Iron Savior: Dark Assault

Mit Iron Savior ist das schon so eine Sache: 1997 als Sideprojekt von Piet Sielck, Kai Hansen (Gamma Ray) und Thomas Stauch (Blind Guardian) gegründet, entwickelte sich aus dem anfänglichen Projekt eine richtige Band, die nach dem offiziellen Debut "Iron Savior" (1997) noch ein weiteres Studioalbum namens "Unification" (1999) einspielte und im selben Jahr mit "Interlude" eine weitere CD mit Live Stücken und neuen Track am Start hatte. Spätestens aber mit dem neuen Album "Dark Assault" sollte aber auch der letzte Kritiker Iron Savior als richtige Band anerkennen und nicht mehr nur, bedingt durch Kai Hansens Mitwirkung, als Gamma Ray Sideprojekt betrachten, zumal auch die musikalische Klasse der Band, die nunmehr als Sextett auftritt, eindeutig für sich spricht: "Dark Assault" ist ein wirklich starkes Album geworden, welches man in groben Grundzügen als Mischung aus dem straighten Debutalbum und dem etwas verspielterem "Unification" betrachten kann und insofern recht ausgewogen daherkommt: So wechseln sich die typischen Iron Savior Uptempogranaten der Marke "Never Say Die", "I Have Been To Hell" und "Firing The Guns" mit etwas aufwendigeren Stücken wie etwa dem ruhigeren "Dragons Rising" oder dem dramatisch / epischem "Made Of Metal", bei dem auch orchestrale Parts zum tragen kommen, ab und sorgen somit für viel Abwechselung auf "Dark Assault". Dazu gibt`s mit der Kai Hansen Komposition "Solar Wings" einen Track, den selbst die Jungs von Judas Priest zu ihren besten Zeiten nicht gelungener hingekriegt hätten. Aprospos Judas Priest: Einige Parallelen zu eben dieser Band lassen sich auch mal wieder musikalisch ausmachen (wenngleich Iron Savior nicht krampfhaft versuchen, diese Legende zu kopieren, sondern sehr eigenständig zu Werke gehen) und gipfeln sich schließlich in der abschließenden Coverversion des Priest Klassikers "Delivering The Goods", wenngleich die mitlerweile vierte (!!) Coverversion von Judas Priest in der Karriere von Iron Savior nicht besonders spektakulär ausgefallen ist und sich sehr nahe am Original bewegt. Macht aber auch nichts, denn die 11 Iron Savior Tracks auf diesem Album sind auch alleine stark genug um locker mit den älteren Werken der Band mithalten zu können, wenngleich ich zugeben muss, daß ich mich erst ein wenig in "Dark Assault" reinhören musste. Das soll aber nicht negativ gemeint sein, da "Dark Assault" ohne wenn und aber ein würdiges dritte Iron Savior Album geworden ist, an dem man eigentlich nicht viel auszusetzen hat. Klaro, daß Iron Savior & Gamma Ray Fans hier blind zugreifen müssen und alle Fans vom teutonischen Metal die Scheibe auch nicht links beim CD Händler liegen lassen sollten.

Fazit: 9.5 von 10 Punkten

Zurück zur Hauptseite