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Mit an Board war noch Gwynne Thomas, der damals für C= in Hong Kong arbeitete und bei Amiga Tech. die "Teileversorgung" sicherstellen sollte, sowie die Produktion in Gang zu bekommen.
Später kam noch Gilles Bourdin dazu, der in der Presseabteilung bei C= bereits eine Weile tätig war und diesen Job bei Amiga Tech. übernahm und sich mit Petro darum "streiten" musste, welches Logo wir denn nun nehmen und wieviel Farben es haben darf (Gilles wollte den Amiga Haken in 4 Farben, Petro nicht, weil zu teuer, bzw. Gilles hätte es von seinem Budget abzwacken sollen/müssen)......die Logos änderten sich jedenfalls ab und zu....ich dachte mir eigentlich nur, daß es Wichtigeres gibt....naja.
Die Braunschweiger Jungs gab es auch noch (Axel Krämer, Andreas Steep)...zu verkaufen gab es halt jede Menge CD32, der A1200 wurde bei Escom ja bekannterweise neu aufgelegt.....
Es gab viele Fragen, warum der A1200 nicht verbessert wurde, so bezüglich der Unterstützung von HD-Laufwerken etc.
Ist eigentlich einfach zu beantworten....es war nicht möglich die "Paula" so zu verändern, daß sie von sich aus HD-Laufwerke verwalten konnte. Es lagen auch nicht mehr alle Unterlagen seitens C= vor, so daß man die Paula schon scheibchenweise(!) abfräsen musste, um nachzuvollziehen, was in ihr vorgeht.
Im Grunde war man froh, wenigstens den A1200 anbieten zu können...damals führten wir Gespräche mit Mitsumi wegen DD-Diskettenlaufwerken, deren Preise etc.....sicher war ein HD-Laufwerk um 50% günstiger als ein DD- Laufwerk, das kaum noch im Markt eingesetzt wurde, aber es sollte ja auch noch funktionieren.
Naja, weiteres muss ich wohl kaum erzählen, die verschiedenen HD- Laufwerksvarianten im Markt seitens Vesalia, Amtrade etc. sind ja bekannt.
Irgendwann waren wir in der Lage den A4000T aus C= Produktion anbieten zu können...Doc Peter und ich waren der Ansicht, den Preis "niedrig" zu gestalten, um so Stückzahlen in den Markt zu bekommen....wir wurden auch von Petro gefragt, ob wir es lieber so hätten, oder doch eher einen hohen Preis, um die "paar" Geräte nicht zu verschleudern. Letzteres kam dabei heraus, da er der Ansicht war, daß wir nichts zu verschenken hätten....
So vergingen die Tage, und ich empfand die ganze Sache als wenig produktiv. Gespräche mit Telenorma wegen Anschlüssen im Haus, Beschaffung von Arbeitsplatzgeräten, die wir aber so nicht bekamen, weil entweder Teile nicht verfügbar oder zu teuer waren. Petro gab uns zwar freie Hand bei der Beschaffung der Teile, aber ohne Genehmigung ging dann doch nichts und so verzögerte sich die Bestellung für interne CPU-Boards und Speicher schon deswegen um 2 Wochen, weil Petro im Ausland unterwegs war. Es gab auch die Anweisung, möglichst alle Teile intern über Escom zu beziehen, allerdings kostete ein 2MB-Chip-RAM Modul dort ca. dreimal soviel als bei Hirsch & Wolf, und es war schon ein Kampf, ihn davon zu überzeugen, daß Escom eben nicht zu den "Billigsten" gehörte. Auch ein Versuch meinerseits, dem Verkauf bei ESCOM klarzumachen, daß a) kaum jemand 2MB-PS/2-Module benötigt und es b) angebracht wäre, die Preise zu senken, bevor sie abgeschrieben werden mussten, interessierte irgendwie niemanden. Kurzum, sie wurden dann von mir bei Hirsch & Wolf gekauft. Ich erlebte noch den Wareneingang und übergab die Teile dann Doc Peter, kurz vor meinem Ausscheiden. Nachher müssen die Teile (nachdem sie im Haus wohl verschiedene Wege gingen) Beine bekommen haben, jedenfalls wurde ich Wochen nach meinem Abgang darauf angesprochen, wo die Teile geblieben seien. Da ich sie ordnungsgemäß übergab, war ich aus der Sache raus.
Es kam, wie es kommen musste, mein Ausstieg kam eher unfreiwillig, aber im Nachhinein bin ich doch froh darum, auch wenn mich die Gründe mehr als nur geärgert haben. Escom hatte damals die CD32-Posten von C= übernommen und Escom-Chef Schmitt wollte die Teile einer spanischen Handelskette vorführen (oder besser gesagt ich). An der Stelle sei wieder mal anzumerken, sich auf niemanden zu verlassen und wirklich alles selbst zu erledigen. Na ja, jedenfalls standen die Teile noch ungeöffnet "irgendwo" bei Escom herum, keiner konnte mir sagen, in welchem Zustand die Dinger sind. Lt. Petro alle orig. verpackt. Ich hab mich dann mit einem Lagermenschen bei Escom "abgesprochen" (weil er wusste, wo sie sind), daß ich so ein Teil für Montag morgen benötige und ich mich mit ihm eine Stunde früher bei Escom treffen möchte, um das Teil in Empfang zu nehmen (Monitor hatte ich bereits im Auto). Es war Montag morgen, der Lager-Mensch war nicht da, und keiner wusste von den CD32....schließlich bekam ich doch noch ein Gerät zu fassen, und wie sich herausstellte, waren es französische Versionen mit falschen Kabeln. Ich bin durch alle Hallen Escoms gewandert und durch den Escom-Shop plus Technik-Abteilung, es war kein Adapter aufzutreiben und so konnte ich nur berichten, daß die Vorführung nicht stattfinden kann. Darüber war Schmitt natürlich nicht erfreut.
Einige Stunden später (Anmerkung, meinen Arbeitsvertrag hatte ich noch nicht unterschrieben, weil er mir nach 4 Wochen noch nicht vorlag) rief mich Petro rein und meinte, mich dann runterputzen zu müssen (bzw. zu können). Er sei mit mir nicht zufrieden und selbiges habe ich dann zu ihm gesagt. Vor allem habe ich ihm gesagt, daß Amiga Technologies vielleicht 1 bis 2 Jahre durchhält, bevor sie den Bach runtergehen, wenn man schon wieder anfängt jeden Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Naja, jede Erwiderung war zwecklos, es lag nicht in seinem Interesse (oder den Möglichkeiten) etwas zu ändern. Es wurde ein Sündenbock gebraucht. "Ob ich ihn lächerlich machen wollte" etc....so ein Schmarrn.
Doc Peter ging nach dem "lautstarken" Gespräch zu Petro und gab ihm sein Mißfallen zu verstehen, worauf Petro ihm antwortete, er könne gleich mit gehen, sollte ihm die Entscheidung nicht passen.
Trotzdem sollte/durfte ich einigen Gästen noch zeigen was mein Amiga so leistete......es änderte aber nichts an seiner Entscheidung (Jahre später sagte er mir, es sei Anweisung von Schmitt gewesen, so zu handeln.....).
Ich teilte der Personalabteilung mit, meine Papiere fertigzumachen, die natürlich erstaunt waren, da sie noch nicht mal mit ihren Unterlagen fertig waren......man fragte mich nach dem Grund und empfahl mir, mich an den Betriebsrat zu wenden...ich lehnte ab...ich wollte nur schnell weg.....Petro versuchte mich an meine Kündigungsfrist zu binden....ich sagte ihm, daß mir auch plötzlich sehr schlecht werden könne, sollte er einer Freistellung nicht zustimmen....wir "einigten" uns darauf, die Kündiungsfrist fallen zu lassen und am nächsten Tag war ich weg.
Fortsetzung folgt...