HousePool® Ausgabe 09 - Oktober/November 1996

10 Jahre Myrdin Music


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10 Jahre Myrdin Music

Da soll doch mal einer was gegen Gratis-Einladungen sagen. Was fand sich doch da plötzlich in unserer Redaktion: eine altbekannte Location mit einer Sonder-(Neu-)Eröffnung - der Glaspalast in Dinslaken. Nach längerer umfangreicher Umbauarbeit öffnete die vormals eher als Mainstream-Disko (in der ganz früher mal recht geile Atmosphäre herrschte) bekannte Location mit völlig neuer gelungener Deko. Besonders der Meyer´s Palace genannte große Club brachte ein edles Ambiente rüber. Man kam sich fast wie auf einem Ball vor, nur mit besserer Musik ! Womit wir auch beim Line-Up wären: Alles was irgendwie mit Myrdin Music zu tun hatte und natürlich alle die jemanls etwas dort released hatten waren da: Ricardo de Tornato, Jam X, Rodriguez, Sash, KK Project, Steve Baltes, Jaspa Jones, Bruce Wayne, Pay Jay, Bossi und Fräggel. Sowie als Special DJ´s Jean-Paul De Coster, Alain Faber und DJ Balloon. Als besonderes Schmankerl war auch noch ein Live-Act vertreten, der eigentlich zu Unrecht am Ende dieser Aufzählung steht. Natural Born Grooves waren da und boten eine recht ungewöhnliche, sehr experimentelle Performance, die ständig zwischen HipHop, Trance, Experimental, Ambient, Techno und Electronic im Allgemeinen hin- und hersprang. Doch was sollen diese Schubladen, es war einfach grandios, obwohl man ein erstauntes bzw. teilweise gar entsetztes Publikum sah - mich eingeschlossen - die teilweise rasch den Raum verliesen, da NBG mit HipHop/Jungle Crossover anfingen (wer mich kennt, weiß, daß ich das gar nicht so toll mag). Aber nachdem ich nach wenigen Minuten nach einen kurzen Trip durch die Locations wieder in den Palace zu NBG zurückkehrte, ging es langsam mit mir durch. NBG´s Performance wirkte spaltend: man war begeistert oder man haßte es - teilweise sprang man auch von einem Extrem ins andere - langwirkend war es aber toll, obwohl die Crowd auf dem Floor teilweise überfordert war - ohne Bassline scheint es bei den meisten nicht zu klappen. Trotzdem war einer der beeindruckensten Live-Acts seit langem. Großes Lob dafür, egal, ob es jetzt DAT war oder nicht - das Feeling kam rüber, wohl auch durch den Einsatz eines MC. Gut, kommen wir noch kurz zu den DJ´s und deren Sets. Wir bleiben leider mal wieder nicht bis zum Ende, da das ganze Spektakel leider auf einen Dienstag fiel, aber soweit ich mich erinnern konnte waren Rodriguez, die Herren Baltes & Jones recht gut. Bruce Wayne brachte den Leuten House näher, klasse Set von Ihm. Tja, dann waren da noch die Special-Guests in Form von De Coster und Faber. Naja, war nicht gerade berauschend, was die beiden boten, aber man kann nicht alles haben. (cm)


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