White Skull: Public Glory, Secret Agony

Ich muss wohl oder übel zugeben, daß ich beim Erhalt des neuen White Skull`s
Album sehr voreingenommen war, denn den schlechten Gig im Vorprogramm von
Grave Digger am Anfang des Jahres hatte ich immer noch nicht vergessen. Und
auch das neueste Werk "Public Glory, Secret Agony" wird mich wohl kaum in
einen beinharten Fan dieser True Metal Combo verwandeln. Dabei ist die Idee,
ein Konzeptalbum über die Geschichte des römischen Reiches zu kreiern gar
nichtmal so übel - vor allem, wenn man bedenkt, daß die Band auch noch aus
dem sonnigen Italien stammt. Aber spätestens nach dem zweiten oder dritten
Durchlauf der neuen CD wird einem klar, daß die Band zwar handwerklich sehr
versiert zur Sache geht und teilweise auch recht passabeles Material
abliefert, aber im großen und ganzen zu durchschnittlich und belanglos
klingt, um aus dem Wust der zahlreichen True Metal Bands wohlwollend
herauszuragen. Dabei startet die CD mit den flotten und eingängigen Tracks
"High Treason" und "The Roman Empire" noch recht vielversprechend, flacht
aber mit zunehmender Spielzeit immer weiter ab und landet schließlich
irgendwo im Niemansland, was sich in Songs wie "Mangler" oder "The Field Of
Peace" gipfelt. Wie gesagt: Handwerklich stimmt alles, aber der entscheidene
A-Ha Effekt bleibt aus und man hat unweigerlich das Gefühl, hier
Durchschnittsware serviert zu bekommen, die vom momentanen Trend rund um
diese Musikrichtung profitieren will. Recht gewöhnungsbedürftig ist auch die
Stimme der weiblichen Sängerinn Federica De Bona, die, ganz im Gegensatz zu
Tarja von Nightwish, relativ kratzig und roh daherkommt, was zwar einerseits
zu mindest ein bißchen Abwechselung in die Songs bringt, andererseits aber
auch nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Somit kann ich "Public Glory,
Secret Agony" lediglich beinharten True Metal Maniacs sowie Leuten, die
schon das Vorgängeralbum "Tales From The North" mochten (die es anscheinend
zahlreich gibt), empfehlen - alle anderen seien auf eine der zahlreichen
anderen True Metal Newcomer wie etwa Iron Fire verwiesen, die ihre Sache
meiner Meinung nach wesentlich besser machen, als White Skull mit ihrem
neuen Album.
Fazit: 4 von 10 Punkten
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