Elegy: Forbidden Fruit
Schon seit Jahren liefern Elegy konstant gute Alben ab, die sich stilistisch
allesamt dem progressiven Melodic Metal Sektor zurechnen lassen - so auch
das neue Album "Forbidden Fruit", das nunmehr 6 Album der Band. Allerdings
gab es im Vorfeld einige Line-up Wechsel rund um Elegy: Neu ist ersteinmal
Ausnahmegitarrist Patrick Rondat (ex-Jean Michael Jarre), der auch schon auf
einige Soloalben zurückblicken kann. Ausgeschieden sind demhingegen Henk van
der Laars (Gitarre) und Chris Allister (Keyboards), womit die Band nun nur
noch zu viert agiert - die unverzichtbaren Keyboards im Sound von Elegy
wurden von Vanden Plas Tastenmann Günter Werno eingespielt. All diese
Line-up Probleme haben aber glücklicherweise keinerlei Einfluss auf die
musikalische Qualität der Band gehabt und ich waage einfach mal die
Prognose, daß die Jungs mit "Forbidden Fruit" ihr bisher bestes Album
abgeliefert haben. So wird die CD von dem recht straighten und Elegy
untypischem, dunklem Stück "Icehouse" eröffnet, um dann mit "Force Majeure"
und "Killing Time" zwei richtig rockende Uptempogranaten, die man in dieser
Härte bisher von Elegy auch nicht gewohnt war, auf die Hörerschaft
loszulassen, die sich sofort im Gehörgang festsetzen und dort auch nicht
mehr so schnell rauszubekommen sind. Danach wird`s allerdings wieder
verspielter und Frickelfans, die bei den ersten drei Stücken nicht unbedingt
auf ihre Kosten gekommen sind, werden insbesondere an "`Til Eternity",
"Behind The Tears" und am grandiosen Titeltrack, der gleichzeitig das Finale
der CD darstellt, ihren Spaß haben. Zwar sind diese Kompositionen alles
andere als leicht verdaulich (man könnte auch komplex und verspielt dazu
sagen), aber wahrscheinlich gerade deswegen werden bisherige Fans der Band
das neue Material sofort in ihr Herz schließen. Alle anderen werden sich
sicherlich zunächst einmal an die musikalische Ausrichtung der Band gewöhnen
müssen, denn wer nur auf einfache Singalongs der Marke HammerFall steht, der
wird bei Elegy, derren Songs dafür auch sehr viel mehr Tiefgang zu bieten
haben, so seine Probleme haben. Nichtsdestotrotz bleibe ich dabei, daß Elegy
mit "Forbidden Fruit" ein superbes Album mit vielen Highlights abgeliefert
haben und das von Metallern, die auf progressiven Melodic Metal stehen,
bedingungslos abgegriffen werden kann. Holt Euch die verbotene Frucht in
Form des limitierten Digipacks, auf dem sich drei Bonustracks befinden...
Fazit: 9.5 von 10 Punkten
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