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26 Leser hatten das letzte Mal bei unserem Gewinnspiel mitgemacht. Bitte denkt auch diesmal wieder an die Teilnahme. Ihr wisst ja, dass man auch schon mit zwei Antworten gewinnen kann.
Jetzt aber zur Auflösung:
| Standard-Frage: | Wie heißt das von AMIGA herausgegebene Online-Magazin, |
| dessen Erstausgabe im April erschienen ist? | |
Antwort: Der richtige Name lautet »Amiga World«
| Master-Frage: | Nenne zwei NICHT x86-kompatible Prozessorreihen, auf denen |
| das Betriebssystem des Amiga der nächsten Generation | |
| nach Angaben AMIGAs lauffähig sein wird. | |
| Antwort: | Hier waren mehrere Antwort-Kombinationen möglich, beispielsweise | |
| MIPS und PowerPC. | ||
| Meinungsfrage: | Wie beurteilst du, dass das neue Amiga-Betriebssystem auch |
| auf x86-Systemen lauffähig sein wird? | |
Die Auswertung:
| Antwort | Anzahl der Nennungen |
| 1 (Positiv.) | 19 |
| 2 (Negativ.) | 4 |
| 3 Leser konnten sich nicht zwischen 1 und 2 entscheiden bzw. haben die | |
| Meinungsfrage nicht beantwortet. | |
Einige Einsender hatten zu ihrer Beantwortung der Meinungsfrage Stellung bezogen:
Rainer Traub hat mit Antwort "1 - Positiv" gestimmt: »Ich finde es gut, dass das neue Amiga-Betriebssystem auch auf x86-Systemen lauffähig sein wird, da es dadurch sicher schnell eine große Verbreitung findet. Schließlich benutzt doch heutzutage schon fast jeder einen PC, und wenn er von ALDI ist...«
Thomas Kölsch betont, dass man nicht auf einen x86-Prozessor angewiesen sein wird: »Ich habe zwar immer noch eine Abneigung gegen x86, aber da ich diesen ja nicht benutzen muß, ist es mir egal. Hauptsache, es werden neue User und Developer dadurch gewonnen.«
Klaus Moddemann ist für x86 und sieht die Chancen des AmigaNG durch die jüngsten Virenangriffe erhöht: »Ich denke, es ist positiv, dass das neue OS auch auf x86-Hardware laufen wird, da Amiga so mehr Anwender erreichen kann. Die neuerlichen Virusattacken auf Windowssysteme erhöhen die Chancen auf einen Erfolg, denn wer möchte schon ein System, auf das es sehr viele Virenprogrammierer abgesehen haben.«
Auch Volker Grabbe stimmt der Unterstützung von x86-Hardware zu: »AmigaNG auf x86? Ja, die gute Verfügbarkeit von Komponenten wie aktuellen Motherboards und damit bedingte Unterstützung der neuesten Entwicklungen (DDR-RAM etc. ) sorgt für einwandfreie Systeme. Zumal man heute nicht unbedingt Intel verwenden muß. Als CPU-Hersteller ebenfalls sehr gut (momentan was die Lieferfähigkeit angeht sogar weitaus besser als Intel) ist AMD und vor allem im Low-Cost-Bereich mit seinen neuen DURON-CPUs erste Wahl. Als Chipsatzhersteller gibt es dort nur die Firma VIA, ebenfalls ein Intel- Mitbewerber, der aber auch mit einer eigenen CPU aufwarten kann (Cyrix III), diese aber dem Duron und selbst dem Intel Celeron nicht das Wasser reichen kann.
Vor allem kann man dann seine Zusatzhardware wieder im Laden um die Ecke kaufen!«
André Köhler ist unschlüssig: »Bei der Meinungsumfrage kann ich mich nicht entscheiden, da die Vorteile (weite Verbreitung des x86-System) und die Nachteile (BIOS - Festplattenerkennung, usw.) sich aufheben.«
Gernod Schomberg meint: »Schon vor 10 Jahren, als ein Computer-Freund von mir voll auf PC abgefahren war, hatte ich ihm gesagt, gegen einen PC als Rechner hätte ich gar nichts, wenn nur das Betriebssystem etwas ähnliches wäre wie AmigaOS. Und diese Meinung verstärkte sich immer mehr mit dem Aufkommen von Windows.
Es ist ja nicht der Prozessor, der aus dem PC so ein unhandliches Gerät macht, sondern das unförmige Windows-Betriebssystem. Bis Windows 3.1 konnte man noch selbst etwas tun, auch wenn es schon über 10 MBytes brauchte, um überhaupt laufen zu können, aber wenn ich bei meinem Freund erlebe, dass er nach Einsetzen einer "Plug'n Play"-Soundkarte und Win95 erst mal von der CD zig MB herunter laden muß, weil sein Rechner nicht mehr arbeiten will, dann kann ich das nicht mehr als brauchbares System ansehen. Beispiele ließen sich noch beliebig bringen, aber auch "ILOVEYOU" war doch nur möglich, weil Micro$oft in ihren Internet-Programmen die Möglichkeit zum Zugriff auf den Rechner eingebaut hat! Die x86er Prozessoren bringen durchaus ihre Leistung. Die Custom-Chips, die dem Amiga zu den damals einmaligen Fähigkeiten verholfen haben, sind jetzt auf den Grafik- und Ton-Platinen auch gut aufgehoben. Und ein schlankes AmigaNG-Betriebssystem wird von den Geschwindigkeiten, zu denen diese Prozessoren getrieben wurden, um Windows9x überhaupt möglich zu machen, auch nur profitieren.«
Fritz Trampnau träumt von einem "68200-Amiga": »Nun ja, was soll Man(n)/Frau machen? Der" Wintel-Prozi", ist nun mal einer der billigsten, außerdem auch noch schnell, aber eben halt kein AMIGA. Das wirklich schlimme daran ist, daß die neuen "AMIGAs", fortan in jeder "Dosen-Kiste", laufen werden! (Schauder) Mir wäre ein echter "68ooo-er", auch lieber gewesen (z.b. 682oo mit 800 MHz) - gibt's aber nicht, wie bekannt war bei 68o6o "Schluß"! Da hilft kein Jammern - schau'n wir 'mal, was kommt - wie's ausgeht!«
Daniel Pisanec schreibt: »Ich finde es eher "positiv", dass das neue AmigaOS auch auf x86-Systemen laufen wird, und zwar aus dem ganz einfachen und triftigen Grund: Dadurch kann Amiga eine SEHR VIEL BREITERE Masse ansprechen. Dadurch bekommen wir viel mehr Käufer, da diese nicht noch teure Hardware kaufen müssen.
Mit anderen Worten: Amiga wird durch die Portierung zu x86 erfolgreicher!«
Oliver Tacke ist geteilter Meinung: »Das mit der Lauffähigkeit auf x86 Prozessoren ist so eine Sache. Amiga wird selbst keine Hardware herstellen. Entschließt sich aber ein Drittentwickler, einen Desktop-Rechner auf nicht- x86-Basis zu bauen, so muß er zwangsweise irgendwie den Leuten klarmachen, dass dieser mit den preislich billigen x86 konkurrieren kann. Nicht ganz einfach. Andererseits eröffnet die x86-Lauffähigkeit natürlich einen großen potentiellen Kundenkreis im Desktopmarkt.«
Holger Biehl sieht die Sache positiv: »Für die meisten gegenwärtigen Amiga- User sind andere Prozessorfamilien als die x86er-Reihe wahrscheinlich interessanter, aber die x86er ist wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, schnell neue User und Entwickler zu erreichen (denn kaum einer würde sich einen komplett neuen Rechner kaufen, auf dem bis auf ein Betriebssystem, für das es (noch) kaum Software gibt, nichts läuft).
Aber da das neue System ja komplett plattformunabhängig (über einen virtuellen Prozessor) läuft, kann sich jeder den Prozessor nehmen, der ihm gefällt.«
Jean Holzammer kritisiert: »Bloß zwei Auswahlmöglichkeiten für die Masterfrage? Ich denke, die Lauffähigkeit auf x86 neben einer Vielzahl von anderen Plattformen hat weder besonders positive noch besonders negative Auswirkungen auf Erfolg/Mißerfolg des Produkts.«
Dieter Klingschat fasst seine Meinung in einen Satz: »Ich glaube, daß in der x86-Hardwareplattform mehr drinsteckt, als das veraltete und überladene WINDOWS dort herausholt (Beweis: BeOS)!«
Christian Aichinger hat eine gute Begründung für seine Zustimmung: »Das finde ich ganz gut. Da bekommen die armen PC-User endlich mal ein richtiges Betriebssystem in die Hände ;).«
Thomas Mitzschke fand die Frage offenbar nicht sehr interessant, da sein Statement sich mit einem anderen Thema beschäftigt: »Ich glaube, daß die AMIGA-Gemeinde in letzter Zeit sehr zurückhaltend auf Neuankündigungen reagiert.
Ein Grund sehe ich in den Ankündigungen der letzten Zeit, besonders im Hardware-Bereich, die mehr oder weniger in Schall und Rauch aufgegangen sind.
Auch die Art und Weise, wie man neue Produkte vermarktet - erst Geld und dann wird vielleicht hergestellt, liegt mir persönlich gar nicht, besonders wenn diese Firma dann vor dem AUS steht und das eingezahlte Geld futsch ist.
Ich habe mich entschieden, an meinem jetzigem System nicht mehr so viel zu investieren und mein Geld lieber in ein neues AMIGA-Hardware-System zu stecken.«
Fazit:
Das Ergebnis ist eindeutig. Eine große Mehrheit stimmt der Unterstützung der x86-Prozessorreihe zu. Vorteile werden vor allem aufgrund der großen Verbreitung dieser CPUs gesehen.
Zwar gibt es zum Teil auch kritische Stimmen, der oftmals vermutete "x86- Hass" scheint unter den Amiga-Anwendern jedoch so gut wie nicht zu existieren.
Nun aber zu den Preisträgern des letzten Gewinnspiels:
| 1 x Vollversion von "CDCat": Fritz Trampnau |
| 1 x Vollversion von "Future Drive Accelerator": Klaus Moddemann |
| 1 x Texterkennungssoftware "Migraph OCR": Sascha van Wahnem |
Herzlichen Glückwunsch!