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HOUSEPOOL  Magazine
Ausgabe 20 (August/September 1998)


Love Nation @ Loveparade 1998


Von Miriam Kolberg

Und es ist schon wieder Juli, somit natürlich auch wieder an der Zeit, die bekannteste und größte Techno-Parade, die dieses Jahr sogar ihr 10jähriges Jubiläum hat, zu besuchen.
Zur Loveparade 1998 "One world, one future" wurden über eine Million Szene-Leute und andere Interessierte erwartet und auf Grund des Engegefühls und der Stuas der Wagen vom letzten Jahr, ist die Strecke der Parade in diesem Jahr erweitert worden. Es starteten insgesamt 47 Wagen, wovon die eine Hälfte am Ernst-Reuter-Platz Richtung Siegessäule und die andere Hälfte vom Brandenburger Tor aus Richtung Siegessäule los fuhr.

Bereits um 13:00 Uhr standen die Wagen startbereit mit allen wichtigen Leuten an Bord am Brandenburger Tor und warteten nur darauf, endlich mit super-lauter Musik die umstehenden Leute beschallen zu dürfen. Und in diesem Jahr sogar relativ pünklich, um 14:00 Uhr, ging es dann auch los. Bis auf ein paar Regenschauer, die uns auf Grund des überdachten Wagens eh nicht störten, feierten alle bis zum Umfallen. An dieser Stelle nochmal special thanks an Thorsten ´Killa´ Iding für´s Auf-den-Wagen-schleusen !!!!
Nachdem sein Schützling Philly Pee auf dem Wagen und der umliegenden Fläche für Stimmung gesorgt hatte und ich auf Grund diverser alkoholischer Getränke kaum noch in der Lage war, auf meinen Beinen stehen zu bleiben, geschweige denn, zu tanzen oder zu laufen, zog mich ein starker Drang nach Hause, um mich dort etwas auszuruhen, frisch zu machen und auf den Abend bzw. die Nacht und ihre Parties, im speziellen Fall der alljährlichen Lovenation, vorzubereiten. Um 0:15 Uhr war ich dann endlich an der Arena angekommen und es dauerte wiederum eine halbe Stunde bis ich in der eigentlichen Halle war. Es ist einfach Wahnsinn, die ganzen Menschenmassen zu sehen, und für die DJs eine große Ehre, auf einer ausverkauften Party spielen zu dürfen. Zur Deko bzw. dem Ambiente und der Outdoor bzw. Open Air-Area muß man kaum noch etwas schreiben, da man ja bekanntlich weiß, daß Low Spirit einfach für Qualität und Klasse steht. Draußen gab es vom kompletten Abendessen für ausgehungerte Paradegänger bis zum Liegestuhl mit Blick auf die Spree alles, was das Herz begehrt. Während drinnen zu den Klängen von Westbam weitergefeiert wurde, konnte draußen relaxt und gequatscht werden. Um 3:30 bis 3:50 Uhr gab es dann den ersten Live-Act von Christopher Just. Der noch manchen etwas unbekannte Christopher Just wurde dann jedoch durch den japanischen Kultstar und mittlerweile auch in Deutschland immer beliebter werdenden DJ Takkyu Ishino abgelöst. Er ließ bis um kurz nach fünf die Platten kreisen und versorgte die Leute mit ausgesprochen guter Musik.

Nach ihm kam der bei der Lovenation längst zu den Residents zählende Frankfurter Marc Spoon hinter die Teller und spielte, wie bei der Abschlußkundgebung, ein absolutes Parade-Set, daß wohl keiner großartig bewundern oder loben wollte. Aber dafür wurde nach ihm die Special-Live-Performance von Mr. X & Mr. Y mit umso größerer Erwartung entgegen gefiebert. Die Begeisterung der Leute war kaum zu übertreffen, wie bei fast allem, was der Ur-Vater Westbam so in die Hände nimmt. Ab ca. 7:00 Uhr gab es dann noch für die ganz Hartgesottenen Sharam und bis zum Rausschmiß The Soundbringer Hardy Hard.


(mk)

 




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