Labyrinth: Sons Of Thunder

Labyrinth gehörten für mich bisher, neben Rhapsody, zu dem Aushängeschild
des italienischen Power Metals. Was sich die Jungs aber bei "Sons Of
Thunder" gedacht haben, wird mir wohl für immer schleierhaft bleiben, denn
im Gegensatz zu all den guten Kritiken, die die CD bisher so bekommen hat,
bin ich vom neuesten Werk der Band wirklich gnadenlos enttäuscht. Zwar ist
die Band ihrem Stil (epischer Power Metal) treu geblieben, aber Ohrwürmer
oder so ausgereifte Songs wie auf dem letzten Album "Return To Heaven
Denied" (1998) muss man bei "Sons Of Thunder" wirklich mit der Lupe suchen
und wird selbst dann nicht fündig. Die CD plätschert die gesamten 50 Minuten
total belanglos vor sich hin und wird obendrein noch von Minute zu Minute
langweiliger und hängenbleiben tut im Ohr wirklich absolut gar nichts -
alles wirkt total überflüssig und blutleer. Einzigste positive Ausnahme ist
der Ohrwurm "Save Me", den man aber bezeichnenderweise schon vor über einem
Jahr (!) auf einer EP verbraten hatte und der zu allem überfluss für das
neue Album nochmal neu eingespielt wurde - wohl überflüssig zu erwähnen, daß
das Original auf "Timeless Crime" (so der Name der EP), welches rund eine
Minute kürzer ausgefallen ist, einen ganzen Zacken besser war. Zudem leidet
das komplette Album unter einer total schwachen Produktion, die im Grunde
das ohnehin schon schwache Songmaterial noch weiter verwässert und sich dem
allgemeinen Niveau der Platte, bei dem das peinliche Cover leider auch keine
Ausnahme macht, anpasst. Ich muss wirklich sagen, daß sich Labyrinth mit
"Sons Of Thunder" keinen Gefallen getan haben, denn Songs wie "Chapter 1",
"Elegy" oder "Touch The Rainbow" (beliebig gegen weitere Songs austauschbar)
hätte ich Labyrinth bis zum Kauf dieses Albums wirklich nicht zugetraut. Für
Fans gibt es jetzt zwei Alternativen: Entweder Ihr kauft euch das Album und
werdet wohl eine der Enttäuschungen dieses Jahres erleben oder Ihr spaart
euch das Geld und investiert es in eine der zahlreichen anderen
italienischen Bands wie "Sigma" oder "Drakkar", die einen ähnlichen Sound
wie Labyrinth fahren und die mir mit ihren letzten Releases sehr viel besser
gefallen haben, als Labyrinth. Sorry Jungs, aber für mich ist "Sons Of
Thunder" ganz klar bisher die Enttäuschung im Jahre 2000!
Fazit: 1 von 10 Punkten
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