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4. PD-Spieletests

Yoho, ihr Spielefreaks!!

Nach dem spielemäßig schrecklichen Dezember starten wir nun durch ins neue Jahr, oder auch Jahrtausend, je nachdem wie man das nimmt. Und schon jetzt, am 10.1., zeigt sich, dass uns die Programmierer nicht vergessen haben. So sind neben zahlreichen Updates von Spielen (wovon etwa 50% allein Mattonite ausmachte, welches wöchentlich geupdatet wurde) auch einige kommerzielle Entwicklungen eingestellt und als Freeware veröffentlicht worden.

Mal sehen, ob sich diese positive Spieletendenz über den Monat halten kann.

Diesen Monat beglücke ich euch mit Tests von...

-Blade (deutsche Version)
-Rags
-BallMasterAGA
-Pishti
-The Lost Islands

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---Blade---
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Blade war eigentlich als kommerzielles Spiel gedacht und sollte bei Alive erscheinen. Da jedoch rauskam, dass Alive unlizensierte und schlicht und einfach gestohlene Software verkauft, hat der Programmierer Mark Sheeky es als Freeware ins Netz gestellt. Nun hat sich die Amiga Arena das Spiel zur Hand genommen, und es auf seine CD-Rom gebrannt. Als besonderer Schmankerl ist es exclusiv in einer deutsch übersetzten Version auf der CD zu finden. Doch kommen wir nun zum Spiel selber: Blade ist ein klassisches Rollenspiel. Man sieht die 4 Helden, die man am Anfang des Spiels wählen kann, aus einer Isometrischen Draufsicht. Sie lassen sich mit der Maus bewegen, jedoch hat jeder Mitstreiter nur eine begrenzte Anzahl an Aktionspunkten. Diese werden auch verbraucht, wenn man kämpft oder Dinge benutzt. Sind die Aktionspunkte aller Helden aufgebraucht, ist die Runde zuende. Nun dürfen sich die Monster bewegen und attackieren.

Dies klingt im Prinzip okay, jedoch wurde dieses System nicht nur in den Dungeons, sondern auch in der Oberwelt verwendet, was beim friedlichen Shoppen sehr stört, da einen eh keine Monster attackieren.

Kämpfe gehen ebenfalls rundenweise, erst schlägt der Held, bei Beenden der Runde haut euch das Monster eins auf die Mütze.

Grafisch gesehen ist das Game sehr gelungen, viele Grafiken scheinen gerendert zu sein. In den Dungeons verbreitet die Grafik eine gute Atmosphäre.

Jedoch läuft der Sound, zumindest bei mir, nicht richtig. Dies kann allerdings auch an meinen Computer liegen, deswegen würde ich dies nicht als Kritikpunkt werten.

Blade ist ein Rollenspiel, das nicht unbedingt zugänglich für Anfänger ist. Und genau deswegen möchte ich es nicht werten. Auch wenn ich gern Rollenspiele und Action-Adventures zocke, mag ich persönlich das Spielprinzip von Blade nicht und möchte jedem raten, sich ein eigenes Bild zu machen.

Wer sich sowieso die AmigaArena-CD kaufen wollte, dem empfehle ich, auf jeden Fall einen Blick drauf zu werfen, zumal die Texte auch gut ins Deutsche übersetzt wurden.

Wer sich die AA-CD nicht kaufen möchte, kann es sich ja runterladen, das ist es auf jeden Fall wert.

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---Rags---
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Okay, mag sein, dass die Zeit, in der wir leben, Amiga-mäßig gesehen doch sehr be...scheiden ist. Und dass das viele Menschen deprimiert, stimmt. Dieser Zustand der Dinge hat allerdings auch einen kleinen positiven Effekt: Einige Programmierteams geben ihre kommerziellen Projekte auf und veröffentlichen sie als Freeware. Dies ist zwar manchmal sehr traurig (siehe ACSYS), da man einige Spiele doch lieber fertig im Verkaufsregal stehen sehen würde, allerdings bei Vertretern wie Blade oder Rags macht einen das schon weniger aus.

Rags ist ein "1 on 1" Ballerspiel für ein bis zwei Spieler, das sehr an die gute alte Chaos Engine erinnert.

Die Story ist einfach und liebevoll geklaut: Nach der atomaren Apokalypse ist die Welt vollkommen zerstört. Die Überlebenden haben sich in zwei Gruppen gespalten. Die Dukes haben sich in die Unterwelt zurückgezogen und leben dort in einem dekadenten und reichen Feudalismus, während die Rags die alte Welt wiederherstellen wollten. Sie sind gescheitert und leben in Armut.

Aus Langeweile (warum auch sonst??) haben sich die Dukes ein Spiel ausgedacht, dass es den Rags erlaubt, in die reiche Unterwelt zu gelangen. Doch dafür müssen sie sich gegenseitig in einem Zweikampf bekämpfen. Hier setzt das Spiel an. Nach umfangreichen Einstellungen gelangt man in die Arena, die aus einer schrägen Vogelperspektive dargestellt wird. Anfangs besitzt man "nur" Wurfmesser, man kann sich jedoch durch diverse Extras, die plötzlich auftauchen und genauso plötzlich verschwinden, aufrüsten und so mehr Energie bekommen, oder mit einer UZI ballern. Die Arenen bestehen aus mehreren Ebenen und sind interessant gestaltet, so dass ihr auch hinter Mauern Deckung nehmen könnt, usw.

Die Grafik und der Sound des Spiels sind wirklich auf Kommerz-Niveau. Dies ist nach rund 5 Jahren Entwicklungszeit jedoch verständlich.

Allerdings wird das Spiel im Einspielermodus schnell langweilig, da es nur vier Arenen gibt. Zu Zweit sollte das Spiel allerdings jede Party für mehrere Stunden zum Kochen bringen.

Auch bei diesem Spiel kann man den Download ohne Einschränkungen empfehlen.

Aber Achtung: Ich habe das Gefühl, als wenn die Programmierer einen Virus eingebaut haben! Nach dem Spielen ist in der RAM-Disk eine seltsame Datei zu finden, und EdWord Pro ist abgebrochen. Speichert ab, bevor ihr das Spiel ausprobiert...!


Name: Rags 
Autor: Shades Productions 
  
Grafik: 9 von 10 Punkten 
Sound: 9 von 10 Punkten 
Steuerung: 7 von 10 Punkten 
Spielspaß: 7 von 10 Punkten 
  

Subjektiver Gesamteindruck des Redakteurs: 7 von 10 Punkten

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---BallMasterAGA---
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Dieses Spiel war zwar vorher nicht kommerziell, aber die Shareware- Vollversion wurde als OpenSource veröffentlicht. Bei diesem lustigen kleinen Spielchen, das auf dem Spielprinzip von 'Logical' basiert, muss man farbige Kugeln durch Leitungen in Räder befördern. Wenn sich in diesen Rädern vier Kugeln gleicher Farbe befinden, verschwinden die vier Kugeln. Ziel jedes Levels ist es, in jedem Rad einmal vier Kugeln verschwinden zu lassen. Dies klingt einfacher als es ist, denn es kommen immer neue Kugeln nach, und ihr müsst sie ständig durch die Röhren dirigieren.

Um das Ganze dann >noch< schwerer zu machen, gibt es Röhren, durch die nur eine bestimmte Farbe darf, die nur in eine Richtung gehen oder auch Röhren, die der Kugel eine andere Farbe geben.

Die Grafiken sind im Intro und auf den Zwischenbildschirmen gerendert und von Fotos gegrabbt, im Spiel jedoch einfacher gehalten. Gleiches gilt für den im Spiel einfachen Sound, der in dem Intro einer guten Musik weicht.

Alles in allem macht das Spiel sehr viel Spaß, ist jedoch sehr schwer geraten. Wer jedoch mal wieder was Kniffliges braucht, um seinen Kopf zum Qualmen zu bringen (und die Finger zum Blasensprießen), sollte zugreifen!


Name: BallMasterAGA 
Autor: Digital Amiga Dreams 
  
Grafik: 7 von 10 Punkten 
Sound: 7 von 10 Punkten 
Steuerung: 8 von 10 Punkten 
Spielspaß: 7 von 10 Punkten 
  

Subjektiver Gesamteindruck des Redakteurs: 7 von 10 Punkten

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---Pishti---
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Pishti ist die Computerversion eines berühmten türkischen Kartenspiels. Leider habe ich das Spielprinzip nicht verstanden und möchte deswegen keinen Test schreiben.

Für alle Kenner des Spiels: Die technische Umsetzung des Spiels ist gut, die Grafik ist im Windows-Solitaire Stil gehalten.

Ein Download lohnt sich also für alle, die das Spielprinzip schon kennen oder gute Englischkenntnisse für die Anleitung haben.

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---The Lost Islands---
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Öfter mal was Neues! Erinnert sich noch jemand an die seltsame 3D-Version von Pacman, in der man von Intel- und Atari-Schildern statt Geistern verfolgt wird? Dieses Spiel ist in dieser grafischen Art gehalten (allerdings nur Pseudo-3D), jedoch müsst ihr nicht Punkte sammeln und vor Geistern abhauen, sondern aus einem Labyrinth fliehen.

Dies ist wirklich gar nicht so einfach, wie es anfangs klingt. Auch durch die sich stetig verringernde Zeit ist man sehr unter Druck. Aber die absolut geniale Hintergrundmusik motiviert einen immer wieder zum Weiterprobieren. Hat man ein Labyrinth geschafft, kommt man direkt zum nächsten. Damit man nicht immer wieder von vorn anfangen muss, gibt es für jedes Level ein Passwort.

Die Level sind ziemlich komplex, und zum Finden des Ausgangs bedarf es mehr als das sture Ausprobieren aller Wege.

Nach einiger Zeit demotiviert einen aber auch die Musik, und das Spiel wird einfach langweilig.

Das Spiel ist ein lustiger Zeitvertreib, schon allein wegen der Titelmusik lohnt sich der Download.


Name: The Lost Islands 
Autor: Engine Nine Design 
  
Grafik: 5 von 10 Punkten 
Sound: 9 von 10 Punkten 
Steuerung: 8 von 10 Punkten 
Spielspaß: 4 von 10 Punkten 
  

Subjektiver Gesamteindruck des Redakteurs: 6 von 10 Punkten

So, das war's für diesen Monat. War mal wieder erfrischend viel los. Ich werd nun erst mal noch ein paar Runden die Titelmusik von TLI hören, um mich morgen guter Dinge auf die Suche nach neuer Freeware zu machen. Im Auftrag ewiger Jugend und Glückseligkeit...oder so.

Bis dann!

Malte Mende

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