|
|
Ich besitze seit ca. drei Jahren einen "Canon BJC-4200"-Drucker. Da ich jedoch sehr viel drucke und noch dazu auch in Farbe, störten mich schon immer die viel zu kleinen Farbtintentanks. Da ich aus Kostengründen diese selbst füllte, kam noch dazu, dass es sehr schwierig ist, die richtige Tintenmenge nachzufüllen. Bei diesem Drucker sind alle drei Grundfarben in einer Patrone enthalten und man kann von außen nicht sehen, wie voll die einzelnen Farbkammern noch sind.
Im Januar dieses Jahres beschloß ich dann, mir einen neuen Drucker zu kaufen. Es sollte das Auslaufmodell BJC-6200 zu 300,- DM sein. Dieser Drucker hat für jede Farbe einen durchsichtigen Tintentank.
Im Videotext las ich dann, dass im Februar die neuen Drucker von Canon in den Handel kommen sollen. Bei diesen Druckern führt Canon auch auf dem Druckermarkt die "S-Klasse" ein. Wem bis jetzt bei Mercedes die S-Klasse zu teuer war, der kann jetzt zwar immer noch nicht mit der S-Klasse fahren, aber wenigstens mit ihr drucken.
Ich wollte aber das Auslaufmodell kaufen. Ich hatte mir von Irsee-Soft schon für TurboPrint die Diskette mit den neuen Druckertreibern für BJC- 6200, 3000 usw. schicken lassen. Auf der Suche nach einem BJC-6200 hatte ich jedoch in mehreren Geschäften keinen Erfolg.
Am 26.01.2001 stand ich dann im Media Markt vor einer Palette, auf der die neue S-Klasse von Canon aufgetürmt war. Ich war etwas verwundert, weil es diese ja erst im Februar geben sollte. Konkret hatten sie dort den BJC-S400 für 250,- DM. Nach einem Gespräch mit dem Verkäufer stellte sich heraus, dass es sich bei diesem Drucker um den Nachfolger des BJC-3000 handelt. Der Nachfolger des BJC-6200 soll BJC-S450 heißen und in den nächsten Tagen zu 350,- DM in den Handel kommen. Der BJC-S400 und auch der BJC-3000 sind im Gegensatz zu den beiden teureren Modellen BJC-S450 bzw. BJC-6200 im Druck schneller, und sie drucken mit der Fotopatrone statt mit dem 4-Farb-System (Schwarz/Farbe) mit dem 6-Farb-System (Schwarz/Farbe). In welchen Dingen sie sich noch unterscheiden, entzieht sich meiner Kenntnis. Da am Amiga die Druckgeschwindigkeit sowieso durch die langsamere Druckdatenberechnung und die langsamere parallele Schnittstelle ausgebremst wird, kommt die größere Schnelligkeit des Druckers wahrscheinlich sowieso nicht zustande.
Ich entschloss mich also für diesen Drucker, obwohl ich noch kleinere Bedenken hatte, mit welchem Druckertreiber ich ihn wohl ansteuern sollte. Zu Hause angekommen packte ich ihn aus und installierte mit Hilfe des 24- seitigen "Handbuchs - Erste Schritte" die Druckpatronen im Drucker und schloß ihn am Computer und am Stromnetz an. Die Treiberdiskette von Irsee- Soft für Turbo-Print hatte ich schon installiert.
Ich wählte, da der Drucker ja dem BJC-3000 gleicht, auch diesen Druckertreiber im Einstellungsprogramm von Turbo-Print aus. Ich lud mit Final Writer ein Dokument und schickte es zum Drucker. Die Fortschrittsanzeige zeigte mir aber nicht an, dass Daten an den Drucker geschickt werden. Ich probierte es noch mit dem Treiber vom BJC-6200. Auch da hatte ich keinen Erfolg.
Da die Uhrzeit noch relativ günstig für einen Anruf bei Irsee-Soft war, rief ich dort an und schilderte das Problem. Dort teilten sie mir mit, dass sich bei den Treibern für die neuen BJC-Drucker leider ein Fehler eingeschlichen hatte. Ich hatte mir diese Diskette extra für 20,- DM Vorkasse schicken lassen. Sie fragten, ob ich Internetzugang habe, um die neuere Version 7.16 von ihrer Internetseite herunterzuladen. In dieser sind die Fehler behoben. Da ich im neuesten "Amiga-Plus"-Heft gelesen hatte, dass man nun die neuen Treiber dort kostenlos herunterladen kann, hatte ich dies wegen der langen Wartezeit auf meine bestellte Diskette schon von meinem Sohn tun lassen.
Ich installierte also mit der Version 7.16 die fehlerbereinigten Treiber. Die Installation ging übrigens rasend schnell und vollautomatisch. Danach fuhr ich wieder Final Writer mit dem Dokument hoch und wollte drucken. Es passierte das gleiche. Ich kam dann auf die Idee, die Treiber im Turbo- Print-Einstellmenü neu auszuwählen, nachdem ich sie vorher gelöscht hatte. Erst dann gelang es mir, das Dokument auszudrucken. Er war allerdings nur in S/W. Ich ging dann erneut in das Einstellmenü von Turbo-Print und sah, dass dort Cartridge "Schwarz" und nicht "Color" ausgewählt war. Nachdem ich Color auswählte, druckte die neue S-Klasse auch in Farbe.
Ich habe seither ca. 150 Seiten mit Farbanteil im Modus 360x360 dpi-Drop- Modulation gedruckt. Mit der Qualität der Ausdrucke bin ich sehr zufrieden. Die Geschwindigkeit ist etwas schneller als mit dem BJC-4200-Drucker. Ich drucke noch immer mit den beim Kauf eingesetzten Tintenpatronen. Sie sind erst zu ca. 50% leer. Ein Originalfarbtintentank kostet zwischen 20-22 DM und ein Schwarztintentank ca. 25,- DM. Ein neuer Druckkopf kostet 120,- DM. Ich weiß allerdings nicht genau, ob die Druckfarben bei diesem Modell dann auch dabei sind. Beim BJC-4200 waren die Farben beim Druckkopf dabei. Dieser kostete 100,-DM.
Zum Abschluss noch die erfreuliche Mitteilung, dass auf der Diskette mit den neuen Treibern auch ein sogenanntes BJC-Utility im Ordner "Extra" enthalten ist. Mit diesem Utility kann man mit den Druckern der BJC-Serien 1000, 2000, 4200, 4300, 4400, 6000, 7000, 7100 den Druckkopf reinigen, den Druckkopf intensiv reinigen und einen Düsendrucktest starten.
Neben dem oben erwähnten Handbuch für die erste Installation befindet sich auf der beigelegten CD-ROM noch ein ca. 300-seitiges Handbuch im PDF- Format. Mir gelang es leider nicht, dieses mit APDF anzuzeigen, obwohl dieses Programm bei mir schon andere Seiten angezeigt hatte, also funktionierte. Da musste mir dann mein Sohn mit seinem PC helfen. Falls noch jemand Fragen zu den im Artikel erwähnten Canon-Druckern hat, dann kann er mir eine Mail an folgende Adresse schicken: Tschandru.Shing@berlin.de
Mathias Klingner <Tschandru.Shing@berlin.de>