Roland Grapow: Kaleidoscope
Schon die 1997 erschienende CD " The 4 Seasons Of Life " ließen erahnen, daß
in Herrn Grapow mehr Potential steckt, als man bisher durch seine
Tätigkeit als Helloween Gitarrist vermutet hatte; auch wenn es damals
einige Kritikpunkte gab. Diese hat sich Roland Grapow für sein neues
Release aber zu Herzen genommen, was somit auch einige Änderungen mit
sich brachte: An den Vocals ist nun Yngwie Malmsteen Frontsirene
Michael Vescera zu hören und der " Meister " beschränkt sich nur noch auf
die Gitarre. Besser so, den Vescera`s Vocals dröhnen wesentlich
kraftvoller und höher durch die Boxen, als seinerzeit die von Roland
Grapow. Komplettiert wird das ganze noch von Barry Sparks (Drums),
Mike Terrana (Drums; spielte kürzlich noch bei Gamma
Ray für den damals verletzten Dan Zimmerman) und Rough Silk Mastermind
Ferdy Doernberg (Keyboards). Als Prominenten Gastmusiker hat man obendrein
noch Jens Johansson (Stratovarius Keyboarder) geholt. Von der Besetzung
her gibt`s schonmal keinerlei Probleme und erfreulicherweise vom
musikalischen auch nicht. Alle 11 Songs wirken äußerst routiniert und
erfreulich frisch. Neben dem gelungenen Opener " Walk On Fire " können
vor allem die beiden Überballaden " A Heartbeat Away " und " Angel Face "
sowie der Gassenhauer " Till The End " und natürlich der Titeltrack
selber. Das Instrumental " Listen To The Lyrics " ist aber auf einem
ähnlich hohen Niveau angesiedelt wie die vorher genannten Kompositionen.
Bleibt unter dem Strich eine, im Gegensatz zum Vorgänger, stark
verbesserte Scheibe, die keinerlei musikalische Schwachpunkte hat und
somit bedenkenlos empfohlen werden kann.
Fazit: 9.5 von 10 Punkten
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