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Hallo kritische Stimmen !
Ich gebe ja die Hoffnung nicht auf, daß auch diese kritische Kolumne doch irgendwann
mal gelesen wird und somit gibt es mich auch in der 20.sten Ausgabe immer noch. Aber
halten wir uns nicht lange am Vorspiel auf, sondern kommen gleich zur Sache, denn
es ist heiß und ich mal wieder spät dran:
Was hat uns Köln nicht schon alles beschert, erst den Dom, den WDR, dann VIVA, und irgendwann
hörte man von einem Projekt, daß wieder einmal die Blicke oder in diesem Falle die Ohren
Richtung Köln ausstrecken sollte - die Rede ist natürlich vom mittlerweile zum Kultstatus
erhobenem Sender Evosonic, der wiederum Aufmerksamkeit erfordert, diesmal jedoch aus weniger
gutem Anlaß. Bereits vor einiger Zeit deuteten sich leichte Schwierigkeiten an, als das Internetangebot
des Technosenders - letztendlich wohl aus finanziellen Gründen - einige Wochen unter Bearbeitung
war und zu Spenden für die Website aufgerufen wurde (vielleicht sollten wir sowas auch mal starten).
Aber es sollte noch dicker kommen, denn seit dem 01.07. diesen Jahres ist Evosonic Radio nicht länger
auf Sendung - wielange ist genauso unklar, wie die Frage, ob überhaupt wieder gesendet wird. Die genauen
Hintergründe findet man in meinem Artikel zu den genauen Umständen. Der Grund
ist somit genauso leicht auszumachen, es geht mal wieder ums Geld.
Dies alles ist ja nicht tragisch, tragisch ist vielmehr wie von Seiten Evosonics das Publikum teilweise
aufgehetzt wird und wie generell dort auf die Probleme reagiert wird. Da wurde lange Zeit erstmal drauflos
gesendet ohne großes Konzept, ohne Werbepartner, ohne wirkliche Einnahmen - der Kampf ums wirtschaftliche
Leben wird somit zur Frage der Zeit und genau die läuft momentan gegen Evosonic.
Dort klammert man sich an Strochhalme und versucht nun mit Hilfe eines Fördervereins Kapital von den Freunden
und Hörern des Senders das Blatt nochmal zu wenden - eine wohl wenig aussichtsreiche und wohl eher kurzfristige
Lösung, dennoch verdient diese Aktion Respekt, man gibt nicht kampflos einfach auf.
Deutlich zuviel Kampflust kommt aber durch, wenn es um den WDR geht. Ich will hier weder für den WDR noch für seine
Methoden sprechen und es ist wohl klar, daß es hierbei um einen Monopolisten geht, der mit allen Mitteln seine
Stellung im Markt behaupten will, jedoch die Schuld alleinig auf den WDR zu schieben und ihn als Buhmann hinzustellen,
der das arme kleine Opferlamm Evosonic schlachten will, ist wohl eindeutig zu subjektiv und unsachlich.
Tatsache ist vielmehr, daß man ohne Plan und Organisation im hiesigen Land nicht weit kommt und ohne finanzstarke
Partner und Sponsoren sowieso nicht - auch wir können davon mehr als ein Lied singen und gerade deshalb wünsche
ich mir aus Sympathie für die Idee und für uns alle, das das letzte Kapitel von Evosonic noch nicht geschrieben
ist, denn gerade aus dieser Andersartigkeit können neue kreative Impulse entstehen und die brauchen wir momentan
mehr als alles andere. Somit hoffe ich, daß es auch in Zukunft noch Evosonic gibt - bis dahin können sich die
richtigen Fans viele Sendungen im Internet als RealAudio-Streams anhören... und nicht vergessen Mitglied zu
werden beim Neukult e.V., damit Evosonic samt Geschäftsführer Mike S. und seiner treuen Crew noch eine Chance
gegeben werden.
In diesem Sinne,
(cm)
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