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Entwicklerkit und Markenschutz - zwei wichtige Amiga-Themen dieser Tage
In diesen Tagen macht AMIGA seine Ankündigung vom 1. April wahr und liefert das Developerkit aus. Damit ist ein wichtiger Schritt hin zum Amiga der nächsten Generation getan: Ab sofort kann jeder Entwickler seine Software für das neue System portieren oder auch völlig neue Programme schreiben. Bereits am Anfang stellt das Developerkit mehrere Programmiersprachen zur Verfügung - und mit der Zeit werden immer mehr Implementierungen hinzukommen.
AMIGA ist dabei, eine Reihe von Support-Strukturen zu schaffen, um Programmierern zum einen mit Rat zur Seite zu stehen und zum anderen das notwendige Maß an Koordination der Entwicklungsbemühungen zu gewährleisten. Jetzt sind die vielen Coder gefragt, die für den bisherigen Amiga Software geschrieben haben und das zum Teil immer noch tun: Je mehr Programmierer bereits vor Erscheinen des AmigaNG für ihn entwickeln, desto größer wird der strategische Vorteil sein, der ihm im Vergleich zu anderen Betriebssystemneuentwicklungen daraus erwächst. Denn oftmals scheitert ein - von der Qualität nicht selten gutes - neues OS an der selbst nach Monaten noch sehr dürftigen Softwareauswahl. Und das darf beim neuen Amiga- Betriebssystem auf keinen Fall passieren.
Ein zweites Thema, das in den letzten Wochen aktuell geworden ist und nicht wenige Amiga-Anwender verärgert hat, ist die Markenschutz-Politik von AMIGA. Um es kurz zu machen: Das Unternehmen hat keine andere Wahl, als penibel auf die Einhaltung seiner Markenrechte zu achten. Andernfalls besteht nämlich aufgrund der US-Gesetzgebung die Gefahr, dass der Gesellschaft der alleinige Anspruch auf die Marke "Amiga" aberkannt wird, fortan also auch ein vollkommen anderes Produkt eines beliebigen Herstellers unter dieser Bezeichnung auf den Markt gebracht werden dürfte - der Schaden für AMIGA wäre immens, nicht umsonst hat das Unternehmen Millionen US-Dollar hauptsächlich für die gleichnamige Marke ausgegeben. Übrigens gab es auch in anderen Ländern schon solche und ähnliche Fälle: In Deutschland beispielsweise war "Selters" früher eine geschützte Marke, bis der Name allmählich immer mehr zum Synonym für "Mineralwasser" wurde. Daraufhin wurde der Markenschutz gegen den Widerstand des Getränkeherstellers gerichtlich aufgehoben.
Nach diesem Abstecher aber wieder zurück zu AMIGA. Wer dessen Markennamen oder Logo für ein eigenes Projekt verwendet oder verwenden will, muss dazu das Einverständnis des Unternehmens einholen. Entsprechende Mails sind mit dem Betreff "Trademark" an gary@amiga.com zu richten.
AMIGA aktuell hat das übrigens bereits getan, und die Erlaubnis zur Nutzung von Logo und Markenname wurde schnell und unbürokratisch gegeben.
In eigener Sache weise ich zum Schluss auf eine kleine, für die Zukunft dieses Magazins aber sehr wichtige, Umfrage hin, die wir in dieser Ausgabe durchführen. Ich bitte euch ALLE, die paar Minuten zu investieren und an ihr teilzunehmen. Danke.
Bis nächsten Monat,
euer
Carsten Schröder