"Nachdem wir uns solange für ein erweitertes Verständnis von Techno
stark gemacht haben, ist es jetzt auch an uns, die klassische
Definition von Techno neu zu beleuchten: Wir wollen diesmal speziell
die erneuernden und erfrischenden Impulse aufzeigen, die die original
Technokonzepte und -sounds der erweiterten Technowelt geben können,
der Electrosound von Kraftwerk, von Soulsonic Force, Hashim, von
Metroplex und von Egyptian Lover oder auch der elektronische New Wave
von Human League und Cabaret Voltaire, Pyrolator, dem
Weltaufstandsplan, DAF oder Fad Gadget. Diesen Sounds ist unser
diesjähriges Event gewidmet. Deshalb (Save the robots)."
Mit diesen weisen Worten von Westbam in Vertretung aller Members of
Mayday wurde dieses Jahr zum traditionellen Event eingeladen und die
Leute kamen in Scharen zu den Westfalenhallen gepilgert, wo Lexy
(Mitproduzent und DJ in Hardy´s Gesellschaft) das Eröffnungsset in der
großen Halle spielen durfte. Nach ihm mixte DJ Zzino vom Label Re:Load
aus Belgien eine gute Stunde; er ist ebenso wie Lexy noch recht neu im
Business, ist der Mayday jedoch in jedem Fall gewachsen.
Als ersten Live-Act des Abends durften sich die Besucher auf die
Mayday-erfahrene blonde Acid-Quenn Miss Djax freuen. 20 Minuten zeigte
sie ihren ersten Live-Act ever und blieb ihrem klassischem Acid-Stil
bis auf ein paar Break Bites treu. Ebenso ein guter Live-Act an diesem
Abend waren natürlich Hardfloor, die bieden großen alten Herren melden
sich zurück. Nach ihnen gab sich Hardy Hard die Ehre und präsentierte
seine neue Single. Nicht nur der Name und der Musikstil scheinen sich
geändert zu haben, der sonst für alles bereit gewesene Hardsequencer
scheint erwachsener geworden zu sein und möchte mit seinem alten-neuen
Namen seine musikalische Stilbreite etwas vergrößern und zeigen was
sonst noch in ihm steckt. Von guten Live-Acts wurde an diesem Abend
nicht zu wenig geboten, so war Green Velvet wohl der am spannendsten
erwartete Act des Abends. Doch das Warten hatte sich gelohnt.
In der Area 2 wurde Drum´n´Bass gespielt u.a. von den Eins-Live-DJ´s
Irlinger & Sänger. Ich jedoch hielt es erst ab 1:00 Uhr für
interessant die Halle zu betreten. Appollo spielten 2 Stunden ein
spitzen Set und Bryan Gee, sowie der bereits von letzten Jar bekannte
Bassface Sascha führten die Künste bis um 7:00 Uhr morgens fort.
In Area 1 zurück gab es noch DJ Assault sowie Westbam, der wie immer
von allen Leuten bejubelt wurde, zu hören. Bevor es dann um 2:30 Uhr
die Members of Mayday live ... und nur hier zu sehen und zu hören gab.
Dazu gibt es wohl nicht viel zu schreiben... alles wie sonst auch, die
Leute jubelten und stürmten zur Bühne. Am lautesten wurde es jedoch
als die letzte Mayday Hymne "Sonic Empire" gespielt wurde.
Herausragend in der Area 1 war wohl noch Mr. X und Mr. Y live in den
frühen Morgenstunden. Herausragend schlecht war auf jeden Fall Marc
Spoon, der trotz des Namens an diesem Abend niemandem vom Hocker
reissen konnte.
Ebenso die House-Area (3) konnte auch nicht jeden so begeistern,
interessant waren zwar Karl "tuff enuff" Brown sowie Christopher Just
und der Berliner Woody. Jedoch für große Überraschungen konnten auch
sie nicht sorgen. Überraschend gut waren wohl noch die Sets von Andry
Nalin und Tom Novy, der bis um 10:00 Uhr die bis dahin für die Uhrzeit
immer noch recht volle Halle mit Musik der Spitzenklasse versorgte.
(mk)
|