Rob Rock: Rage Of Creation

Als einer der positiven Überraschungen des ausklingenden Jahres 2000 geht der Soloeinstand von Rob Rock durch, seines Zeichens ehemaliger Sänger von Bands wie Axel Rudi Pell, Impelliteri, M.A.R.S und Driver. Mit "Rage Of Creation" hat Rob Rock nun sein erstes Soloalbum am Start, bei dem ihm beim Songwriting, Produktion und technischer Umsetzung niemand geringeres geholfen hat als Roy Z., der unter anderem schon Acts wie Halford, Helloween und natürlich Bruce Dickinson unter die Arme gegriffen hat. Schon durch diese Konstellation wird klar, was den geneigten Hörer auf "Rage Of Creation" erwartet: Traditioneller Melodic Metal mit klaren Anleihen an die 80er Jahre, was nicht nur das Songwriting, sondern auch insbesondere die Produktion betrifft. Das das Duo, welches auf der CD übrigens noch von Gastmusiker Jake E. Lee (Ozzy Osbourne, Badlands) unterstützt wird, zu wahren Höchsttaten fähig ist, war zwar irgendwie schon im Vorfeld klar, aber das "Rage Of Creation" ein dermaßen überzeugendes Album wird, hat mich dann doch ein wenig überrascht. Schon der hypereingängige Opener "The Sun Will Rise Again" deutet das hohe musikalische Niveau der Band an und auch weitere Tracks wie etwa der Melodic Rocker "Never Too Late", das von einem starken Riff getragene "Media Machine" oder auch die abschließende Halbballade "Forever" untermauern nochmals nachhaltig, warum Rob Rock nach wie vor zu einem der fähigsten Sängern und Songwritern gehört, die die Melodic Metal Szene zu offerieren hat. Etwas enttäuscht hat mich lediglich der etwas belanglose Track "In The Night" sowie die Coverversion des Abba Hits "Eagle", da man sich bei letzterem zu offensichtlich bei Black Sabbaths Meilenstein "Heaven & Hell" bedient hat. Wenn man von diesen beiden Ausnahmen mal absieht (Coverversionen sind ohnehin immer Geschmackssache), bleibt unter dem Strich eine sehr gute Melodic Metal Scheibe übrig, welches Fans dieses Genres blind abgreifen können und unter Garantie nicht mehr herausgeben wollen. Bleibt nur zu hoffen, daß Rob Rock uns irgendwann noch mit einem zweitem Soloausflug beglückt, der auf einem ähnlich hohen Niveau angesiedelt ist.

Fazit: 8.5 von 10 Punkten

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