Vorwort
Wer von Ihnen kennt nicht diese Situation: Sie installieren eine neue Software und nach dem Start erscheint nicht etwa das Programm, sondern eine kleine Meldung mit dem Vermerk "Sie benötigen die XYZ.library Version 42.23". Sie schauen in Ihr Library-Verzeichnis und stellen fest, daß Sie "nur" die Version 42.22 besitzen.
Um solche Situationen zu vermeiden und Ihre Systemdateien stets aktuell zu halten, nutzen Sie LDDCheck. Die mir vorliegende Version ist die vierte Veröffentlichung (29.08.99) und ist eine Gemeinschaftsproduktion von Michaela Prüß und Heiko Schröder, die Ihre Programme "VersCheck" und die Datensammlungen "LibGuide", "DTypesGuide" und "DevsGuide" kombiniert haben.
Damit "LDDCheck" selbst aktuell bleibt, erscheint monatlich eine neue Version mit den aktuellen Systemdateien. Das Archiv enthält das Programm "VersCheck", Skripte für das Auswerten der Librarys, Datatypes und Devices, sowie ausführliche deutsch- und englischsprachige Anleitungen.
Eine Installationsskript wurde nicht mitgeliefert, da ein Kopieren des Verzeichnisses auf die Festplatte vollkommen ausreicht.
Versionscheck
Alle Überprüfungen basieren auf dem Programm "VersCheck". Wie der Name schon andeutet, gibt es die Versionsnummern aus und vergleicht sie mit den ihm bekannten Versionen, die in den entsprechenden Guides vorhanden sind.
Die Funktionen von "VersCheck" sind sehr vielfältig und zu ihrer vollständigen Nutzung, sollte man unbedingt vorher die Anleitung lesen. Für den Schnelleinstieg und den sofortigen Versionsvergleich der eingangs erwähnten Libraries, Datatypes und Devices, liegen Skripte vor, die per Icon-Klick aktiviert werden können.
Diese Skripte erzeugen nicht nur einfache Vergleichslisten, sie können wesentlich mehr. Nach der Aktivierung erscheint ein Ausgabefenster, in dem alle Aktivitäten angezeigt werden. Je nach Umfang der Dateien nimmt dies mehr oder weniger Zeit in Anspruch, generell ist die Geschwindigkeit aber hoch.
Hiernach werden folgende drei Dateien im RAM gesichert:
- AllXXX: Hier werden alle Informationen über die gescannten Systemfiles ausgewiesen.
- NewXXX: Die Libraries werden ausgewiesen, die den Programmautoren noch nicht bekannt sind.
Man sollte sich kurz die Zeit nehmen, den Autoren unter der E-Mail-Adresse age@thepentagon.com diese Libraries mitzuteilen, denn das Projekt lebt auch von der Beteiligung der Amiga-User.
- OldXXX: Es werden alle Files angezeigt, die auf Ihrem System nicht mehr aktuell sind.
Hierzu wird wirklich ein Superservice angeboten, der für alle sehr ansprechend ist, die über einen Internet-Zugang verfügen. Nach Abschluß der Scan-Aktivitäten fragt das Programm nach, ob Sie die Erstellung einer HTML-Seite wünschen.
Bejahen Sie dies und gehen anschließend mit dieser Seite online, so wird zunächst die Homepage der Autoren geladen und dort die Frage nach dem für Sie günstigsten Aminet-Server gestellt. Wenn Sie einen ausgewählt haben, wird anhand Ihrer veralteten Files eine Liste erstellt, die den direkten Aminet-Download der aktuellen Versionen möglich macht und auch die Aminet-CDs anzeigt, die die Dateien enthalten.
An dieser Stelle ein ganz großes Lob an die Autorin und den Autor für dieses hervorragende Angebot! Positive Erwähnung verdient auch die Erstellung von Warnlisten, die z.B. Files mit Viren oder 'Fakes' (Fälschungen) auflisten.
Immer updaten?
Selbstverständlich ist es schön, seine Systemdaten immer auf dem neuesten Stand zu halten. Dennoch an dieser Stelle ein Hinweis von mir:
Wenn Sie Updates durchführen, überprüfen Sie bitte, ob sich die neue Version schon etabliert hat. Das erkennen Sie z.B. daran, in wievielen Programmen die neue Version schon genutzt wird. Weiterhin sollten Sie immer eine Sicherheitskopie der Orginale, insbesondere der orginalen Amiga-Files, bereithalten oder diese beispielsweise in 'XYZ.library-ORG' umbenennen.
Denn: alles was neu ist, muß nicht unbedingt besser sein. Aus meiner eigenen Erfahrung als Betatester für "Gunbee F-99" weiß ich zum Beispiel, daß dieses Spiel ausschließlich mit der Orginal-Amiga-'Mathtrans.library' läuft. Alle späteren (und nicht offiziellen) Libraries, die sicherlich bei einigen Programmen für schnellere Geschwindigkeit sorgen und problemlos laufen, bringen "Gunbee F99" zum Absturz.
Fazit
Nochmals ein Kompliment für dieses wirklich rundherum gelungene Versionsvergleichstool. Man kann die Installation und Nutzung von LDDCheck jedem Amiga-User nur nahelegen, damit Sie Ihr eigenes System einfach und bequem aktuell halten.
Sollten Sie LDDCheck nutzen und Files finden, die den beiden Autoren nicht bekannt sind, melden Sie diese bitte, denn damit tragen auch Sie einen Teil dazu bei, daß dieses äußerst nützliche Tool stetig weiterentwickelt wird und auch alle anderen User ein aktuelles System haben.
| Programm: | LDDCheck | |
| Status: | Freeware | |
| Autoren: | Michaela Prüß | Heiko Schröder |
Bezugsquelle: http://ftp.uni-paderborn.de/pub/aminet/docs/lists/LDDcheck.lha
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