Nostradameus: Words Of Nostradameus
An diesem Debutalbum der vier Schweden werden sich aller Wahrscheinlichkeit
die Geister scheiden: Die einen werden dem melodischen True Metal, der in
der Schnitmenge von Gamma Ray, HammerFall, alten Helloween und Stratovarius
liegt, einfach nur mögen, wohingegen andere der Band vorwerfen werden, einen
Stil zu spielen, der in den letzten Monaten wirklich bis zum Erbrechen
kopiert wurde und dabei häufig auch Durchschnittsware auf den Markt
beförderte. Ich zähle mich aber zur ersten Fraktion, denn Nostradameus
machen ihre Sache auf vorliegendem Album wirklich gut, was schon beim
schnellen Opener "The Vision" deutlich wird. Dieses Niveau können die Jungs
die weiteren rund 40 Minuten ohne Probleme halten und tragen vorwiegend
schnellere Songs mit Hymnencharakter vor, von denen insbesondere noch "Out
Of This World", "Nightmare Prophecy" und der Abschluss "One For All, All For
One", auf dem HammerFall Sänger Joacim Cans zusammen mit Nostradameus Sänger
Freddy Persson, die sich übrigens stimmlich ziemlich ähnlich sind, ein
astreines Duett an den Vocals hinlegt, hervorstechen. Die obligatorische
Ballade darf natürlich auch nicht fehlen und ist in Form von "Without Your
Love" natürlich auch auf "Words Of Nostradameus" vertreten. Diese ist zwar
arg kitschig geschrieben und ist wahrscheinlich nicht jedermanns Sache, aber
nach mehreren Durchläufen kann man diesem Song wirklich einiges abgewinnen
und wer auf Balladen steht, der wird auch an "Without Your Love" seinen Spaß
haben. Kritikpunkte zur vorliegenden Scheibe fallen mir eigentlich nur
wenige ein und wer Fan von oben genannten Bands ist und über die Tatsache
hinwegsehen kann, daß die Band weder besonders innovativ noch lyrisch
besonders tiefgründig (True Metal eben) zu Werke geht, der kann "Words Of
Nostradameus" wirklich bedenkenlos abgreifen und wird den Kauf ganz bestimmt
nicht bereuen. Wem allerdings der True Metal Trend schon jetzt auf den
Senkel geht, der sollte "Words Of Nostradameus" lieber meiden und am besten
gar nicht erst reinhören, auch wenn sich hier, um mich nochmal zu
wiederholen, einer der besseren Vertreter dieser "Helloween Cover Bands"
verantwortlich zeichnet. Die Frage ist nur, wieviele dieser Bands auch in
einigen Jahren noch am Start sind, wenn dieser Trend wieder abgeflaut
ist....
Fazit: 8 von 10 Punkten
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