Halford: Resurrection

Rob Halford, seines Zeichens ehemaliger Sänger bei der britischen Heavy
Metal Legende Judas Priest, will es offenbar mit "Resurrection", seinem
neuesten Studio Output, nochmal wissen. Nachdem er in der nahen
Vergangenheit mit seiner Band "Fight" und dem Industrial Projekt "Two" sowie
diversen Aussagen in Interviews dem klassischen Metal eher kritisch
gegenüberstand, ist er mit "Resurrection" nun endlich wieder zu seinen
Wurzeln zurückgekehrt und liefert sein erstes richtiges Metal Album nach
Priest`s "Painkiller" (1990) ab. Schon nach dem ersten Durchlauf wird klar,
daß es der Metal Gott nochmal wissen will, denn die Songs knallen ohne Ende
und zünden sofort. Beispiele gefällig? Der Titeltrack und gleichzeitige
Opener "Resurrection" fällt recht heftig aus und hätte, ebenso wie "Night
Fall", durchaus auf "Painkiller" stehen können und beweist zudem
eindrucksvoll, daß Halford`s Stimme, nach der Beinahe-Vergewaltigung
"Voyeurs" von Two, so gut ist wie eh und jeh - selbst die hohen
Kreischpassagen bekommt der Meister immer noch so gut wie seinerzeit bei
Judas Priest hin. Weitere Vergleiche mit Judas Priest sind natürlich auf
"Resurrection" keine Seltenheit und so jagen einem Songs wie der Ohrwurm
"Made In Hell" und "Cyberworld" einen Schauer nach dem anderen über den
Rücken - nicht selten glaubt man, einen der alten Priest Klassiker in etwas
modernerer Form um die Ohren gepustet zu bekommen. Highlight dieser CD ist
aber ohne Frage "The One You Love To Hate", den Rob Halford zusammen mit
Bruce Dickinson (Iron Maiden) komponiert und eingesungen hat, was sich
einfach unbeschreiblich anhört und mal eben als einer der besten Songs
dieses Jahrgangs durchgeht. Und da wir gerade bei Bruce Dickinson sind: Roy
Z., der schon Bruce Dickinson in dessen Solokarriere wieder auf die Beine
geholfen hat, ist auch maßgeblich an "Resurrection", und zwar als Songwriter
und Producer, beteiligt und verpasste der CD einen wirklich spitzenmäigen
Sound, wobei er natürlich einen großen Wert auf einen modernen Gitarrensound
gelegt hat. Viele Worte muss ich wohl jetzt nicht mehr über "Resurrection"
verlieren, oder? Neben dem Iron Maiden Comeback ist "Resurrection" die für
mich zweitbeste Platte im klassichen Metal Bereich in diesem Jahrgang und
wenn Judas Priest bald mit einer neuen CD rüberkommen, werden sie es
verdammt schwer haben, gegen "Resurrection" anzustinken. Top!
Fazit: 10 von 10 Punkten
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