Einführung:
Dieser Kurs widmet sich der Erleichterung der Arbeit mit der Workbench,
der Verbesserung ihrer Funktionen und auch ihrer Verschönerung. Natürlich
gibt es unzählige Programme, Patches usw., die dazu beitragen (wollen).
Ich werde nicht auf alle eingehen können, hoffe aber, daß hier ein paar
Anregungen und Tips dabei sein werden, die noch nicht allen bekannt sind.
Bei vielen Programmen gibt es spezielle Formen des Nutzungsrechtes. Es kann sich z.B. um Shareware, Cardware o.ä. handeln. Ich gehe darauf nicht in jedem Fall explizit ein. Eine Demoversion ist so gut wie immer frei erhältlich. Als Quelle fungiert das Aminet.
Verschiedene Funktionen sind auch in Multifunktions-Commodities integriert, im Teil 6 werde ich auf ein Beispiel hierfür eingehen.
Der Kurs setzt sich aus folgenden Artikeln zusammen:
Im vergangenen Kursteil hatten wir uns mit der Verschönerung des Workbench-Outfits beschäftigt. Dieses Mal dreht sich alles um ZusatzFX. Smarte noch dazu. Was soll das sein?
Gemeint sind Hilfsprogramme und Patches, die spezielle altbekannte Funktionen (gerade der WB) verändern und verbessern. Die Klassifizierung fällt nicht immer leicht, auch gehören einige in Frage kommende 'Objekte' in andere Kursteile, so z.B. in den 'Disk-Tuning'-Teil.
Doch ich lege einfach mal los:
Wen hat es nicht schon gestört? Die Shortcuts der WB sind teilweise schwer zu merken und was noch schlimmer ist: viele Funktionen sind gar nicht erreichbar. Abhilfe schafft ReKeyIt, ein kleines Commodity, welches selbstdefinierte Tastaturkürzel verwaltet. Mit Hilfe eines MUI- Prefsprogrammes kann man sehr komfortabel alte Kürzel abändern oder neue hinzufügen.
AppMenuCX, das CX deutet schon auf ein Commodity hin, erweist sich als hilfreich, wenn man dem Hilfsmittel-Menü der Workbench eigene Einträge hinzufügen will. Es ist nur eines von vielen Tools, die einem diese Möglichkeit bieten, aber recht gut konfigurierbar.
Das folgende Programm bietet ebenfalls diese Funktion und noch viel mehr: Toolmanager ist schon legendär. Wenn man sich auf die nicht ganz simple Konfiguration erst einmal eingefuchst hat, macht es Spaß individuelle Docks zusammenzustellen, die einem schnellen Zugriff auf die am häufigsten benötigten Programme bieten.
Docks sind waagerecht oder senkrecht auf der WB positionierbare Bänke mit Einträgen (beliebige Texte oder Icons oder Bildchen), die, auf einen Klick hin, ein definierbares Programm aufrufen. Wenn man bei ToolManager einen Text auf das Editor-Icon zieht, wird zusätzlich versucht, die Applikation mit dieser Datei zu starten - der Text wird also automatisch in den geöffneten Editor eingeladen. Ob das funktioniert, richtet sich aber nach den jeweiligen Programmen.
Als nächstes nehmen wir uns die Shell vor. Für Puristen, die zwar keine umfassende, aber doch hilfreiche Verbesserung wünschen, ist AppCon genau das Richtige. Dieses kleine Tool muß mit 'Run' in der Shell-Startup gestartet werden. Sodann lassen sich Icons in die Shell ziehen und es erscheint automatisch der vollständige Pfad der Datei am Cursor.
Noch sehr viel weiter geht KingCON, die Mutter der Shell-Utilities. Es bietet zusätzlich auch Dinge, wie automatisch vervollständigte Filenamen mit der Tab-Taste (wenn man nur den Anfang eingegeben hatte) oder einen Filerequester und nicht zu vergessen auch eine History des Shell-Textes, der gepuffert wird, so daß man im Fenster auch nochmal nach oben scrollen kann - ein früher doch gelegentlich schmerzlich vermißtes Merkmal der 'naturbelassenen' Shell.
Es ist doch ärgerlich wenn man beim 'Befehl ausführen' des WB-Menüs plötzlich feststellt, daß man den genauen Dateipfad vergessen hat und nicht mal schnell nachschauen kann, da die WB in diesem Modus dummerweise nicht asynchron läuft und man den Requester also erst verlassen muß.
Jetzt kann man natürlich sagen: "Selber schuld. Besser gleich die Shell nehmen!". Aber warum solch ein Aufwand? ;) Denn das ist ja doch nur ein Beispiel, um eine Anwendungsmöglichkeit von StringReq aufzuzeigen.
Denn wenn man in einer solchen Eingabezeile nun doppelklickt, öffnet sich ein Filerequester, der die komfortable Auswahl ermöglicht und den Pfad dann als Text an die Zeile übergibt. Auch bei manchen anderen Programmen (man nehme nur F-Key), die die Eingabe von Pfaden verlangen, aber keine Filerequester anbieten, wird das Leben (und Arbeiten) so leichter.
Mit Req2Key wird eine andere Funktion von Requestern verändert. Wenn zahlreiche Knöpfe mit Auswahlmöglichkeiten angeboten werden, so ist es jetzt möglich, mit den F-Tasten die Richtige auszuwählen, ohne auf die Maus angewiesen zu sein. Die F3-Taste wäre z.B. der dritte Knopf von Links. Mit Return kann man leicht auf Auswahlsituationen mit einem oder zwei Knöpfen reagieren (als 'Okay').
Etwas sehr nützliches bietet uns das winzige QuickClose. Wenn man während eines Mausklicks auf ein Fenster-CloseGadget eine spezielle Taste hält, werden automatisch alle Mutterverzeichnisse mitgeschlossen.
Arbeitet man häufig mit zahlreichen Screens, sorgt ScreenMenu dafür, daß bei einem Klick mit der rechten Maustaste auf das Wechselgadget rechts oben in der Bildschirmtitelzeile ein kleines Menü mit den anspringbaren Screens erscheint, die man dann direkt anwählen kann. Lästiges und unnötiges Mehrfachklickern entfällt somit.
Zu guter Letzt gehe ich noch kurz auf Programme ein, die einige, nicht mehr ganz zeitgemäße Standard-Mitbringsel der Workbench nicht nur verändern und verbessern, sondern total ersetzen.
Sehr nützlich ist z.B. CX, welches das originale Exchange überflüssig macht. Mit ihm lassen sich nun u.a. alle Commodities auf einmal aktivieren oder deaktivieren, bzw. entfernen.
Weiterhin gibt es noch einige andere, wie z.B. neue Versionen des Serial-Prefsprogramms, usw..
Das waren sie auch schon: die smarten ZusatzFX. Beim nächsten Mal gibt es Tips zum Disk-Tuning. Bis dahin...
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