Der Boom des Digital-Recording beginnt so langsam und so wollen auch
wir Euch die entsprechende Soft- und Hardware nicht vorenthalten.
Diesmal dreht sich alles das "Audiowerk8 - Home Studio Kit" von
Emagic. Der Clou bei "Audiowerk8 - Home Studio Kit" ist, das sowohl
Hard- als auch Software für Mac und PC einsetzbar ist. Es besteht aus
vier Komponenten: der Audiowerk8-Karte, VMR, Logic Audio Discovery 3.0
und ZAP.
AUDIOWERK8:
Die Audiowerk8-Karte hat zwei Eingänge, acht Ausgänge, sowie einen
Stereo Digital Ein- und Ausgang. Die Audiowerk8-Karte ist sehr einfach
zu installieren (zumindest beim Mac, den ich als Testgerät benutzte).
Beim PC müßt Ihr nach dem Einbau noch die Treiber installieren, bevor
Ihr die eigentlichen Programme installiert. Seid Ihr damit fertig,
kann das fröhliche Samplen schon beginnen. Dabei ist die Größe der
Samples nur von Eurer Harddisk begrenzt.
VMR:
Mit dem "Virtual Multitrack Recorder" könnt Ihr Eure Samples
aufnehmen. Der VMR ist im Grunde eine virtuelle Bandmaschine mit acht
Spuren, die Ihr nahezu beliebig editieren könnt. Das Ding funktioniert
eben wie Tape-Deck oder DAT und besitzt die heute für DATs üblichen
Features, sodaß ich mir hier die einzelnen Funktionen spare. Möglich
sind natürlich auch Submixe, falls Ihr alle acht Spuren vollgesampelt
habt. Gesampelt wird auf die Harddisk oder Iomega´s ZIP/JAZ-Medien.
LOGIC AUDIO DISCOVERY 3.0:
Logic Audio Discovery ist der passende Sequenzer zur Audiowerk8-Karte.
Wenn auch Discovery die kleinste Variante aus der "Logic Audio"-Serie
ist, kann man dennoch sehr gut und ausführlich mit ihr arbeiten.
Kostenpflichtige Updates auf höhere Versionen, die dann mehr als acht
Audiokanäle bieten, sind auch möglich. Discovery läßt sich bedienen
wie jeder andere Sequencer auch und ich behaupte mal, daß mit Logic
detailierteres Arbeiten möglich ist. Zudem gibt es noch ein
integriertes virtuelles Mischpult, bei dem Ihr neben anderen Dingen
jedem Kanal zwei Effekte, z.B. Delay, Reverb, etc.. zuweisen könnt. Es
ist auch möglich direkt Audio-Dateien in Discovery zu importieren, die
dann auch in einem Edit-Fenster bearbeitet werden können. Sehr gut ist
in diesem Fenster auch die Funktion "Digital Factory", die nicht nur
viel Spaß bringen kann, sondern auch erkennen läßt wie z.B. Brooklyn
Bounce die tiefe Stimme ihres Frontmanns hingekriegt haben.
Selbstverständlich sind alle üblichen MIDI-Funktionen an Bord, sodaß
es kein Problem ist, MIDI- und Audio-Spuren zusammen spielen zu
lassen. Gerade Vocals lassen sich auf diese Weise wunderbar genau
einbauen.
ZAP/COOL EDIT PRO LE:
Für PC-User hält "Audiowerk8 - Home Studio Kit" "Cool Edit Pro" bereit
- ein Zwei-Kanal-Sample-Editor mit diversen DSP-Effekten. Für
Mac-Besitzer gibt es dafür "ZAP" ("Zero Loss Audio Packer"). ZAP ist -
wie der Name ja verrät - ein Packer für Audio-Datein, der verlustfrei
arbeitet und dennoch auf Eurer Festplatte Platz spart.
FAZIT:
Das einzig Negative sind auf den ersten Blick die Handbücher, die
etwas kurz geraten scheinen. Aber das ist kein Problem, denn ihr
Umfang ist völlig ausreichend, um sich mit Soft- und Hardware zurecht
zu finden. Gerade Cubase-User werden sich mit einem Umstieg schwer tun
(ich bin auch einer davon), aber es könnte sich lohnen. Da sowieso
eine Art Glaubenskrieg zwischen Logic- und Cubase-Usern herrscht, ist
das jedoch eine völlig individuelle Entscheidung. Entscheidend ist,
daß "Audiowerk8 - Home Studio Kit" eine echte Alternative zu "Cubase
VST" ist. Ausprobieren ist angesagt. Es lohnt sich !
(cawi)
Produkt: Audiowerk8 - Home Studio Kit
Hersteller/Vertrieb: Emagic, http://www.emagic.de, info@emagic.de
Systemvoraussetzungen: PowerMac/Performa mit freiem PCI-Steckplatz, min. 16 MB RAM, mind. 601 CPU;
Pentium-60 (90+ empfohlen), Windows 95, 16 MB RAM, freier PCI-Steckplatz
Beide: Harddisk(s) (möglichst SCSI) mit 1.5 MB/s Transferrate und Zugriffszeit unter 15 ms
Preis: ab ca. 1.149,- DM
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