Powergod: Evilution Part II- Back To Attack

Nachdem die Band 1999 ihr Debutalbum "Evilution Part I" veröffentlichte,
welches im großen und ganzen passable Reaktionen erntete, folgt nun 1 Jahr
später das neue Werk "Back To Attack", welches zudem mit einem neuen Sänger
namens President Evil (!) eingesungen wurde - das Trio wird komplettiert
durch Hama Hart (!!) und Riff Randall (!!!). Alleine diese billigen
Pseudonyme sowie das zweifelsohne recht kitschige und billige Cover reichen
aus, um Powergod als eine zweitklasige True Metal Kapelle einzustufen, ohne
auch nur einen Ton von der Musik gehört zu haben. Und leider gibt mir die
musikalische Seite des neuen Outputs recht: Die insgesamt 10 Nummern sind
zwar allesamt grundsolide, spieltechnsich gibt`s ebenfalls kaum einen Grund
zur Kritik und die Produktion kann sich auch hören lassen, aber insgesamt
bieten die Songs so gut wie keinen Tiefgang und wirken zu einem Großteil
einfach uninspiriert und belanglos. Na ja, ganz so schlimm ist es dann doch
nicht, denn immerhin sind mit dem speedigen Opener "Back To Attack" und dem
eingängigen "Temple Of The Forbidden Eye" immerhin noch zwei gute Songs auf
dem Album vertreten und auch der Midtemponummer "The Eagle And The Rainbow"
kann man noch passables Niveau attestieren - für die restlichen Nummern, die
stilistisch im klassischen Metal mit Speed und Trash Einflüssen anzusiedeln
sind, gilt aber ausnahmelos das oben gesagte. Trauriges "Highlight" ist
dabei der abschließende, fast zehnminütige Titeltrack, in dem das Trio
versucht hat, episch bombastische und teilweise auch progressive Elemente in
ihren Sound einfließen zu lassen, was auf ganzer Linie misslungen ist und
einfach nur deplaziert wirkt. Erwähnenswert ist ansonsten nur noch die
Loudness Coverversion "Esper", die recht nett, aber keineswegs spektakulär
umgesetzt wurde und das Original in keinster Weise erreicht. Insgesamt ist
"Back To Attack" leider das perfekte Beispiel dafür, wie momentan versucht
wird, den aktuellen True Metal Trend auszunutzen, indem man zweitklassige
Bands mit wenig spektakulärem Material in`s Rennen schickt. Für mich ist
"Back To Attack" auf jeden Fall kaum konkurrenzfähig und eine Kaufempfehlung
kann ich beim besten Willen auch nicht aussprechen - selbst wenn man
beinharter True Metal Maniac ist, sollte man sich den Kauf lieber doppelt
überlegen und das gespaarte Geld lieber in den einen oder anderen
hoffnungsvolleren Newcomer investieren.
Fazit: 4.5 von 10 Punkten
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