Die Zeit der Straßenparaden hat angefangen. Dementsprechend ist auch
seit kurzer Zeit das Wetter eingestellt. Nachdem wir den 50km Stau bei
Osnabrück geschickt umfahren haben (700km für die Strecke
Dinslaken-Hamburg ist bestimmt neuer Rekord !), waren wir gegen 16:00
Uhr in der Hamburger Innenstadt. Die Parkplatzsuche hat dann nochmal
eine Stunde gedauert (habe ich mir sagen lassen). Egal, noch kurz das
Hotel gemerkt und dann los zur Parade. Die war dann auch relativ
leicht zu finden, immer den Ravern hinterher. Da es immer voller
wurde, konnten wir nur auf dem richtigen Weg sein.
Die ersten Wagen waren schon an uns vorbei gezogen, aber es sollten ja
über 20 werden. Und zu unserer großen Erleichterung war der
Nordcore-Wagen noch (?!?) nicht da. Nachdem wir einige weitere Wagen
über uns ergehen lassen mußten, zeichnete es sich dann langsam ab, es
gab den groß angekündigten Nordcore-Wagen nicht. Warum ? Ich könnte
jetzt ca. 20 verschiedene Antworten auf die Frage wiedergeben, die ich
im Laufe des Tages gehört habe, aber was der wirkliche Grund dafür
war, weiß wohl niemand so genau. Wir machten uns dann enttäuscht auf
den Weg zur Reeperbahn. Würde die angekündigte Party in der Großen
Freiheit 36 wenigstens stattfinden ?
In der Zwischenzeit haben wir uns das angeschaut, was man als Touri in
Hamburg so sehen muß, Reeperbahn, Davidstraße, Herbertstraße und haben
da so diverse Bekanntschaften gemacht. Aber dann haben wir uns
gedacht, investieren wir unser Geld lieber sinnvoll und haben uns eine
Karte für die Nordcore-Party gekauft. Leider waren wir immer noch rin
bißchen früh dran, der Laden füllte sich erst als Norman Bates
auflegte. Er spielte ein klasse Set, das sich langsam aufbaute, um
dann zum Schlup extrem Terror-mäßig zu enden. Kurz nach 1:00 Uhr kam
dann der erste Live-Act, die Tschabos aus FfM. Wie zu erwarten war
dann auch gleich korrekte Atmosphäre im Haus. Die halbe Stunde war
leider viel zu kurz. Danach war ID&T DJ Promo an den Plattentellern,
und wie im Modell (Traumwelt, Anm. der Redaktion) in Essen vor 3
Wochen legten harten und schnellen Hollandstyle auf - kein Happy, Kein
Oldschool, eben Hardcore ! Abgelöst wurde er von DJ Don Demon, den PCP
außer den Tschabos noch am Start hatte. Später in der Nacht gab es
noch zwei Live Acts, Temper Tantrum von IS aus den USA und natürlich
die GMBH. Leider habe ich DJ Ruffneck und DJ Rob nicht mehr
mitbekommen, da wir unseren Bus wieder abgeben mußten. Und da wir ja
nicht wußten, ob wir vielleicht über Berlin oder München nach Hause
fahren, sind wir besser pünktlich losgefahren. Danke auf diesem Weg
noch mal an Bongi, der uns sicher nach Hause gebracht hat. Daß der
Wagen 180 Sachen macht, hätte ich bei dem Nebel echt nicht erwartet.
Zum Abschluß nochmal der Hinweis an alle Veranstalter, macht einen
Hardcore-Wagen in Berlin ! Es werden genug Gabbers da sein, um zu
zeigen, wo der Hammer hängt.
(mj)
|