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HOUSEPOOL  Magazine
Ausgabe 20 (August/September 1998)


Portrait: Syncronicity


Von Carsten Wiehle

What is Synchronicity ?

Seit einiger Zeit macht ein junges Label aus dem Frankfurter Raum auf sich aufmerksam. Gestartet, um nach dem Ende von Eye Q/Harthouse das technoide Label-Leben Frankfurts am Leben zu erhalten, gab es bereits diverse Solo-Releases von Andreas Krüger (Solid State) und seinem Dritten Raum-Partner Ralf Uhrlandt (Clockwork) auf Synchronicity Music. Dabei beschränkt sich die Musik von Synchronicity nicht nur auf straighten Techno. Neben progressiv-abstraktem Techno-Sounds und -Beats, sind abstrakte, ambiente Klangstrukturen mit housig-technoiden Enflüssen gefragt. Neben Paul Brtschitsch und anderen releasen auch Leavy Morell, DJ Hack, Enrique Barrera und Lava Lounge auf Synchronicity. Wir wollen Euch letztere mal ein wenig näher vorstellen.

Lava Lounge

Lava Lounge´s Electro Desert:
Lava Lounge sind Markus Finger, Afshin Eslami und Michael Schwanen. Mir 13 Jahren fingen die drei an, gemeinsam Musik zu machen. Mit seinem Projekt "Hacienda" auf Harthouse war Markus Finger europaweit erfolgreich. Auch seine Partner Michael und Afshin haben noch andere Projekte mit unterschiedlichen Stilen, wie z.B. Afshins D&B-Projekt "Leconic". Ihr Album "Electro desert" auf dem Synchronicity-Sublabel Electricsky featured ambiente Soundscapes, Electro-Techno, funkige Grooves, Drum&Bass, - alles verpackt in einen warmen und kraftvollen Sound. Die Tracks tragen so bezeichnende Titel wie z.B. "90 Minuten Koma", "Hitzewelle", "Rausch der Tiefe", "Liquid roads", "Schäferstündchen", etc. Das Ganze ist anspruchsvolle Musik für die gehobene Listening-Luxus-Klasse. Aber nicht nur für´s zu Hause-Hören ist "Electro desert" geeignet, auch zum (wenn auch langsamen) Tanzen. Kurz geasgt: Ein Album, das sich jeder kaufen sollte !

Lava Lounge

Leavy Morell - Der Soundworker:
Leavy Morell ist DJ und Produzent. Das allein ist ja noch keine Besonderheit. Aber der 24-jährige gründete nach über fünfzig DJ-Gigs, die er seit ´92 im In- und Ausland hatte, 1996 Synchronicity - das Label von dem hier die Rede ist. Im Mai erschien seine Maxi "Soundworkers". Eine Mischung, die man als abstrakten, trancigen Underground-Techno bezeichnen könnte. Wir können nur gespannt abwarten, was noch noch dem vielbeschäftigten Label-Macher, DJ und Produzenten noch so alles kommt.

DJ Hack:
Dirk Holzhäuser gehört zu den älteren Synchronicitylern. Die Roots des 29-jährigen liegen in den 80ern. Black Music und Heavy Metal sind zusammen eher ungewöhnliche Wurzeln. Doch nach und nach orientierte er sich neu und gründete in Siegburg den Boy Record-Store. 1996 zog er dann nach Frankfurt und arbeitete bei Eye Q und Anhang.
In seiner DJ-Karriere legte er nicht nur in den gro§en deutschen Clubs auf, sondern auch in Mexiko, Holland, Frankreich und sogar in Afganistan. Auf letzteres Land kann wohl sonst niemand als Auflegestation zurückblicken.

Enrique Barrera:
Der 28-jährige in Amsterdam geborene Spanier kam 1992 durch die Technobewegung nach Frankfurt. In seiner Jugend war Enrique B-Boy und gründete eine eigene Breakdance-Formation. Bei einigen Wettbewerben waren er und seine Mittänzer ziemlich erfolgreich. Seit 1984 war er als DJ in Spanien und Portugal unterwegs. 1991 kam er nach Deutschland und gründete schließlich in FFM das Projekt "Vacuum", das einige Veranstaltungen organisierte. 1996 war Enrique Resident im Frankfurter Club Tunnel und ging Ende 1997 zu Synchronicity Music. Seinen Stil bezeichnet er selbst als "progressive und avantgarde Electro", obwohl seine Sets auch housige und technoide Einflüsse erkennen lassen. Allein diese Stil-Mixtur macht ihn interessant.

Syncronicity Logo

Soweit unser Ausflug in die Stadt der Synchronie. Wie Ihr seht, kann man noch viel von Synchronicity erwarten. Der Einfluß von Eye Q Records ist nicht zu übersehen. Bleibt nur zu hoffen, daß es ihnen nicht auch so ergeht wie Eye Q Ende ´97. Wir wünschen Synchronicity alles Gute.


(cawi)

 




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