@DATABASE 0047
@(C) "Copyright © 1992-1996 Cloanto Italia srl"
@REM Cloanto Personal Paint 7 CD-ROM
@FONT topaz.font 8
@WIDTH 74

@NODE Main "Personal Paint 7 - 9. Das Voreinstellungen-Menü"
@TOC PPaintCD/OO00/Main

@{B}9.         Das Voreinstellungen-Menü@{UB}

Alle in diesem Kapitel beschriebenen Funktionen dienen zur Veränderung der
Programm- und Umgebungsparameter (-einstellungen). Erstere betreffen das
gesamte Programm, letztere können für jedes der beiden Bilder
unterschiedlich sein (Abschnitt @{"4.8" LINK PPaintCD/0049/Main 1253}).


@{B}9.1        Voreinstellungen laden@{UB}

Die meisten Einstellungen von Personal Paint lassen sich in einer Datei
abspeichern. Dazu gehören solche, die in anderen Menüs oder Dialogfenstern
ausgewählt worden sind (Druckoptionen, Bildschirm- und Bildgröße, usw.)

Zum Laden der gewünschten Datei wird das schon in Abschnitt @{"3.4" LINK PPaintCD/0017/Main 1409}
behandelte Standard-Dateiauswahlfenster verwendet. Standardmäßig werden
Parameter im Verzeichnis "PPaint_Prefs" des logischen Gerätes "PPaint:"
gespeichert.

Wie schon in den Abschnitten @{"1.14" LINK PPaintCD/0002/Main 1422} und @{"4.8" LINK PPaintCD/0049/Main 1253} beschrieben, verfügt Personal
Paint über zwei unabhängige Umgebungen, von denen jede eine eigene Gruppe
von (meist bildspezifischen) Einstellungen besitzt. Im Gegensatz dazu
werden die Programmeinstellungen für beide Umgebungen verwendet. Wenn also
eine Parameterdatei geladen wird, beeinflußt diese die in beiden
Umgebungen verwendeten Programmeinstellungen, aber nur die
Umgebungseinstellungen der aktuellen Umgebung. Wenn in einer einzigen
Parameterdatei einige Umgebungseinstellungen vorhanden sind, die in beiden
Umgebungen benutzt werden sollen, so muß diese Datei zweimal (einmal für
jede Umgebung) geladen werden. Grundeinstellungen für die beiden
Umgebungen befinden sich in den Dateien "Startup_1.Set", "Startup_2.Set"
und "Startup_A.Set" im Verzeichnis "PPaint:PPaint_Prefs". Beim
Programmstart versucht Personal Paint automatisch, diese Dateien zu laden.
Die Datei "Startup_A.Set" wird grundsätzlich bei der Diskkonfiguration
(Abschnitt @{"1.12" LINK PPaintCD/0002/Main 1241}) angelegt und enthält einige Programmeinstellungen.

Eine Parameterdatei kann Einstellungen für die Benutzeroberfläche, für
Seiten- und Druckerdaten eines bestimmten Druckertyps, für den
Bildschirmmodus oder auch lediglich einen Verweis auf eine bestimmte
Palette enthalten (wenn in einer der "Startup"-Dateien eine Palette
enthalten ist, wird diese zur Standardpalette gemacht).

Bei Personal Paint ist die Anzahl der in einer Parameterdatei enthaltenen
Einstellungen weder nach oben noch nach unten begrenzt. Wenn die geladene
Datei nur einige Zuweisungen enthält, werden nur die dadurch betroffenen
Einstellungen modifiziert. Andere Programm- oder Umgebungsparameter
bleiben unverändert.

Es ist häufig sinnvoll, nur einen ausgewählten Teil der in einer
Parameterdatei enthaltenen Einstellungen zu verwenden. Wenn eine Datei z.
B. Definitionen für Bildfarben, Lautstärke, Seitenlayout und
Bildbearbeitungsfunktionen enthält, aber nur die letzten beiden geladen
werden sollen, müssen die Parameter zunächst einmal "gefiltert" werden.
Nachdem die Datei über das Dateiauswahlfenster angewählt und geladen
wurde, erscheint aus diesem Grunde ein zweites Dialogfenster, in dem die
gewünschten Parameter ausgewählt oder gelöscht werden können.

Das Dialogfenster enthält eine normale Dateiliste, in der alle Zeilen der
geladenen Datei aufgeführt sind. Ein Häkchen vor jeder Zeile zeigt an, ob
diese (und die in ihr enthaltenen Parameter) aktiviert werden sollen oder
nicht. Die Parameter in Zeilen, denen ein Häkchen voransteht, werden
verändert. Durch wiederholtes Anklicken des Häkchensymbols wird dieses
ein- oder ausgeschaltet. Die Symbole mit der Aufschrift "Alle" und "Keine"
können zur Aktivierung/Deaktivierung aller Parameter auf einmal benutzt
werden.

Es werden nur diejenigen Parameter gelesen, die in einer Zeile stehen, der
ein Häkchen vorangestellt ist; alle anderen Einstellungen werden
ignoriert. Dies erlaubt, nur ausgewählte Einstellungen einer Datei zu
laden, ohne dabei zwangsläufig andere zu beeinflussen.

Eine Parameterdatei darf sowohl Leerzeilen als auch Kommentarzeilen (mit
vorangestelltem Semikolon ";") enthalten. Diese werden vom Programm
grundsätzlich ignoriert.

Wenn beim Laden der gewünschten Parameterdatei ein Fehler auftreten sollte
oder das Anwenden der neuen Einstellungen aus bestimmten Gründen nicht
möglich ist (z. B. nicht genug Chip RAM für die gewünschte
Bildschirmauflösung), so werden alle Parameter ignoriert und es wird
stattdessen eine Fehlermeldung ausgegeben. Syntaxfehler sind bei einer von
Personal Paint erstellten Datei eher unwahrscheinlich, können aber bei von
Hand erstellten Dateien durchaus vorkommen. Die möglichen Fehlermeldungen
erläutert Anhang @{"A" LINK PPaintCD/0045/Main 1}.


@{B}9.2        Voreinstellungen speichern@{UB}

Hierbei handelt es sich um das Gegenteil von "Voreinstellungen laden". Die
Einstellungen für Programm und aktuelle Umgebung können in einer Datei
gespeichert und bei Bedarf später wieder geladen werden.

Zunächst wird ein Dateiauswahlfenster angezeigt, das der Auswahl der zu
speichernden Parameter dient. Standardmäßig sind in der Datei alle
Programm- und Umgebungseinstellungen enthalten. Wie in Abschnitt @{"9.1" LINK Main 9}
erläutert, können die Häkchensymbole auf der linken Seite durch einen
Mausklick auf die Zeile ein- oder ausgeschaltet werden. Es werden nur
diejenigen Parameter in die Datei geschrieben, die mit einem Häkchen
versehen sind.

Grundsätzlich gilt: Alle Einstellungen, die für den Zweck der zu
speichernden Parameterdatei keine Bedeutung haben, sind zu deaktivieren.
So sollte eine Datei, die hauptsächlich zum Laden von interessanten
Bildbearbeitungsfunktionen dient, beispielsweise keine zusätzlichen
Drucker-, oder Audioeinstellungen enthalten. Dies erleichtert die spätere
Verwendung dieser Dateien für andere Projekte beträchtlich.

Bei der Erstellung einer "Startup"-Datei genügt es, nur eine der beiden
Dateien mit den Programmeinstellungen zu versehen (normalerweise
"Startup_1"). Beim Laden von Personal Paint werden die Startdateien
(soweit vorhanden) in dieser Reihenfolge gelesen: "Startup_A", "Startup_2"
und "Startup_1". Sollte es einmal vorkommen, daß eine Einstellung zweimal
(unterschiedlich) definiert ist, wird die zuletzt gelesene übernommen.

Wo und unter welchem Namen die Datei abgespeichert werden soll, wird mit
dem Standard-Dateiauswahlfenster (Abschnitt @{"3.4" LINK PPaintCD/0017/Main 1409}) bestimmt. Wie in
Abschnitt @{"9.9.4" LINK Main 546} bemerkt, kann eine Fehlermeldung ausgegeben werden, wenn
mit der neuen Datei eine alte gleichen Namens überschrieben würde.

Eine Parameterdatei liegt grundsätzlich im normalen ASCII-Format vor. Wenn
Personal Paint eine solche Datei abspeichert, wird - der besseren
Lesbarkeit halber - nur eine Mindestanzahl von Kommentaren, Leerzeichen
und Leerzeilen verwendet. Kommentare, zusätzliche Leerzeichen und
Leerzeilen werden entfernt, wenn eine Parameterdatei mit Personal Paint
geladen und später wieder gespeichert wird, die mit einer Textverarbeitung
oder einem Texteditor erstellt wurde. Kleinbuchstaben in Variablennamen
werden in Großbuchstaben umgewandelt.

Bei der manuellen Erstellung einer Parameterdatei sind einige Syntaxregeln
zu beachten. So muß jede Datei mit der Zeile "PPAINT SETTINGS" beginnen.
Optionalen Kommentaren von maximal einer Zeile Länge muß ein Semikolon
voranstehen. Als Trennzeichen sind sowohl horizontale Tabulatorzeichen als
auch Leerzeichen (ASCII Dezimalcodes 9 und 32) erlaubt. Nützliche
Informationen sind sowohl in den vorhandenen Parameterdateien als auch in
Anhang @{"C" LINK PPaintCD/0044/Main 1} zu finden.


@{B}9.3        Speicherverwaltung
@{UB}
Wenn Ihr Rechner mit einer unbegrenzten Speichermenge ausgestattet wäre,
würde dieses Dialogfenster vermutlich seine Existenzberechtigung
verlieren. Tatsache ist jedoch, daß RAM ein wertvolles Gut darstellt,
dessen optimale Nutzung häufig zu Kompromissen zwingt. In diesem
Dialogfenster läßt sich Personal Paint den unterschiedlichen
Konfigurationen und Erfordernissen des Benutzers anpassen.


@{B}9.3.1      Virtueller Speicher@{UB}

Das Einstellfenster für den virtuellen Speicher erreichen Sie über das
"Voreinstellungen"-Menü. Hier läßt sich einstellen, ob virtueller Speicher
im RAM und/oder auf Disk verwendet erzeugt werden soll und wieviel
Speicher Personal Paint auf den betreffenden Laufwerken in jedem Fall noch
freilassen soll. Beachten Sie, daß die voreingestellten Werte im
Normalfall nicht verändert werden müssen. Außerdem ist es eine sinnvolle
Gewohnheit, Laufwerke nicht bis zum letzten Bit mit virtuellem Speicher zu
beschreiben.

Für virtuellen Speicher stehen zwei Laufwerkstypen zur Verfügung: RAM und
Disk (d. h. Fest- oder Wechselplatte). Das RAM ist üblicherweise erheblich
schneller (aber knapper bemessen), während besonders die schnelleren
Festplattentypen einen guten Kompromiß zwischen Speicherplatz und
Geschwindigkeit darstellen. Selbst ein virtueller Speicher auf Diskette
hat jedoch seine Berechtigung: Jede Operation, die zwangsweise auf
virtuellen Speicher angewiesen ist, würde ohne dessen Vorhandensein
unweigerlich fehlschlagen. Es ist daher gut, daß diese Funktion immer
vorhanden ist - selbst bei kleinen Systemen.

Personal Paint versucht zunächst immer, das vorhandene RAM auszunutzen.
Obwohl der RAM-Speicherpfad (und das Laufwerk, z. B. "RAM", "RAD" oder
"VD0") benutzerdefinierbar sind, geht das Programm davon aus, daß Fast RAM
zur Verfügung steht; in verschiedenen Fällen ist dies auch unbedingt
erforderlich, allerdings hängt das exakte Verhalten vom verwendeten
RAM-Laufwerk ab: "RAM" erfordert Fast RAM, "RAD" dagegen nicht (da dessen
Größe nicht, wie bei anderen Laufwerken, dynamisch ist). Andernfalls wird
der virtuelle Speicher auf Disk erzeugt.

Virtueller Speicher wird immer nur dann verwendet, wenn
"Speicherknappheit" auftritt. In einem solchen Fall wird ein
"Aufräumprozeß" gestartet, um nur die aktuellsten Daten im Chip RAM zu
halten und die weniger oft benötigten auf Disk auszulagern (sofern diese
im Fast RAM keinen Platz mehr finden). Sobald ein im virtuellen Speicher
abgelegtes Objekt dann wieder benötigt wird, lagert Personal Paint es
wieder ins Chip RAM aus.

Personal Paint speichert Elemente im virtuellen Speicher in speziellen
Dateien, die gelöscht werden, sobald sie nicht mehr benötigt werden oder
wenn das Programm verlassen wird. Diese Dateien werden durch das Suffix
".vmem" gekennzeichnet. Sollte der Rechner einmal aus irgendeinem Grunde
neu gestartet werden, während Personal Paint noch läuft (z. B. wegen eines
Stromausfalls oder Absturzes), werden diese Dateien beim nächsten
Programmstart gelöscht. Solche Speicherdateien können durchaus nur sehr
klein sein, aber auch problemlos eine Größe von mehreren hundert Kbyte
oder Mbyte erreichen (wenn dies nicht der Fall wäre, hätte virtueller
Speicher ja ohnehin kaum eine Berechtigung).

Bei der Auswahl des Speichergerätes für den virtuellen Speicher geht
Personal Paint davon aus, daß RAM immer schneller ist als irgendeine Disk
im System und virtueller Speicher nicht für Objekte benutzt wird, die
erneut verwendet werden sollen (zumindest werden diese Objekte bevorzugt
im RAM statt auf Disk abgelegt). Zusammenfassend läßt sich sagen, daß das
Programm versucht, die kombinierte Verwendung aller Ressourcen des Systems
zu optimieren, um auf die häufiger benutzten Objekte möglichst schnell
zugreifen zu können.

Obwohl virtueller Speicher besonders zur Senkung des Chip RAM-Verbrauchs
dienen kann, verarbeitet er auch die normalerweise im Fast RAM
gespeicherten Objekte (z. B. Einzelbilder einer Animation, die vor oder
hinter dem aktuellen liegen). So befindet sich auch der Undo-Puffer des
Storyboards im virtuellen Speicher; daraus folgt, daß bei ausgeschaltetem
oder zu geringem virtuellen Speicher eine Veränderung am Storyboard nicht
widerrufen werden kann.

Grundsätzlich gilt, daß der Computer mit virtuellem Festplattenspeicher
nicht so "frei atmet" wie mit virtuellem Speicher im Fast RAM. Daher ist
es außer in Fällen, in denen die Festplatte fast immer ganz voll ist und
trotzdem noch von Zeit zu Zeit große Dateien verarbeitet werden müssen,
meist sinnvoll, im RAM mehr Speicher zuzuweisen als auf der Festplatte.
Bei einem bezüglich seiner Geschwindigkeit stark Ram-abhängigen
Multiaskingsystem wie dem Amiga kann es oft sinnvoller sein, RAM
freizugeben, als freien Speicher auf der Festplatte zu schaffen.


@{B}9.3.2      Undo-Stufen@{UB}

Der Puffer für die einzelnen Undo-Stufen zeichnet alle Veränderungen auf,
die am aktuellen Bild und an dessen Farbpalette vorgenommen worden sind.
Obwohl Personal Paint dabei recht "intelligent" vorgeht, kann dieser
Vorgang sehr viel Speicher benötigen. Darüber hinaus besteht normalerweise
auch keine Notwendigkeit, übermäßig weit zurückliegende Arbeitsschritte zu
speichern.

Die maximale Anzahl von zu speichernden Veränderungen und die maximal für
den Undo-Puffer verfügbare Speichermenge lassen sich mit Hilfe zweier
Programmparameter einstellen. Sobald die festgelegten Grenzen
überschritten werden, löscht Personal Paint die am weitesten
zurückliegenden Zustände.

Unabhängig von diesen Einstellungen versucht Personal Paint grundsätzlich,
zumindest die letzte Undo-/Redo-Aktion zu speichern.


@{B}9.3.3      Schließen des Workbench-Bildschirms@{UB}

In bestimmten extrem speicherkritischen Situationen versucht Personal
Paint möglicherweise, den Workbench-Bildschirm zu schließen, um dringend
benötigten RAM-Speicher freizumachen (Chip oder Fast, abhängig von den
Speichererfordernissen und dem aktuellen Anzeigetyp). Obwohl normalerweise
nichts gegen dieses Verfahren spricht, kann Personal Paint so programmiert
werden, daß der Workbench-Bildschirm nicht automatisch geschlossen wird.

Einmal geschlossen, läßt sich der Workbench-Bildschirm jederzeit manuell
wieder öffnen (Abschnitt @{"9.15" LINK Main 961}). Darüber hinaus wird er automatisch wieder
geöffnet, sobald Personal Paint verlassen wird.


@{B}9.4        Schlüssel ändern@{UB}

Die Bedeutung und Verwendung des Verschlüsselungswertes in bezug auf das
Laden und Speichern von Bildern sind in den Abschnitten @{"4.1" LINK PPaintCD/0049/Main 10} und @{"4.2" LINK PPaintCD/0049/Main 124}
beschrieben.

Dieses Dialogfenter dient zum Einstellen und Verändern des
Verschlüsselungswertes. Der zuletzt eingetragene Schlüssel bleibt solange
(verschlüsselt) gespeichert, bis ein neuer festgelegt oder Personal Paint
beendet wird. Außerdem wird der Verschlüsselungswert immer dann gelöscht,
wenn das Dialogfenster zum Eingeben des Wertes aufgerufen wird. Dieses
Dialogfenster kann sowohl zum Eingeben eines neuen Verschlüsselungswertes
als auch zum schnellen Löschen eines alten verwendet werden.

In der Eingabezeile des Dialogfensters sind immer nur zwei Zeichen
gleichzeitig sichtbar, was verhindert, daß eine Person schon bei
flüchtigem Hinsehen den vollständigen Verschlüsselungswert ablesen kann.
Außerdem werden Groß- und Kleinbuchstaben unterschiedlich behandelt (d. h.
"Schlüssel" ist nicht gleich "schlüssel"). Die maximale Länge des
Verschlüsselungswertes beträgt 49 Zeichen.

Wenn unmittelbar nach dem Aufruf des Dialogfensters das "Weiter"- Symbol
angeklickt wird, wird kein Verschlüsselungswert im Speicher des Computers
abgelegt. Da kein "Abbruch"-Symbol existiert, kann ein vorher
eingetragener Schlüssel nicht wiederverwendet werden. Ausnahme: Er wird
erneut in die Eingabezeile eingetragen.

Sobald ein Verschlüsselungswert eingetragen worden ist, erscheint ein
zweites Dialogfenster, welches zur erneuten Eingabe des Wertes auffordert.
Dadurch wird verhindert, daß ein Bild mit einem unerwünschten (weil
unbeabsichtigt falsch geschriebenen) Verschlüsselungswert abgespeichert
wird und dann später mit dem vermeintlich korrekten Wert nicht mehr
geladen werden kann. Unterscheidet sich der Kontrollwert vom zuerst
eingegebenen, so wird eine Fehlermeldung ausgegeben.

Die Textverarbeitung Personal Write aus dem Hause Cloanto genießt unter
anderem auch wegen der eingebauten Verschlüsselungsfunktion Anerkennung
und wird vielerorts zum Schutz privater Informationen und wichtiger
Verschlußsachen verwendet. Die Kombination der Verschlüsselungsfunktion
von Personal Paint mit einem der neuen Amiga-Modelle (die durch ihre
256-Farben-Bildschirmmodi über fast fotorealistische Grafikfähigkeiten
verfügen) und einem preiswerten Farbscanner kann nun den gleichen Schutz
für Bilder bieten. Vertrauliche Sofortbilder, Dokumente und andere
Verschlußsachen können nun nach der digitalen Verschlüsselung vernichtet
oder an einem sehr sicheren Platz untergebracht werden.


@{B}9.5        Tonausgabe@{UB}

Die Tonausgabe von Personal Paint besteht aus den verschiedenen
Tonsignalen, die bei der Auswahl unterschiedlicher Funktionen ausgegeben
werden und erfolgt in Stereo. Dies bedeutet, daß alle Tonsignale auf den
beiden Tonkanälen mehr oder weniger unterschiedlich dargestellt werden.

Die Lautstärke von Fehler- und Aktionstonsignalen kann mit Hilfe zweier
Schieberegler eingestellt werden. Die Aktionstonsignale werden ausgegeben,
sobald eine Taste gedrückt oder ein Symbol, bzw. ein Menüpunkt, ausgewählt
wird. Bei allen anderen Tonsignalen handelt es sich um Fehler- (oder
Warn-) Signale.

Die Zahl rechts vom entsprechenden Schieberegler zeigt die aktuelle
Lautstärke an. Diese kann im Bereich von 0 bis 64 liegen. Standardmäßig
werden Fehlertonsignale lauter ausgegeben als die übrigen Signale.

Wie in den Abschnitten @{"1.11" LINK PPaintCD/0002/Main 1168} ("Laden von Personal Paint") und @{"1.13" LINK PPaintCD/0002/Main 1361}
("Installation von Personal Paint") erläutert, funktioniert die Tonausgabe
nur dann, wenn Personal Paint das Modul "CloantoAudio" aktivieren konnte.
Wenn die Option für die akustischen Rückmeldungen nicht aktiviert wurde
und kein anderes Programm das Audiomodul benutzt, verbraucht
"CloantoAudio" kein RAM.


@{B}9.6        Koordinaten@{UB}

Mit Hilfe dieser Optionen wird die Anzeige der Mauszeigerkoordinaten in
der Titelleiste aktiviert. Der Ursprung (entweder 0:0 oder 1:1, abhängig
vom gewählten Untermenüpunkt) liegt immer in der linken oberen
Bildschirmecke.

Absolute Koordinaten (d. h. "normale" Werte, von der linken oberen
Bildschirmecke aus betrachtet) sind durch einen doppelten Pfeil
gekennzeichnet, wohingegen relativen ein einfacher Pfeil vorangestellt
ist. Dieser gibt außerdem die Richtung des Zeigers vom Ursprung aus (z. B.
bei der Definition eines Pinsel) an.

Jede der beiden Umgebungen kann mit eigenen Koordinateneinstellungen
versehen werden.


@{B}9.7        Farbenreduzierung@{UB}

Unter diesen Begriff versteht man einen Vorgang, bei dem ein Bild in ein
zweites verwandelt wird, welches über eine Palette mit weniger Farben
verfügt. Dazu muß entschieden werden, wie die Farben des Originals am
besten mit der neuen Palette darzustellen sind. Durch die Neuverteilung
von Farben mit Hilfe von Verfahren wie Rasterung und Fehlerverteilung
(Abschnitt @{"9.8" LINK Main 396}) kann in vielen Fällen die Standardpalette von Personal
Paint zur Nachbildung der Originalfarben eingesetzt werden. Trotzdem
werden durch geschickte Auswahl von Farben der Originalpalette meist
bessere Ergebnisse erzielt. Die zur Verfügung stehenden Optionen werden in
den folgenden Unterabschnitten erläutert.

Nach der Auswahl der neuen Farben kann das Erscheinungsbild des
farbenreduzierten Bildes durch ein passendes Verfahren zur
Farbneuverteilung (Abschnitt @{"9.8" LINK Main 396}) vielfach noch verbessert werden.
Kompatibilität von Farbpaletten, Farbenreduzierung und Farbneuverteilung
bei Amiga-Modellen mit Advanced Architecture- (AA-) Chipset werden in
Abschnitt @{"11.4" LINK PPaintCD/0046/Main 321} diskutiert.


@{B}9.7.1      Quantitativ@{UB}

Bei der Entscheidung, welche Farben der Originalpalette auch für das neue
Bild verwendet werden sollten, wird bei diesem Farbauswahlverfahren
denjenigen Farben der Vorzug gegeben, die am häufigsten vorkommen. Dazu
wird eine neue Palette erstellt, die ausschließlich die im Originalbild am
meisten vorkommenden Farben enthält, d. h. die neuen Farben sind eine
Untergruppe der Originalfarben.

Dieses Verfahren eignet sich besonders für Bilder, die viele verschiedene
Schattierungen der gleichen Farbe besitzen (Abschnitt @{"8.1.3.2" LINK PPaintCD/0016/Main 137}), wie
Graustufenbilder oder solche, die auf einer Rasterung zweier Farben
basieren (wie es z. B. bei vielen Banknoten der Fall ist).


@{B}9.7.2      Qualitativ@{UB}

Die qualitative Methode zur Farbenreduzierung legt mehr Gewicht auf
diejenigen Farben, für die in der Palette kein ähnlicher Farbton vorhanden
ist (und die daher unter Verwendung anderer Farben nur ungenügend
darstellbar wären). Dieses Verfahren versucht, die Farbenvielfalt zu
erhalten, dabei aber den Verlust von Farbtoninformationen zu begrenzen.

Die Anwendung dieses Verfahrens kann die Erzeugung verschiedener, vorher
noch nicht vorhandener Farbtöne zur Folge haben, die das Ergebnis eines
Mischvorgangs mehrer Farben der Originalfarbe in eine Zielfarbe sind.

Die qualitative Methode eignet sich besonders für Bilder mit vielen
unterschiedlichen Farben, wie digitalisierte Fotos oder Computergrafiken.


@{B}9.8        Farbneuberechnung@{UB}

Hierbei handelt es sich um einen Prozeß, der bei der Berechnung eines
farbigen Bereiches in einer neuen Umgebung (in der die Originalfarbe evtl.
fehlt) stattfindet. Die einfachste Lösung wäre in diesem Fall, die der
Originalfarbe am nächsten liegende Farbe zu benutzen. Andere Techniken
kombinieren die vorhandenen Farben auf verschiedene Arten, um die
Originalfarben nachzubilden.

Das Programm kann nach einer Farbenreduzierung automatisch eine
Farbneuberechnung durchführen, wenn ein Bild geladen oder farbenreduziert
wird. Dabei wird die vom Farbenreduzierungsalgorithmus erzeugte Palette
durch das Verfahren zur Farbneuberechnung nicht beeinflußt. Daraus folgt,
daß das gleiche Bild, auch wenn es mit Hilfe verschiedener Methoden neu
berechnet wurde, immer die gleiche Farbpalette besitzt. Dies kann sich
besonders dann als nützlich erweisen, wenn verschiedene Bilder mit der
gleichen Ausgangspalette (aber evtl. auf verschiedene Art und Weise neu
berechnet) auf der gleichen Seite kombiniert werden sollen.


@{B}9.8.1      Einfach@{UB}

Dies ist das einfachste (und schnellste) Verfahren zur Neuberechnung.
Dort, wo in der neuen Umgebung keine Farbe zur Repräsentation einer alten
vorhanden ist, wird die nächstliegende, existierende Farbe verwendet. Die
vorhandenen Bildpunkte werden lediglich mit einer anderen Farbe versehen
(wenn nötig). Die Anordnung der Bildpunkte wird nicht verändert, auch wenn
dadurch Punkte verlorengehen sollten (was der Fall ist, wenn
nebeneinanderliegende Bildpunkte, die ursprünglich verschiedene Farben
besaßen, nach der Neuberechnung die gleiche Farbe haben).

Diese Methode eignet sich hervorragend zur Betrachtung von
256-Farben-Bildern auf Systemen, die eine so große Anzahl von Farben nicht
gleichzeitig darstellen können. Betrachtet man dieses Verfahren unter dem
Aspekt der Qualität, so kann es z. B. dazu eingesetzt werden, ohnehin
schon "künstliche" Farben (wie bei Balkendiagrammen, Histogrammen, usw.)
neu zu berechnen.


@{B}9.8.2      Dithering@{UB}

Diese Option arbeit fast genauso schnell wie eine einfache
Farbneuberechnung, erzielt aber Ergebnisse, die fast an die Qualität von
Floyd-Steinberg heranreichen.

Der Begriff des @{I}Dithering@{UI} weist auf ein Verfahren hin, bei dem bestimmte
Farben (z. B. Orange) durch ein Mischraster aus anderen Farben (z. B. Rot
und Gelb) ersetzt werden. Eine Einführung zum Thema Dithering und Drucken
enthält Abschnitt @{"4.3.2.1" LINK PPaintCD/0049/Main 383}.

Dieses Verfahren eignet sich besonders zur Neuberechnung von Bildern, die
größere Bereiche der gleichen Farbe und einfache Farb- oder Grauübergänge
enthalten. Da das menschliche Auge sehr gute Fähigkeiten zur Erkennung
gleichmäßiger Punktraster besitzt, sieht das Bild aus einige Entfernung
subjektiv besser aus.

Da regelmäßige Punktraster verwendet werden, lassen sich mit dieser Option
bearbeitete Bilder beim Abspeichern in den gängigsten Dateiformaten sehr
gut komprimieren.


@{B}9.8.3      Floyd-Steinberg@{UB}

Beim sog. @{I}Floyd-Steinberg@{UI}-Verfahren handelt es sich um ein
leistungsfähigeres Verfahren zur Rasterung, welches qualitativ
hochwertigere Ergebnisse liefert. Dabei werden bestimmte Techniken zur
Fehlerverteilung angewendet, bei denen Bildpunkte unterschiedlicher Farben
so angeordnet werden, daß das menschliche Auge kein erkennbares Raster
wahrnimmt.

Floyd-Steinberg kann üblicherweise mehr Farben und weichere Übergänge
darstellen als andere Methoden zur Neuberechnung von Farben. Leider
schlägt sich dies häufig in einer stark verlängerten Rechenzeit nieder.

Die Leistungsfähigkeit dieses Verfahrens läßt sich anhand eines Beispiels
verdeutlichen: Es ist interessant, zu beobachten, daß ein 256-Farben-Bild
(320 x 200 Bildpunkte) in hoher Auflösung (640 x 400) mit 16 Farben unter
Verwendung des Floyd-Steinberg-Verfahrens häufig besser aussieht als mit
64 Farben (320 x 200) und einem anderen Neuberechnungsverfahren.


@{B}9.8.4      Beste Qualität@{UB}

Diese Option aktiviert eine Auswahl professioneller Methoden zur
Farbneuberechnung. Diese sind zwar langsamer als die voreingestellten
Werte, doch sie beruhen auf modernste Fehlerverteilungsalgorithmen, die
normalerweise nur im professionellen Bereich üblich sind.

Ist diese Option nicht aktiviert, kann weitere Geschwindigkeit
hinzugewonnen werden, wenn die Speicherkapazität es zuläßt (bis zu 148
Kbytes können beansprucht werden).


@{B}9.9        Dateiauswahlfenster@{UB}

Mit dieser Gruppe von Parametern lassen sich einige Aspekte des
Dateiauswahlfensters (Abschnitt @{"3.4" LINK PPaintCD/0017/Main 1409}) einstellen. Dabei ist jedem
Parameter ein Menüunterpunkt zugeordnet, der mit der Maus aktiviert oder
deaktiviert werden kann (Abschnitt @{"1.9.6" LINK PPaintCD/0002/Main 735}, "Menüs"). Die einzelnen
Parameter werden in den folgenden Unterabschnitten genauer beschrieben.


@{B}9.9.1      Volle Pfadlänge@{UB}

Dieser Parameter legt fest, ob der Inhalt der "Pfad"-Eingabezeile des
Dateiauswahlfensters vom Programm verändert werden kann.

Wenn diese Option eingeschaltet ist (standardmäßig ist dies der Fall),
wandelt Personal Paint Gerätenamen (z. B. "df0:") in Datenträgernamen (z.
B. "PPaint_2") um. Dadurch wird der Zugriff auf Dateien erleichtert, die
sich auf Disks oder anderen Medien befinden, die von einem Laufwerk in ein
anderes gelegt werden können. Außerdem werden logische Gerätenamen (wie
"PPaint") in den gesamten Pfadnamen umgewandelt (z. B.
"Work:Grafik/PPaint"), dem sie vorher zugewiesen worden sind. Dadurch wird
das Auffinden einer Datei erheblich vereinfacht. Die Dateiliste des
Dateiauswahlfensters kann mit Hilfe dieser Option effektiver gespeichert
werden, da mehrfaches Vorkommen der gleichen Liste automatisch erkannt
wird.

Solange diese Option ausgeschaltet ist, wird der Inhalt der "Pfad"-
Eingabezeile vom Programm nicht modifiziert. Dies ist dann sinnvoll, wenn
aus einem bestimmten Grund logische Gerätenamen verwendet werden, z. B.
bei Verwendung einer Konfiguration, die nicht mit der vorgegebenen
Installation identisch ist oder beim Speichern eines Pfades in einer
Parameterdatei, die auch auf einem anderen Computer benutzt werden soll.
Ein vollständiger Pfad, wie "Work:Grafik/PPaint" mag vielleicht für einen
Computer korrekt sein, könnte aber auf anderen Rechnerkonfigurationen (bei
denen sich Personal Paint in anderen Verzeichnissen befindet) zu
unvorhergesehenen Ergebnissen führen. In einem solchen Fall sind logische
Gerätenamen zu verwenden. Die Arbeit mit logischen Geräten wird in den
Abschnitten @{"1.12" LINK PPaintCD/0002/Main 1241} ("Umgebungsvariablen und Standardverzeichnisse"), sowie
@{"10.1" LINK PPaintCD/0015/Main 7} ("AskAssign") erläutert.


@{B}9.9.2      Verzeichnisse oben@{UB}

Mit dieser Option wird festgelegt, ob die Verzeichnisnamen am Anfang oder
am Ende der Dateiliste des Dateiauswahlfensters angezeigt werden sollen.
Standardmäßig erscheinen die Dateinamen oben und die Verzeichnisnamen
unten.


@{B}9.9.3      Nach Datum ordnen@{UB}

Dateien können entweder nach Namen (lexikografische Reihenfolge) oder nach
dem Datum der letzten Änderung aufgelistet werden. Damit letztere Option
korrekt funktioniert, muß die Systemuhr des Computers ständig die aktuelle
Zeit anzeigen.


@{B}9.9.4      Doppelklick@{UB}

Wenn diese Option aktiv ist, können die in der Dateiliste aufgeführten
Namen durch einen Doppelklick mit der linken Maustaste ausgewählt werden.
Daraufhin verschwindet das Dateiauswahlfenster, als sei das
"Weiter"-Symbol gedrückt worden. Die Geschwindigkeit, mit der der
Doppelklick auszuführen ist, kann in den "Preferences" des Amiga
eingestellt werden. Dieser Vorgang wird im Handbuch zum Amiga erläutert.

Ist diese Option ausgeschaltet, können die Dateinamen weiterhin mit der
Maus ausgewählt werden, allerdings wird ein Doppelklick nicht gesondert
interpretiert.


@{B}9.9.5      Sicherheitsabfrage@{UB}

Dieser Parameter betrifft nur diejenigen Dateiauswahlfenster, die zur
Festlegung des Namens einer abzuspeichernden Datei dienen. Sollte dieser
Parameter gesetzt sein, wird ein zweites Dialogfenster angezeigt, falls
die Datei schon existiert und durch die folgende Operation überschrieben
würde.

Das Dialogfenster enthält zwei Aktionssymbole: "Weiter" und "Abbruch". Bei
Auswahl von "Abbruch" wird die Funktion abgebrochen und die Datei wird
nicht geschrieben.


@{B}9.9.6      System (ASL)@{UB}

Im Dateiauswahlfenster-Menü haben Sie die Möglichkeit, das normale
Dateiauswahlfenster von Personal Paint durch ein ASL-kompatibles (z. B.
Magic File Requester) zu ersetzen.

Nach dem ASL-Dateiauswahlfenster kann ein zweites Dialogfenster
erscheinen, in dem Sie das voreingestellte Dateiformat beim Speichern
eines Bildes festlegen können. Sofern der Bildname nicht bereits auf das
Format schließen läßt, wird das hier spezifizierte Format verwendet.
Folgende Suffixe werden von Personal Paint automatisch erkannt: ".c",
".png", ".iff", ".ilbm", ".lbm",".gif" und ".pcx". Ein Beispiel: Das Bild
"Clown.png" würde automatisch im PNG-Format gespeichert, aber beim Sichern
einer Grafik mit dem Namen "Blume.pic" oder einfach nur "Bild" würde ein
Dialogfenster zur Auswahl des gewünschten Formates erscheinen.


@{B}9.10       Piktogramme@{UB}

Wenn Personal Paint eine Datei speichert, kann optional ein
Workbenchpiktogramm (Abschnitt @{"1.9.5" LINK PPaintCD/0002/Main 709}) erzeugt und mitgespeichert werden.
Bei einem Piktogramm handelt es sich um ein auf der Workbench
dargestelltes Symbol, welches eine bestimmte Datei grafisch repräsentiert.
Mit Hilfe von Piktogrammen können die zugehörigen Dateien (oder
Verzeichnisse) unter Verwendung der Maus ausgewählt, geladen, umbenannt,
kopiert oder gelöscht werden.

Piktogramme haben einen - wenn auch kleinen - Nachteil: Sie enthalten
Grafikdaten, die ihrerseits eine geringe Menge Speicher verbrauchen. Die
von Personal Paint für Bilddateien benutzten Standardpiktogramme
verbrauchen weniger als 488 Bytes. Für die technisch Interessierten: Dies
bedeutet, daß ein Personal Paint-Piktogramm nur einen einzigen Sektor des
Amiga-Dateisystems verbraucht (auf einem Sektor des alten (OFS)
Amiga-Dateisystems können 488 Bytes gespeichert werden) plus einen
weiteren für den Eintrag im Inhaltsverzeichnis. Auf eine einzige 880
kbyte-Diskette passen also über 800 Piktogramme.

Die Personal Paint-Piktogramme enthalten in den "Default Tool"- und "Tool
Types"- Feldern zusätzliche Informationen. Sie geben z. B. bei einem
Doppelklick auf das Piktogramm dem Betriebssystem an, wo das zum Erstellen
verwendete Hauptprogramm zu finden ist und enthalten weitere Informationen
(z. B. über das Dateiformat, die Bildgröße, usw.), die durch Auswahl des
entsprechenden Piktogramms (einmal anklicken) und nachfolgendes Auswählen
des Menüpunktes Information (oder auf einigen Systemen auch Info) ediert
werden können. Die standardmäßig gespeicherten Informationen können durch
Modifikation der im Verzeichnis "PPaint_Icons" gespeicherten Piktogramme
ediert werden.


@{B}9.10.1     Nein@{UB}

Wenn der Speicherplatz knapp ist oder Piktogramme nie benutzt werden
sollen, dient diese Option zum Abspeichern von Bildern ohne dazugehörige
Piktogramme.


@{B}9.10.2     Ja (Standard)@{UB}

Diese Option veranlaßt Personal Paint dazu, Bilder mit den
Standardpiktogrammen des Programms abzuspeichern. Dabei werden
verschiedene Arten von Piktogrammsymbolen benutzt, um zwischen den
einzelnen vom Programm gespeicherten Dateiarten (Bilder, Pinsel,
Einstellungen, usw.) zu unterscheiden. Diese Piktogramme werden im
Verzeichnis "PPaint_Icons" entsprechend den aktuellen Workbenchfarben
gespeichert (1.3 oder 2.0 Farben), wo sie mit einem Programm wie z. B.
IconEdit (von der Amiga-Workbench) modifiziert werden können.


@{B}9.10.3     Ja (Bild)@{UB}

Auch diese Funktion benutzt die Standardpiktogramme, eine Ausnahme bilden
lediglich Bilder und Pinsel, bei denen als Piktogramm eine verkleinerte
Darstellung des Originals erstellt wird. Dabei wird die Bildgröße
verändert, falls das Bild oder der Pinsel der Größe eines normalen
Piktogramms und den Anzeigeverhältnissen der Workbench angepaßt werden
muß. Zur Neuberechnung der Abbildung nach dem Floyd-Steinberg-Verfahren
werden die Workbenchfarben verwendet.

Neuere Versionen des Amiga-Betriebssystems lassen die Spezifikation der
auf der Workbench darstellbaren Anzahl von Farben zu. Diese Fähigkeit wird
von Personal Paint unterstützt, was bei bis zu 256 Farben oft
beeindruckende Ergebnisse liefert. Es kann jedoch folgendes Problem
auftreten: Nur die ersten und die letzten vier Farben der Workbenchpalette
bleiben ständig konstant. Die verbleibenden Farben können für
betriebssystemspezifische Prozesse (wie die Darstellung von Bildern oder
eines anderen Workbenchhintergrundes) verändert werden. Da die Fähigkeit
zur Verarbeitung von 256 Farben nicht unter allen Umständen sinnvoll
einzusetzen ist, werden von Personal Paint nur dann mehr als acht
Workbenchfarben benutzt, wenn beim Speichern des Piktogramms (d. h.
gleich, nachdem die Verlaufsanzeige beim Speichern des Bildes abgelaufen
ist) gleichzeitig die <Shift>-Taste gedrückt wird.

Außerdem ist zu beachten, daß die Benutzer verschiedener Amiga-Systeme
häufig auch unterschiedliche Einstellungen für Workbenchfarben und
Anzeigearten (z. B. Interlace/Non-Interlace) einsetzen, was dazu führen
kann, daß auf dem einen System erstellte Piktogramme auf einem anderen
System unterschiedlich dargestellt werden.


@{B}9.10.4     Ja (NewIcons)@{UB}

Diese Option ähnelt der vorgehenden (Bild), eignet sich aber für eine auf
"NewIcons" basierende Workbench-Umgebung. In der NewIcons-Spezifikation
ist festgelegt, wie sich Piktogramme erstellen lassen, die über mehr
Farben verfügen als die der Workbench. Beachten Sie bitte, daß NewIcons
nur dann auf der Workbench dargestellt werden können, wenn die
entsprechenden frei verteilbaren Erweiterungsdateien installiert wurden.

Standardmäßig werden im NewIcons-Format vorliegende Piktogramme von
Personal Paint unter Verwendung einer normalen Palette mit 16 Farben
gespeichert. Die so erzeugten Bilder zur Benutzung auf der Workbench sind
für die NewIcons-Referenzpalette optimiert und besonders dann sehr
effizient, wenn mehrere Piktogramme gleichzeitig angezeigt werden, da die
Notwendigkeit einer Farbneuberechnung entfällt und Palettenkonflikte
vermieden werden. Unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. in Verbindung
mit Workbench-Screens in 16 Mio. Farben) kann es wünschenswert sein, jedes
Icon möglichst genau wie das Orginalbild und dessen Palette abzubilden.
Personal Paint bietet daher die Möglichkeit, durch Gedrückthalten der
<Shift>-Taste, während das Piktogramm gespeichert wird (d. h. gleich
nachdem die Statusanzeige für die Speicherung des Bildes geschlossen
worden ist), Piktogramme mit bis zu 256 Farben zu erzeugen.


@{B}9.10.5     Original@{UB}

Workbenchpiktogramme werden mit dieser Option nie erstellt. Überschreibt
Personal Paint eine Datei, die bereits ein Piktogramm besitzt, wird dieses
nicht modifiziert. Nur die "Tool Types"-Felder werden der neuen Version
entsprechend verändert. Besonders für Formatkonvertierungen ist dies sehr
hilfreich.


@{B}9.11       Sprache@{UB}

Die meisten Versionen von Personal Paint verfügen über die Möglichkeit,
die Benutzeroberfläche in verschiedenen Sprachen darzustellen. Der
Menüpunkt Sprache besitzt für jede verfügbare Sprache einen eigenen
Unterpunkt. Mit dieser Option kann die Sprache für alle Menüs, Symbole und
Programmtexte festgelegt werden.

Die Standardsprache wird normalerweise bei der Konfiguration der
Programmdiskette (Abschnitt @{"1.12" LINK PPaintCD/0002/Main 1241}) in der Datei "Startup_A" festgelegt.
Individuelle Einstellungen in den Dateien "Startup_1" oder "Startup_2"
können die Standardsprache jedoch überschreiben.

Mehr zu den Texten der Benutzeroberfläche nach Auswahl eines Menüpunktes
unter Sprache in Abschnitt @{"1.14" LINK PPaintCD/0002/Main 1422}. Wenn die Datei nach dem letzten
Programmstart von Personal Paint verändert wurde, läßt sie sich erneut
anwählen. Falls sich einige Texte bei einer einfachen Längenüberprüfung
als zu lang herausstellen, wird eine Fehlermeldung ausgegeben.


@{B}9.12       Bildschirm@{UB}

@{B}9.12.1     Werkzeugleiste@{UB}

Wie auch in Abschnitt @{"3.1" LINK PPaintCD/0017/Main 11} erläutert, kann die Werkzeugleiste ausgeblendet
werden, um den sichtbaren Bereich zu vergrößern. Dabei bleiben alle
Werkzeuge über die ihnen zugeordneten Tastaturkurzbefehle (Anhang @{"B" LINK PPaintCD/00Z2/Main 1})
weiterhin erreichbar. Erneutes Auswählen dieser Option blendet die
Werzeugleiste wieder ein.


@{B}9.12.2     Titelleiste@{UB}

Ähnlich wie die Werkzeugleiste, kann auch die Titelleiste (Menüleiste)
ausgeblendet werden. Die Menüs sind weiterhin erreichbar, indem der
Mauszeiger über die erste Bildschirmzeile bewegt und die rechte Maustaste
gedrückt wird.

Wie in Abschnitt @{"3.2" LINK PPaintCD/0017/Main 1358} genauer beschrieben, kann der Mauszeiger in einigen
der Overscan-Bildschirmmodi nicht in den normalerweise von der Titelleiste
verdeckten Bereich bewegt werden. Auch wenn der System-Mauszeiger sich
scheinbar nicht in diesen Bereich verschieben läßt, werden Mausbewegungen
von Personal Paint intern korrekt verarbeitet. Der pinselförmige
Mauszeiger des Programms wird auch an der richtigen Position dargestellt.


@{B}9.12.3     Pull-Down-Blättersymbole@{UB}

Bei den herkömmlichen Amiga-Blättersymbolen (Abschnitt @{"1.9.4.1" LINK PPaintCD/0002/Main 635}) werden
nicht alle Optionen gleichzeitig dargestellt, vielmehr kann der Benutzer
die verfügbaren  Auswahlmöglichkeiten lediglich nacheinander
durchschalten. Um die Blättersymbole in "richtige" Menüs zu verwandeln,
die bei ihrer Aktivierung auf- oder herunterklappen, wurden Hilfsprogramme
wie z. B. "CycleToMenu" entwickelt.

Personal Paint ist häufig gezwungen, die zur Darstellung von
Funktionselementen verwendeten Farben in bereits geöffneten Dialogfenstern
zu ändern, was aber leider sowohl von den standardmäßigen
Amiga-Blättersymbolen als auch von Erweiterungen wie "CycleToMenu" nicht
unterstützt wird. Diese Menüoption bewirkt, daß Personal Paint
Blättersymbole mit der Funktionalität von "CycletoMenu" erzeugt, d. h. es
wird bei der Auswahl des Symbols mit der Maus unterhalb der angeklickten
Option ein Menü mit weiteren Optionen geöffnet. Wenn Sie das kleine Feld
auf der linken Seite des Blättersymbols anklicken, bleibt die
(ursprüngliche) Funktion des einzelnen "Durchblätterns" erhalten.
Anklicken des Textbereichs hingegen führt zum Öffnen eines Auswahlmenüs.


@{B}9.12.4     Pop-Up-Blättersymbole@{UB}

Pop-Up-Menüs sind den oben beschriebenen, den Blättersymbolen zugeordneten
Pull-Down-Menüs recht ähnlich, werden aber im Gegensatz zu diesen nicht
heruntergeklappt, sondern über dem aktuellen Auswahlpunkt zentriert
geöffnet.


@{B}9.13       Grafik@{UB}

@{B}9.13.1     Magnetgitter@{UB}

Wenn die Option Magnetgitter aktiv ist, kann ein Objekt immer nur so
positioniert oder in seiner Größe verändert werden, daß es an den
nächstliegenden Schnittpunkten eines (gedachten) "magnetischen" Gitters
ausgerichtet wird. Die genaue Einstellung dieses Gitters und der Abstand
der Linien kann durch das auswählen der Magnetgitterfunktion mit der
rechten Maustaste modifiziert werden. Es wird dann ein Dialogfenster
dargestellt, in dem sich der gewünschte Wert (in Pixeln) einstellen läßt.

Der "Abstand"-Wert dient zur Feinausrichtung des Gitters an jeder der
beiden Achsen und sollte zwischen 0 und (Schrittweite -1) liegen. Auch die
Eingabe einer Pixel-Position mit dem Ursprung 0:0 ist möglich, wobei die
Koordinaten automatisch dem gültigen Wert angepaßt werden und diese
Position dann zu einem der "magnetischen" Punkte wird.

Jede der beiden Umgebungen kann über eine eigene Gittereinstellung
verfügen.


@{B}9.13.2     Grafikmaske@{UB}

Standardmäßig wirken sich alle grafischen Operationen auch auf Bereiche
außerhalb des sichtbaren Bildschirms aus. So führt z. B. das Füllen einer
blauen Fläche mit weißer Farbe auch zur Einfärbung derjenigen Bereiche,
die sich außerhalb des Bildschirmbereichs befinden.

Wenn diese Option aktiviert ist, werden die Effekte sämtlicher Mal- und
Bildbearbeitungsfunktionen auf den sichtbaren Bildschirmbereich begrenzt.


@{B}9.13.3     Farben mit Größe ändern@{UB}

Alle Funktionen, durch die ein Bild in seinen Ausmaßen verringert wird,
können einen Verlust von Daten bewirken. Die meisten Funktionen dieser
Kategorie bewirken die Größenveränderung von Pinseln und das Strecken von
Bildern auf ein anderes Format.

Da die Größe der Punkte, aus denen ein Bild besteht, direkt vom
Ausgabegerät anhängt und daher nicht verändert werden kann, wird beim
Verkleinern ihre Anzahl reduziert. So reduziert z. B. das Halbieren eines
Pinsels (Abschnitt @{"5.11.4" LINK PPaintCD/0048/Main 421}) die Anzahl der Bildpunkte auf etwa ein Viertel
des Originalpinsels. Selbst für einen Menschen ist es in diesem Fall
schwer, zu entscheiden, welche Punkte "geopfert" werden sollen.

Wenn diese Option einegeschaltet ist, erfolgt die Berechnung der
Bildpunkte für das Zielbild unter Berücksichtigung der "geopferten"
Bildpunkte und eine Gruppe aus z. B. zwei roten und zwei gelben Punkten
kann zu einem einzigen orangen Bildpunkt zusammengefaßt werden. An Grenzen
zwischen zwei stark kontrastierenden Farben wird dieser Effekt auch als
"Anti-Aliasing" oder "Kantenglättung"  bezeichnet.

Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn verschiedene Farben, deren
Farbton (Abschnitt @{"8.1.3.2" LINK PPaintCD/0016/Main 137}) dem des Originalbildes ähnelt, auch im
Zielbild vorhanden sind. So können beispielsweise beim Verkleinern eines
S/W-Bildes (oder von Text) sehr gute Ergebnisse erzielt werden, wenn die
Palette des Zielbildes viele Graustufen enthält.

Die Änderung der Größe in Abhängigkeit von der Farbanzahl stellt einen
sehr viel komplexeren Vorgang dar als eine normale Größenveränderung und
stellt daher auch größere Ansprüche an Rechenzeit und -leistung.


@{B}9.13.4     Fließende Bewegung@{UB}

Normalerweise werden Signale über Mausbewegungen, die nicht in Echtzeit
verarbeitet werden können, vom Betriebssystem des Amiga ignoriert. Ist
diese Option aktiv, sorgt Personal Paint dafür, daß diese Signale
stattdessen gespeichert werden, um zu ermöglichen, daß Funktionen - wie z.
B. diejenige zum Freihandzeichnen - die Mausbewegungen ohne Datenverlust
verarbeiten können. Dies ist besonders nützlich beim Arbeiten an
Bildschirmen mit hoher Auflösung.


@{B}9.13.5     Pixel 1:1@{UB}

Diese Option zwingt Personal Paint, die von der Amiga Display Database
angegebene Information über das Verhältnis von Höhe zu Breite nicht zu
berücksichtigen und alle Malfunktionen so auszuführen, als seien die
Bildpunkte exakt quadratisch (Verhältnis 1:1). Dies ist immer dann
hilfreich, wenn der aktuelle Bildschirmmodus "fast quadratische"
Bildpunkte verwendet, die durch das Verändern der Monitor-Einstellungen
leicht angepaßt werden können. Ist diese Option aktiviert, werden Kreise,
Vierecke und andere mit Personal Paint erstellte Figuren in einem
Verhältnis von genau 1:1 (in Bildpunkten gemessen) erstellt, auch wenn die
Amiga Display Database etwas anderes mitteilt.


@{B}9.13.6     15 kHz Video@{UB}

Diese Option sollte ausgeschaltet werden, wenn der mit dem Computer
verbundene Monitor nicht in der Lage ist, bestimmte Videofrequenzen
unterhalb von 31 kHz anzuzeigen.

Zur Erläuterung: Die ersten Amiga-Modelle konnten lediglich ein 15
kHz-Videosignal liefern, welches zwar zu speziell dafür vorgesehenen
Monitoren und auch Fernsehgeräten kompatibel war, aber keinen Betrieb der
gängigen Computermonitore (wie z. B. für VGA, SVGA oder Mac) erlaubte. Die
neueren Geräte (mit ECS- oder AGA-Grafikchipsatz) und Grafikkarten von
Drittanbietern sind jedoch technisch in der Lage, auch Videomodi mit
Frequenzen von 31 kHz und höher auszugeben, was einen Betrieb mit normalen
Monitoren erlaubt, die dem Industriestandard entsprechen. Die
dazugehörigen Bildschirmmodi lassen sich dann unter Verwendung der
entsprechenden Monitordateien (siehe Abschnitt @{"9.4" LINK Main 255}) zu der Liste
verfügbarer Modi hinzuaddieren. Leider können einige der 15 kHz-Modi nicht
dauerhaft deaktiviert werden, da sie bei bestimmten Amiga-Modellen bereits
beim Rechnerstart durch den ROM-Code aktiviert werden. Wenn die "15 kHz"
Option ausgeschaltet ist, erkennt Personal Paint diese Modi nicht als
verfügbar.


@{B}9.13.7     Amiga Blitter@{UB}

Um bestimmte zeitkritische Vorgänge zu beschleunigen, verwendet Personal
Paint standardmäßig die sog. "Blitter"-Funktionalität des im Amiga
eingebauten Agnus-Chips. Die aktuelleren Amiga-Modelle verfügen jedoch
teilweise über CPUs (z. B. Motorola 68060 oder PowerPC 603), deren
Leistungsfähigkeit über die des eingebauten Amiga-Blitters weit
hinausgeht, und es gibt mittlerweile sogar Amiga-kompatible Computer (wie
den DraCo), die nicht über einen Hardware-Blitter verfügen und dessen
Funktionalität lediglich durch Softwareemulation nachbilden.

Die in Personal Paint zur Ausführung solch komplexer Funktionen
verwendeten Prozeduren liegen als Bestandteile externer Libraries vor, von
denen zwei (eine zur Verwendung des Amiga-Blitters, und eine zur
Verwendung der CPU) bereits im Lieferumfang des Programms enthalten sind.
Dabei ist zu beachten, daß die erstgenannte Library ausschließlich auf
echten Amiga-Computern und 100% dazu kompatiblen Systemen lauffähig ist.
Die zweite wurde zur Verwendung mit Amiga-kompatiblen Systemen entwickelt,
bei denen der Blitter entweder fehlt oder langsamer arbeitet als die CPU.
Normalerweise wird zunächst die Standard-Library verwendet. Erst, wenn
diese Option ausgeschaltet wird oder Personal Paint ein System ohne
Blitter ermittelt (was aus technischen Gründen nicht immer möglich ist),
wird die zweite Library zur Grafikausgabe verwendet.

Wie diese Option vor dem Programmstart festgelegt werden kann, wird in den
Abschnitten @{"9.1" LINK Main 9} und @{"C.1" LINK PPaintCD/0044/Main 20} (Programmeinstellung BLITLIBS) erläutert.


@{B}9.14       Transparenz@{UB}

Durch die Änderung des Zustandes dieser Funktion wird die Transparenz
schon vorher definierter Pinsel nicht verändert. Die Transparenzbitplane
des aktuellen individuellen Pinsels kann mit der Funktion "Neue
Transparenz" (Abschnitt @{"5.9.5" LINK PPaintCD/0048/Main 262}) für den neuen Modus aktualisiert werden.
Andere Verfahren zur Festlegung transparenter Bereiche werden in den
Abschnitten @{"5.8.1" LINK PPaintCD/0048/Main 164}, @{"5.9.6" LINK PPaintCD/0048/Main 285} und @{"5.9.7" LINK PPaintCD/0048/Main 296} behandelt.

Pinsel, die aus einer Datei geladen werden, erhalten ihre Transparenz
grundsätzlich aus der dazugehörigen Transparenzinformation im
IFF-ILBM-Format. Wenn die Datei diese Daten nicht enthält, wird der
aktuelle Transparenzmodus verwendet.


@{B}9.14.1     Keine@{UB}

Diese Option ermöglicht es, bei der Definition eines Pinsels die aktuelle
Hintergrundfarbe zu ignorieren. Mit dieser Einstellung erhalten im
Rechteckmodus definierte Pinsel keine Transparenz (d. h. in
IFF-ILBM-Dateien ist das NO_TRANSP-Bit gesetzt), während im Freihandmodus
der gesamte Bereich außerhalb der Markierung als transparent behandelt
wird.


@{B}9.14.2     Hintergrund-Farbe@{UB}

Wenn diese Option gesetzt ist, werden beim Definieren eines individuellen
Pinsels alle Bereiche in der Hintergrundfarbe als transparent markiert.


@{B}9.14.3     Umschließen@{UB}

Wenn die "Umschließen"-Option gesetzt ist, werden nur diejenigen Bereiche
in Hintergrundfarbe als transparent markiert, die den Pinsel umgeben.
Teile des Pinsels, die von anderen Farben umgeben sind, werden nicht
transparent. Dies wirkt wie ein "umschließen" des Pinselobjektes.


@{B}9.15       Workbench@{UB}

Personal Paint erlaubt das manuelle Öffnen und Schließen des
Workbenchbildschirms (der üblicherweise vom Amiga-Betriebssystem zur
Darstellung von Disk-Piktogrammen, Shell- und Konsolenfenstern und von
Bildschirmen anderer Programme verwendet wird).

Beim Schließen eines Workbenchbildschirms mit vier Farben und einer Größe
von 640 x 256 Punkten werden mehr als 40 kbyte RAM freigegeben. Wenn der
verwendete Computer über weniger als 1 Mbyte Chip RAM verfügt, versucht
Personal Paint automatisch, den Workbenchbildschirm zu schließen.

Da der Workbenchbildschirm öffentlich ist, kann er auch von anderen
Programmen benutzt werden. Dies kann beim Schließen der Workbench zu
Problemen führen, da zuerst alle anderen Fenster auf der Workbench
geschlossen werden müssen. Dabei werden Fenster, die zur Anzeige des
Inhalts von Massenspeichern und Verzeichnissen dienen, durch die Workbench
selbst geschlossen. Andere Programme (einschließlich der
Amiga-Systemsoftware) müssen vor dem Schließen des Bildschirms
grundsätzlich beendet werden.

Wenn diese Option bei geschlossenem Workbenchbildschirm aktiviert wird,
versucht Personal Paint, den Workbenchbildschirm wieder zu öffnen.
Vorausgesetzt, daß genug Chip RAM zur Verfügung steht, werden dann der
Bildschirm und die dazugehörigen Fenster wieder geöffnet.


@ENDNODE
