Page Design
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Auch dieser Workshop verdient eine Fortsetzung und heute werden wir uns detaillierter mit eingebundenen Grafiken befassen. Beginnen wir mit der Ausgewogenheit der Seiten. Bei der Gestaltung von Web-Seiten geht es hauptsächlich darum abzuwägen, wie sich ihr Aufbau mit Hilfe von Grafiken und beweglichen Bildern im Verhältnis zur Leistungsfähigkeit der unterschiedlichen Verbindungen verhält. Manche Homepages oder Menüseiten ähneln in ihrer Funktion eher den Umschlagseiten eines Buches oder eines Magazins. Es geht jedoch vielmehr darum, den Leser mit einer Kombination von beschreibendem Text und interessanten Grafiken, die auf die Themen Bezug nehmen, in die Seiten hineinzuziehen. Das effizienteste Design für den herkömmlichen Internet-Benutzer, der sich über Modem in das Netz einwählt, besteht aus einem sorgfältigen Text- und Link-Layout mit relativ wenigen kleinen Grafiken. Solche Seiten lassen sich rasch laden, selbst wenn der Zugriff mit einem 28.8 kbps-Modem über SLIP- oder PPP-Leitungen erfolgt. Trotzdem können sie eine gute grafische Wirkung haben.
Im letzten Workshop bin ich schon einmal auf die Abmessungen eingegangen
und habe ein Gitternetz als Arbeits-Background beigelegt. Hier also nochmals
die Maße, die gepflegentlich eingehalten werden sollten.
Das derzeitige Hypertext Markup Language (HTML) bietet nicht die
Flexibilität und die Kontrollmöglichkeit, die im Allgemeinen von
Seitenlayout-Software oder von konventionellen Multimedia-Werkzeugen
herkömmlicherweise erwartet wird. Trotzdem kann die HTML-Sprache bei
sorgfältiger Anwendung dazu benutzt werden, komplexe und gleichzeitig hoch
funktionelle Informationssysteme zu erstellen. Bei unsachgemäßer oder
inkonsequenter Verwendung jedoch können die typografischen Steuerungen und
Inline-Grafiken der World Wide Web-Seiten zu einem zersplitterten,
verworrenen Chaos führen, dem jede erkennbare Hierarchie fehlt. Dieser
unglückliche Patchwork-Effekt eines unzusammenhängenden WirrWarrs von
Grafiken und Text führt zu einer verschlechterten Nutzbarkeit und
Lesbarkeit wie es auch bei gedruckten Dokumenten zu beobachten ist. Ein
sorgfältig aufgebautes Design-Gitternetz, das über eine Gruppe von Seiten
hinweg konsequent implementiert wird, hilft den Benutzern, die gewünschten
Informationen schnell aufzufinden und stärkt gleichzeitig die Annahme, eine
mit Bedacht organisierte Sammlung von Informationen vor sich zu haben: Da gerade erst über Farben auf dem Computer Beiträge erschienen waren,
möchte ich an dieser Stelle nur noch ein paar Worte über die Grafikformate
verlieren. In der Praxis bevorzugt ein Großteil der User für die
meisten Elemente der Seitengestaltung das GIF-Format, wenn schwarze Striche
und scharfe Kanten gefordert sind. Das JPEG-Format wird hauptsächlich
für Fotos, komplexe fotorealistische Illustrationen usw. verwendet,
bei denen die Kompressionswerkzeuge des JPEG-Prozesses die
Bildqualität nicht zu stark beeinträchtigen.
JPG: Welche Art des GIF-Formates genommen wird, spielt heute fast keine
Rolle.
Die konventionelle GIF-Grafik lädt sich Pixel für Pixel.
Die Browser zeigen den schrittweisen Aufbau jeder Zeile des
Bildes auf dem Bildschirm an. Bei Interlaced GIF-Dateien werden die
Bilddaten in einem Format gespeichert, die es den
Interlaced GIFs unterstützenden Browsern ermöglichen, mit dem
Aufbau einer niedrig auflösenden Version des Original-GIF-Bildes auf
dem Bildschirm zu beginnen, während die Datei noch übertragen
wird. Dieser Animationseffekt vom verschwommenen zum scharfen Bild einer
Interlaced GIF-Datei ist optisch sehr ansprechend. Der wichtigste Vorteil
dieses Ineinandergreifens besteht jedoch darin, dass es
einen schnellen Vorausblick auf den vollen Bildbereich ermöglicht.
Dieser Ansichtseffekt kann allerdings irreführend sein. Interlaced
GIFs laden sich nicht schneller als herkömmliche GIFs. Man hat
nur diesen Eindruck, weil das verschwommene Vorabbild schnell zu sehen
ist. Für dieses Mal sollen meine Ausführungen mal wieder reichen. Sollten Fragen auftauchen, meine Anschrift steht unten im Kasten. |
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Autor: Wolf Zimmer
E-Mail: wozim@t-online.de |