Afterworld: Conecting Animals

Kraftvoller, klassischer Heavy Metal ist momentan wohl wieder stark angesagt
und in diese Kerbe schlagen auch die Finnen Afterworld, die schon mit ihrem
Einstand "Dark Side Of Mind" bewiesen haben, daß man mit ihnen verstärkt
rechnen muss. Das neueste Werk "Connecting Animals" ist der logische
Nachfolger, der sich vor allem durch seine Power auszeichnet und dabei als
eine Mischung aus Iron Maiden, Rage oder auch Holy Mother (letztere
wohlgemerkt zu ihren besseren Zeiten wie etwa "Toxic Rain" oder "Criminal
Afterlife" bezeichnet werden kann, wobei teilweise auch einige wenige
düstere Elemente, bedingt durch den Keyboardsound, auszumachen sind, die
aber den Sound nur abrunden und glücklicherweise nicht dominieren. Dabei
wird Abwechselung bei den Jungs offensichtlich groß geschrieben, denn neben
reinen Speed Tracks wie etwa der Opener "Second Chance" und "Tell Me Why"
(anleihen an die alten Helloween sind hier sehr deutlich zu hören) gibt`s
auch getrageneres Material der Marke "Let It Go" und "World Of Hippocrates".
Die obligatorische Coverversion darf natürlich auch nicht fehlen, wobei die
Wahl auf Abba`s "Money, Money, Money" gefallen ist - aber keine Angst:
Afterworld haben dem Song ganz klar ihre Handschrift verpasst und aus einer
08 / 15 Pop Hymne einen richtig guten Metal Song gemacht, der mit dem
Original nur noch sekundär zu tun hat. Auch das restliche Songmaterial kann
im großen und ganzen überzeugen, wenngleich die CD zum Ende hin ein klein
wenig schwächelt und bewusst keine songtechnischen Risiken, wie noch beim
frischen und unbekümmerten Debut, eingeht. Macht aber auch nichts, denn das
restliche Material ist immer noch stark genug, um "Connecting Animals", das
mit dem reichlich beknackten Cover neben Labyrinth (siehe Review in dieser
Ausgabe) die Chance auf das "Schlechteste Coverartwork" hat, sicher über die
Ziellinie zu bringen und Afterworld sicherlich einige neue Fans, die auf
klassischen, trendfreien und schnärkellosen Heavy Metal stehen, beschehren
wird. Ich war jedenfalls angenehm überrascht und kann Euch den Rat geben,
"Connecting Animals" bei Eurem CD Händler nicht links liegen zu lassen.
Fazit: 8 von 10 Punkten
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