Wer dachte, daß sich Primal Fear nach ihren beiden bisherigen Alben "Primal Fear" (1998) sowie "Jaws Of Death" (1999) nicht nocheinmal steigern können, wird von dem neuesten Werk "Nuclear Fire" eines besseren belehrt: Waren schon die beiden Vorgängeralben alles andere als schwach auf der Brust, kommt "Nuclear Fire" nochmal eine ganze Ecke wuchtiger und aggressiver aus den Boxen, was nicht zuletzt an der überaus fetten Produktion, für die sich das eingespielte Duo Mat Sinner und Achim Köhler erneut verantwortlich zeichnet, liegt. Aber was nützt das alles, wenn die Songs schwach wären? So zaubern Primal Fear auf "Nuclear Fire" erneut 12 Sahnekompositionen aus dem Hut, die allesamt die internationale Klasse der Band eindrucksvoll untermauern. Schon der brachiale Opener "Angel In Black" macht unmissverständlich klar, daß Primal Fear auf "Nuclear Fire" keine Kompromisse eingehen werden und untermauern diese Einstellung gleich mit dem bisher aggressivsten und schnellsten Primal Fear Stück überhaupt, welches auf den Namen "Back From Hell" hört und Ralf Scheepers als Sänger perfekt in Szene setzt - nicht nur hier fällt einem als passender Vergleich Judas Priest zur "Painkiller" Phase ein. Natürlich ist auch das weitere Material über jede Kritik erhaben und bietet zudem mit der Überballade "Bleed For Me", dem stampfenden Track "Now Or Never" und dem Groovemosnter "Eye Of An Eagle" Abwechselung pur. Zusäzlich haben die Jungs es geschafft, mit dem Titeltrack "Nuclear Fire" eine Hymne par excellence abzuliefern, die sicherlich mit zu den besten Kompositionen gehört, die die Band bisher zustande gebracht hat. Negativ bemerkbar machte sich lediglich der platte Umgang mit Klischees, was nicht zuletzt auch an Songtitel wie "Living For Metal" liegt. Anyway, das eine Band nicht unbedingt mit lyrischen Ergüssen glänzen muss, um eine geile Scheibe abzuliefern ist hinlänglich bekannt und insofern kann man "Nuclear Fire" nur ein verdammt hohes Niveau attestieren, welches Primal Fear von ihrer besten und kompromisslosesten Seite zeigt und bisherige Fans der Band ausnahmslos begeistern wird. Und das Judas Priest Fans Primal Fear ohnehin mal antesten sollten, brauche ich wohl auch nicht mehr zu erwähnen...
Fazit: 10 von 10 Punkten


