Labyrinth: Timeless Crime
Wer sich jetzt fragt, ob eine der Überraschungen im Bereich des
Melodic Metals aus dem letzten Jahr eine neue Scheibe eingespielt hat,
den muss ich leider enttäuschen. Bei " Timeless Crime " handelt es
sich nur um eine normale EP (in anderen Quellen auch als Mini Album
bezeichnet), die 5 Songs enthält. Neben einer neu eingespielten
Accustic Version von " Falling Rain " (von der `98er Scheibe " Return
To Heaven Denied ") und " In The Shade " (vom Debut " No Limits "), gibt`s
mit dem neuen Stück " Save Me " einen Track, der ganz in der
Tradition von " Return To Heaven Denied " liegt, und dementsprechend gut
gelungen ist, auch wenn Stratovarius Einflüsse recht deutlich sind.
Zusätzlich fand auch ein Stück vom ersten Demo namens " Out Of Memory "
seinen Weg auf die CD.
" Soweit so gut ", werden sich viele sagen, aber wo ist die in
der Werbung versprochene Live Version und die Sanctuary Coverversion
" Die For My Sins "? Erstere ist überhaupt nicht auf der CD zu finden,
letztere im Anschluss an den letzten Track " Falling Rain ". Diese
Vorgehensweise ist total irreführend, da die Tatsache, daß das
Vorhandensein nirgendwo erwähnt wird, irgendwie komisch ist. Zudem
hätte man auch bitte zwei einzelne Tracks daraus machen können und
nicht erst eine kurze Pause und dann den nächsten Track
(dann könnte man ja bald alle Songs in einer Audio Spur unterbringen)....
Na ja, das alles wäre ja noch in Ordnung, wenn der Spaß nicht glatte 20
Mücken kosten würde. Die Musik ist zwar über jede Kritik erhaben,
aber 20 Märker sind für 5 Tracks doch etwas viel. Eingefleischte
Labyrinth Fans kännen (und sollten) sich die EP natürlich zulegen;
allen anderen, die Interesse an Stratovarius-like Melodic Metal haben,
sollten sich den (sehr guten) Vorgänger " Return To Heaven Denied "
oder gar das (etwas progressivere) Debut " No Limits " auf ihrem
Kaufzettel notieren.
An den Label sei hier noch vermerkt, daß man mit einer solchen
Marktpolitik weder sich noch der Band dienlich ist; für einen
" normalen " Preis von 12 DM hätten sicherlich einige Fans mehr zugegriffen.
Fazit:----
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