfortable Bediener-
               oberflaeche. Liegt in reinem ASCII-Code vor und stellt eine
               Alternative fuer 'Mouse-Faule' zu ASSIST.CMD dar. Nur im Zu-
               sammenhang mit dem Datenbankprogramm dBman 3.xx zu benutzen!

     

 
  Der Autor:

  Frank Boncourt
  Mainzer Str. 2
  D-6620 Voelklingen
  Tel.: 06898/27930




