HousePool® Ausgabe 07 - Juni/Juli 1996

Zukunft von Techno


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Zur Zukunft von Techno
(oder: Hat Tekkno noch eine Zukunft ? )

Als Techno entstand, war es eine experimentelle neue Stilrichtung, welche möglich wurde, durch das Entstehen neuer Techniken. Die Produktionsweise dieser Musik unterschied sich grundlegend von den herkömmlichen Arten der Produktionen von Rock, Soul, Blues, Jazz und ähnlichen Stilarten. Durch die einfache Handhabung der Instrumente und Maschinen konnte nun jeder Musik produzieren und neue Stilarten entwickeln, ohne daß man ein Instrument beherrschen mußte oder jemals eine Note auf die "alte" Art geschrieben zu haben. Man mußte nicht mehr mit einer Band in einem dunklen Heizungskeller üben, um Musik zu machen, sondern man konnte alleine zu Hause im Studio arbeiten und mit Hilfe von Sequenzerprogramm, Synthezizer, Sampler und Mischpult anständige Musik machen. Dank diesen technischen Innovationen brauchte man nur kurze Zeit und kein teures Equipment mehr, um Tracks zu produzieren und zu veröffentlichen, wodurch den Plattenfirmen der Einfluß genommen wurde. Nun ist Techno schon über 10 Jahre alt und es wurden seitdem viele Unterarten der Musikstile House und Techno entwickelt. Man kann sich kaum vorstellen, daß noch etwas revolutionär Neues entstehen kann. Auch neue Technologien (wie zum Beispiel die neuen Synthese- Projekte von Korg-> Oasys, Yamaha-> VL-1/VL-7 , Clavia-> Nord Lead und Waldorf-> Wave) werden kaum den nötigen Kreativitätsschub bringen, um etwas wahnsinnig Neues entstehen zu lassen. Tekkno ist nun bereits seit sehr langer Zeit unglaublich erfolgreich, wobei vieles verkommerzialisiert und breitgetreten wurde. Musikalisch ist es tödlich, sich auf den alten Ideen auszuruhen, da hier die Gefahr besteht, daß man sich irgendwann nur noch selber kopiert und immer wieder das selbe Schema auftaucht. Das einzig Positive, das entstehen könnte, wären höchstens ein paar Revivals. Gerade jetzt werden gute Konzepte, energischer Einsatz und mehr Experimente benötigt, um diese Musikart am leben zu erhalten. Es gilt nun neue Wege zu finden, um eine relativ neue Musikform weiter zu entwickeln und die Kultur weiter auszubauen. Ihr seit diejenigen, die Techno leben lassen, also bewegt eure dicken Är...., ich meine Popos und tut etwas. Lang lebe Techno! (dm)
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