Ich bin wirklich froh, das ich zur Zeit kein Internet-Anschluß habe. So konnte ich mir unmengen von grauen Haaren ersparen. Wenn Carsten Schröder wüßte wie recht er mit seinem Neid für Leute wie mich hatte! Das fehlen eines Internet-Anschlußes hat natürlich den Nachteil (was aber auch manchmal ein Vorteil sein kann wie in diesem Fall), das man nicht immer auf der Höhe der Zeit ist. Meine Informationsquelle Nummer eins ist und bleibt Amiga Aktuell. Ich bekam die NC am selben Tag wie die Aminet-CD 32. Ich öffnete zuerst den Umschlag mit der CD und las die Neuigkeiten von der Fa. Schatztruhe. Dort fand ich die Nachricht, die mir den Magen umdrehte: Linux statt QNXs Betriebssystem. Natürlich schossen mir gleich die schlimmsten Befürchtungen durch den Kopf: Sind all die schönen Ankündigungen von einem revolutionären Betriebsystem nun ade??? Wird das einzig amigaspezifische bei dem Amiga MCC höchstens nur noch die Hardware sein??? Mir kam wieder in den Sinn, wie ich in der NC oftmals Jim Collas und die neue Firma Amiga leidenschaftlich verteidigte und in den Schutz nahm, "... und dann macht Amiga so ein Scheiß!", dachte ich mir. Ich installierte die NC und klickte mich sofort zu Amiga Aktuell durch. Ziemlich schnell merkte ich, das meine Befürchtungen sich nicht bewahrheiteten, im Gegenteil: Jetzt sehe ich Linux eher als Vorteil als ein Handicap an. Da ich stark davon ausgehe, das alle NC-Leser auch aufmerksam und gründlich Amiga Aktuell lesen, gehe ich auf das Thema nicht näher ein, nur soviel: Die Argumentation von Jim Collas & Co leuchtet mir vollständig ein. Aber: Da die Linux-Gemeinde sich dann wohl relativ schnell mit der Amiga-Gemeinde vermischen wird, werden wir, die "wahren" Amiganer in der Masse untergehen. Wen interessiert es dann noch, wer nun den Amiga über all die mageren Jahre hinweg die Treue gehalten hat oder wer erst bei dem Amiga MCC dazu gestossen ist? Das mag an unserem Ego kratzen. Jedenfalls wird es dies gehörig bei Meinen tun. Also keine Belohnung für unsere ausergewöhnliche Treue? Für den Spott von anderen PC und Mac-usern den wir jahrelang ertragen mußten? Für die vielen depressiven Stunden die wir erlebten, wo anscheinend unsere letzten Hoffnungen dahin schmolzen? Unsere Belohnung ist der Amiga MCC! Wer weis, ob der Amiga überhaupt diese Chance bekommen hätte, wenn es nicht eine kleine Gruppe von verzweifelten, enthusiastischen und verrückten Usern auf diesem Planeten gegeben hätte, die den Amiga nicht los lassen wollten? Hätte es uns nicht gegeben, wäre der Amiga spätestens Mitte der Neunziger gestorben und ob der Leichnahm Amiga dann nochmals ausgegraben und wieder reanimiert worden wäre, ist leider eher unwahrscheinlich. Hat sich dafür nicht unsere Treue gelohnt!? Nachdem ich Amiga Aktuell durch hatte, klickte ich mich doch etwas nervös zu der Diskussionsrubrik. Ich erwartete eine Menge hasserfüllter Artikel von enttäuschten Clubmitgliedern, worin man auf Jim Collas und der Fa. Amiga herum hackt. Zum Glück war es dann doch nicht so. Mir hätte es in der Seele weh getan, wenn man mit Jim Collas und seinem Team so umgegangen wäre! In Amiga Aktuell konnte man etwas über Jim Collas Enttäuschung über solche Totalverweigerer und üble Ignoranten lesen, die ihm die Schuld für fast alles gaben, was in der Vergangenheit schief lief. Erinnert euch dies nicht an gewisse Diskussionen im Club?! Überhaupt konnte ich vieles von Jim lesen, worin ich völlig mit ihm übereinstimme. Wer meine Diskussionsartikel kennt, wird (sofern er sich noch erinnern kann) sehr viele Parallelen entdecken. Zum Beispiel, als ich die Amiga-user in zwei Gruppen einteilte. Jim verglich diese Situation sehr schön mit dem entdecken eines neuen Kontinents. Einige werden über Bord springen, bevor sie das eigene Eiland nicht mehr sehen können, aus Angst Altbekanntes und Vertrautes zu verlieren. Der größere Teil wird aber an Bord bleiben. Ich beschrieb diese Gruppe, als diejenigen für die die Philosophie zählt, die hinter dem Amiga steckt. Zitat: "Typ B: Verehrt und bewundert den Geist - die Philosophie - die hinter dem Amiga steht: Ein benutzerfreundlicher und leistungsfähiger Computer, der auf die Bedürfnisse der User zugeschnitten ist und eine alternative zum PC darstellt. Ist auch bereit einen kompletten Schnitt zu machen und was Neues anzunehmen - solange es die Tugenden und den Geist des "alten" bewahrt!". [NoCover55/disku_kleingläubig.html] Auch in dem Punkt, das Amiga nur mit schnelleren Prozessor und schneller Grafik nicht viel erreichen kann, stimme ich 100 Prozent zu: "Und mit PPC hätte sich da auch nicht viel geändert (...) Schnelle Prozessoren sind kein Allheilmittel, davon hat die Konkurrenz mehr als genug!" [NoCover56/disku_undaihatdochrecht.html] Ich könnte viele weitere Beispiele nennen, wo ich völlig mit Jim und seinem R&D-Team übereinstimme, aber ich will ja nicht wieder alte Diskussionen herauf beschwören. Wenn ich ehrlich bin, bin ich ziemlich stolz darauf, das sich meine Ansichten und Meinungen, Monat für Monat immer mehr bestätigen und sich als richtig heraus stellen. Ich habe mir jetzt wieder alle meine alten Diskussionsartikel durchgelesen und stellte fest, das gut 95% davon immer noch zutrifft und aktuell ist. Spätestens in einem Jahr hat sich entgüldig heraus gestellt, wer recht hatte und in einigen Jahren werdet ihr euch wundern, wie meine Prognosen sich vielleicht bewahrheitet haben! Ok, das war jetzt sehr viel Eigenlob, aber der war schließlich hoch verdient! :) Was dabei heraus kommt, wenn "Realisten" diskutieren, konnte man von Henning W. Knopp in seinem Clubtreffen-Artikel nachlesen. Er berichtete über eine Diskussionsrunde, sein Fazit: "Die Stimmung war selbst hier im APC´n ´TCP pessimistisch, aber auch entschlossen, getreu dem Motto "Jetzt oder nie!". Wenn Xmas ´99 nichts passiert, stirbt das Vertrauen in Jim Collas, genau wie die Zukunft unseres Amiga.". Auch die trotzige Grundstimmung "Jetzt oder nie!" kann nicht darüber hinweg täuschen, das hier keine (!) Realisten diskutierten! Euer Fehler im Ansatz: Das Hier und Jetzt überzubewerten, bzw. es nur an "sichtbaren bestehenden" Dingen fest zu machen. Wie hatte es Sieglinde so schön geschrieben: "Ausser einer sündhaft teuren Uhr und einer Pop-Gruppe hat AI noch nichts vernünftiges zustande gebracht". Als Realist schaut man natürlich auch in die Vergangenheit und die sah in den letzten Jahren für Amiga wirklich fürchterlich aus. Vergangenheit war scheiße, Gegenwart ungewiß. Fazit: Wir würden uns zwar eine glorreiche Zukunft wünschen, aber glauben nicht mehr ernsthaft daran. Da wir fest daran zweifeln, können natürlich die Bemühungen und Pläne von Fa. Amiga (egal wie sie auch aussehen) nicht zum Erfolg führen, denn das würde dann ja mit unserem "Glauben" kollidieren. Herzlichen Glückwunsch, Sie haben die Prüfung zum Fachidioten "Dipl. Pseudo-Realist" mit bravour gemeistert! Ich werde euch jetzt mal anhand meiner überheblichen Art erklären, warum ihr immer und überall knapp an der Wahrheit vorbei schrammt. Welche Punkte sollten beachtet werden, wenn man sich Gedanken über die Zukunftsaussichten des Amigas macht?
Vergangenheit:
Hat sich die Philosophie die hinter dem Amiga steckt bewährt? Bevor ihr "Nein" brüllt, denkt lieber erst einmal nach! Das ist nämlich eine Vorraussetzung um ein Realist werden zu können!. Natürlich hat sich das Konzept bewährt: Von 1985 an hat der Amiga nahezu die ganze Welt im Sturm erobert, der PC wollte seit seinem Siegeszug genau das werden was der Amiga immer war. Das der Amiga scheiterte lag nicht an der Philosophie, sondern an dem Hardware-Trauerspiel das Commodore initiiert hat! Wenn sich die bewährte Philosphie mit herausragender Technik und neuen revolutionären Ideen verbindet, inwiefern kann die geschundene Vergangenheit des Classic-Amigas die Gegenwart und Zukunft des Amiga MCC gefährden?
Gegenwart:
Ist es eine ins Stein gemeißelte Tatsache das seine Zukunft positiv ist und er eine gute Arbeit findet? Leider nicht, denn die Zukunft kann man nicht 100%ig vorhersagen, auch wenn Astrologen dies gerne behaupten. Aber wie kann man denn dann das Wetter vorhersagen? Man sagt es nicht vorher, man gibt Prognosen ab. Man beobachtet die Entwicklungen in der Erdatmosphäre und ermittelt aus diesen Daten den wahrscheinlichen Verlauf. Genau so kann man auch aus der Gegenwart Schlüsse für die Zukunft ziehen. So, wenn ihr jetzt diese Ausführungen bitte auf den Bereich Amiga ummünzt, seit ihr schon einen Schritt weiter.
Zukunft:
Tellerrand:
Das der PC alles andere als Perfekt ist und auch Apple nicht gerade fehlerfreie Computer bauen, brauche ich euch wohl nicht zu erzählen - das wisst ihr selbst!
Unvoreingenommenheit:
Nun eine Herausforderung an euch Diskussions-Profis: Erstellt mal eine Liste mit Argumenten die gegen einen Erfolg sprechen und Eine die dafür spricht. Denkt dabei bitte an Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft & Tellerand. Entwerft Wahrscheinlichkeitsmodelle, wie es laufen könnte. Viel Spaß bei der Einsicht! Während ich vor lauter Eigenlob und Selbstbeweihraucherung vor mich hin stinke, würde ich mir von euch etwas mehr Selbstkritik wünschen! :) Ne, im Ernst, da ist noch viel Nachholbedarf bei euch. Alleine der letzte Satz entblößt eure Denkschwierigkeiten beim einschätzen von Realitäten und Wahrscheinlichkeiten: "Wenn Xmas ´99 nichts passiert, stirbt das Vertrauen in Jim Collas, genau wie die Zukunft unseres Amiga." Gegenfrage: Wenn etwas zu Weihnachten 99 revolutionär ist, wieso sollte es dann im 1.Quartal 2000 nicht mehr sein? Wenn es im 1.Quartal 2000 zu spät ist, bestand dann im Winter 99 überhaupt eine realistische Chance? Ihr könnt es drehen wie ihr wollt: Dieser Satz ist QUATSCH! Ha, ich bin nicht dumm, natürlich könnt ihr mir auf eine andere Art kontern: A) Henning hat es falsch zusammengefasst! B) Der Termin ist nicht absolut zu verstehen! C) Wir haben nicht definiert was genau mit "passiert" gemeint ist. Ja, kommt mir nur schlau! Sicher, in dem Satz steckt eine Kernwahrheit. Wir haben nicht die Zeit der Welt, nach dem Motto "Wenn nicht dieses Jahr, dann nächstes Jahr vielleicht...", aber das zielgenaue setzen eines Termines ist nicht gerade wahnsinnig clever. Mal wieder haarscharf an der Wahrheit vorbei geschrammt. Nicht nur die Behauptung das die Zukunft des Amigas mehr oder weniger von Weihnachten 99 abhängt, ist unsinnig, sondern auch die Meinung das mit diesem Termin das Vertrauen in Jim Collas steht und fällt, ist gelinde gesagt ärgerlich! Das sich in den fünf Monaten, wo er zum Chef über Amiga wurde, sich mehr getan hat, als in den fünf Jahren zuvor, kann niemand ernsthaft bestreiten. Schon vor Jim´s Zeit befand sich der Amiga zumindest auf den richtigen Kurs, aber es lief längst nicht alles rund. Jim ist die Adrenalin-Spritze die wir brauchten. Er hat ja ziemlich gut beschrieben, wie schwer es ist, nicht nur eine neue Generation von Computern zu schaffen, sondern gleichzeitig ein Unternehmen zu bauen, welches nicht nur im harten Kampf unter den Giganten bestehen kann, sondern auch noch gehörig mitmischt. Als wäre das nicht schon mehr als genug arbeit, steht er in vorbildlicherweise im Kontakt mit der Amiga-Gemeinschaft und muss sich dann noch oft Hohn und Spott anhören. Damit ihrs wisst: Selbst wenn der Amiga MCC ein Mega-Flop wird, der letzte dem ich das zum Vorwurf machen würde, ist JIM COLLAS! Außerdem darf man nicht eins ausser acht lassen: Der Amiga MCC soll natürlich klasse werden, ist aber erst der Anfang im Konzept von der Fa. Amiga. Wir dürfen auf weitere Enthüllungen gespannt sein, denn es wird sicherlich eine aufregende Zeit werden! Erwartet nicht das der Amiga MCC beim erscheinen die Welt sofort im Sturm erobert und das PC-Universum in kürzester Zeit wie ein Kartenhaus zusammen bricht. Erwartet das innovativste Amiga-Modell seit über einer Dekade, welches sicherlich seine Spuren im Consumermarkt hinterlassen und den Amiga wieder in den Focus der Öffentlichkeit bringen wird. Euer Diskussions-Resümee ist da natürlich eher pessemistisch, logisch! Wie sollte es bei diesen Aussichten denn auch anders sein! :-p Wisst ihr, was für ein Resümee eurer Diskussion ich mir gewünscht hätte? "Man war sich einig, das es für den Amiga nicht leicht werden wird und man nicht zu hohe Erwartungen haben sollte, aber das was man bisher wüsste, klänge durchaus interessant und spannend. Man war sogar der Meinung, das wenn Amiga alle ihre Ankündigungen wirklich wahr machen und sie sich nicht als leere Versprechen herausstellen, die Zukunft nicht rabenschwarz sein muß!". So einem Fazit könnte man nicht vorwerfen das es eine rosarote und völlig übertrieben optimistische Einschätzung wäre, fernab der Realität. Aber es hätte ein leicht hoffnungsvollen Klang. Das was aber Henning geschrieben hat, demotiviert einen nur und demotiviert sind wir schon genug! Euer Kopf-in-den-Sand-stecken geht mir sowas von auf den Keks, euer liebgewordenes Jammern und Lammentieren kotzt mich an!!! Verdammt nochmal, habt ihr es in den letzten Jahren wirklich verlernt, so etwas wie Hoffnung zu empfinden? Seid ihr so abgestumpft, das euch nichts mehr aus dem Tal der Tränen heraus holen kann? Ich sehe es direkt vor mir: Die intellektuellen Durchblicker hocken selbstzufrieden im Kreis, auf einmal werden sie von einem grellen weisen Licht geblendet und der Messias schwebt hernieder. Er schwebt im Kreis der Stühle und verkündet die frohe Botschaft, das die Freundin gerettet sei und sie nicht verzagen sollten. Noch während der Messias spricht, entsteht unter den sitzenden Clubmitgliedern ein Tuscheln. Man versucht sich gerade darauf zu einigen, wer die Nägel und den Hammer holen geht... Martina Jacobs hat es treffend formuliert: "Oder suchen wir gar in jeder Veröffentlichung von Amiga nach Unzulänglichkeiten, weil wir uns nach all den Jahren des Stillstandes garnicht mehr vorstellen können, dass diese Leute etwas auf die Beine stellen, was uns staunen lassen kann.... ??". Wahrscheinlich hat sie damit den Nagel auf den Kopf getroffen. Versuchen wir es mal anders herum: Was genau sind die Punkte, die eurer Meinung nach gegen einen Erfolg des Amiga MCC und dem "Konzept" die hinter dem Amiga OE steht, sprechen?
Das Gehäuse: Wem es vom Design her nicht gefällt
oder dem es zuwenig an Aufrüstmöglichkeit bietet, kann auf das
ATX-Motherboard zurückgreifen und in einen Tower seiner Wahl stecken.
Also wieso sich jetzt über Gehäuse-Modell aufregen, oder es gar
als Indiz eines möglichen Mega-Flops heranziehen? Zumal das Design
des iMac von vielen lächerlich gemacht wurde, sich aber trotzdem als
ein voller Erfolg herausstellte! Und hatten
Amiga OE: Klar, das Prinzip des Amiga Operating Enviroment wurde bisher (ich tippe die Zeilen am 09.08.) doch noch recht abstrakt behandelt und es ist deswegen sicherlich auch nicht ganz leicht zu verstehen, wie das ganze dann in der Praxis aussehen soll. Auch habe ich mich manchmal gefragt, ob Amiga da nicht seiner Zeit etwas zu weit voraus ist. Aber wenn man genauer darüber nachdenkt, gibt es keinen Grund zur Besorgnis. Es ist besser etwas weiter voraus in die Zukunft zu blicken, als den Blick zu sehr auf den aktuellen Stand der Technik zu setzen. Wenn man rechtzeitig eine Entwicklung erkennt und in diesem Bereich mit einer guten Lösung einsteigt, hat man eine wirklich gute Ausgangsposition erreicht. Selbst wenn Amiga OE noch etwas futuristisch klingt, dürfte der Amiga MCC schon von Beginn an was handfestes sein, an dem man seine Freude haben wird! Amiga MCC: Es ist wahr, wie genau die Hardware aussehen wird, weis man Heute (09.08.) noch nicht. Das die CPU (von Transmeta?) umwerfend und die neue Grafik-Chip-Entwicklung von ATI großartig sein soll, haben wir bisher nur von Amiga erzählt bekommen. Pessimisten werden natürlich alles sofort in Frage stellen. Aber mal eine Gegenfrage: Kann man davon ausgehen, das eine komplett neue Prozessor-Generation und Grafik-Chip-Entwicklung, die 1999/2000 auf den Markt kommt, aktuellen CPUs (P-III, Athlon) und Grafik-Chips (TNT 2, Voodoo 3) unterlegen sein wird? Wenn wir "Pech" haben, werden die neuen Hardwarebauteile des MCC nicht wirklich revolutionär sein, aber wir können immer noch ziemlich sicher sein, das sie in Sachen Leistung zur absoluten Spitze zählen werden! Und wann konnte ein Amiga-Modell dies das letzte mal von sich behaupten? Linux: Zugegeben, das was man von QNX lesen konnte, hört sich wirklich sehr gut an. Was natürlich auch für QNX gesprochen hätte, ist die Tatsache, das es wirklich was neues ist und nicht schon seit einigen Jahren auf anderen Plattformen zu haben ist. Aber die Vorteile und die Akzeptanz von Linux bei anderen Herstellern spricht eine deutliche Sprache. Wer sich partout nicht mit Linux anfreunden kann und dem Individualität wichtiger als Erfolg auf dem Markt ist, kann ja notfalls auf AMIRAGE TM K2 umsteigen, ein Computer von Phase 5 und QNX. Wenn er denn kommt, dürfte dieser allerdings ein klassischer Nischenrechner für Superfreaks sein, also genau das Richtige für Markus Castro! ;) Die Linux-Wahl mag privat eine Enttäuschung sein, aus markttechnischer Sicht war sie wohl richtig. Linux ist somit eher in Indiz für einen erfolgreichen Amiga am Markt! Schliesslich erwählte auch Sony Linux für ihre Next Generation PlayStation und dies sicherlich nicht ohne Grund! PC: Kann irgendwas überhaupt noch dem PC gefährlich werden? Hat Apple den höchstmöglichen Alternativ-Status erreicht? Ich glaube, ein wichter Grund warum der PC seinen Siegeszug so extrem Erfolgreich starten konnte, lag an der Tatsache, das der PC so offen konzipiert war. Jeder konnte ohne Lizensgebühren oder Einschränkungen in das Hardwaregeschäft einsteigen. Die Architektur war offen, nahezu ein Spielplatz für kreative Entwickler. Während andere Computersysteme fest in der Hand einer Firma waren, hing auch alles vom Geschick dieser einen Firma ab. Baute Commodore Mist (wie es dann auch leider der Fall war), litt der gesamte Amiga-Markt darunter. Und soweit ich den Überblick habe, brillierte auch keine Firma in den Neunzigern, also freie Fahrt für den PC: Atari krepierte eigentlich schon in den späten Achtzigern, Commodore stagnierte in den frühen Neunzigern, Apple hielt sich durchaus wacker mit gewissen Auf und Ab´s, aber ohne besondere Akzente setzen zu können. In letzter Zeit hat sich die Situation nun mit dem iMac und dem iBook merklich gebessert. Eine wirkliche Gefahr stellt aber auch jetzt Apple immer noch nicht dar. Das ist wohl die Ausgangsposition. Wie genau sieht es nun für den Amiga der Zukunft aus? Im Prinzip (fast) genauso offen wie im PC Sektor! Es wird zwar einen Amiga MCC in einem "festen" Gehäuse und Hardwarekonfiguration ab Werk geben, aber jeder kann auf Wunsch seinen eigenen Wunsch-Amiga zusammenbasteln. Linux ist der erste Schritt in eine bereits existierente und offene Gemeinde. Das Amiga OE ist Plattform-unabhängig (siehe Update im gelben Kasten), der Prozessor und Grafikchip werden sicherlich nicht exklusiv für die neue Amiga-Generation reserviert sein, schliesslich sind sie Entwicklungen von Fremdfirmen. Dank Linux (Treiber) und modernen Anschlüßen wie USB, wird es wohl eine keine besonderen Probleme bereiten, auf Grafikkarten und andere Hardware aus dem PC-Bereich zurück zugreifen. Nicht umsonst spricht man bei der neuen Amiga-Generation von einem Personal Computer (also PC), bei dem die Formulierung "Personal" wirklich angebracht ist. Die Zeiten, wo ein Computer komplett von A bis Z in der Hand einer einzigen Firma entsteht, sind wohl entgüldig vorbei. Wenn nun der Amiga die Stärke des PC-Marktes anzapft (das extrem große Hardwareangebot und die Erweiterungsmöglichkeiten) und gleichzeitig ein vorteilhaftes "Handling" mit hoher Leistung zum niedrigen Preis verbindet, dürfte es durchaus möglich sein einen Markt zu schaffen, der über die größe des derzeitigen Amiga-Marktes deutlich hinausgeht. Es sollte gar nicht das primäre Ziel sein, den PC den Rang abzulaufen, denn das ist gar nicht so wichtig. Ein alternatives System das voll im Saft steht sollte unser Ziel sein! Jemand mag nun jetzt zurecht darauf hinweisen, das Apple auch nicht gerade für die Mehrheit der PC-Besitzer ein verlockendes Alternativ-System darstellt. Richtig, aber man sollte folgendes dabei berücksichtigen: A) So gut auch prinzipiell die Hardware und das Design eines iMac sein mag, wirklich innovativ ist daran nichts. Das iBook beinhaltet durchaus das innovative Feature, mit diesem Notebook ins Internet gehen zu können ohne ein Kabel ans Telefonnetz anschließen zu müssen. Aber die Zahl derer die beim Surfen mit dem Notebook das Kabelgedöns störte, dürfte auch nicht gerade riesig sein. Sicherlich ein tolles Feature das Eindruck schinden kann, aber wohl nicht die Massen in Ekstase oder Kaufrausch versetzen wird! B) Apple-Hardware ist teuer, sehr teuer sogar! Apple-Fans nehmen dies gerne (?) in Kauf, für viele ist allerdings dies ein gewichtiger Grund gegen den Mac und für den PC. Wieviel genau der Amiga MCC kosten wird, weis man leider nicht, Amiga hat zumindest viel Leistung für wenig Geld angekündigt und das im Vergleich zur PC-Hardware. Natürlich wird sich der Massenmarkt sich nicht auf den Amiga MCC stürzen. Bei dem Freakmarkt sehe ich durchaus potential. Und setzt sich was bei den Freaks durch, ist eine schonmal ein gesunde Basis geschaffen. Und wie bereits geschrieben, den absoluten Massenmarkt brauchen wir auch nicht unbedingt um glücklich mit unserem Amiga zu sein, oder? :)
Über den Begriff "revolutionär" kann man wohl wirklich streiten
und ob Collas ihn nicht zu oft und zu schnell benutzt. Der Amiga MCC wird
natürlich nicht perfekt sein und die Computerwelt vom Grund auf revolutionieren.
Der Amiga MCC wird aber alles andere als schwach auf der Brust sein - im
Vergleich zu den Classic-Amigas sicherlich einen Quantensprung darstellen.
Das Konzept (soweit sie Amiga schon enthült hat) klingt jedenfalls
interessant und birgt wirklich innovative Ideen. Solange man keine übertriebene
und unrealisierbare Vorstellungen vom Amiga der nächsten Generation
hat, gibt es wohl wenige Gründe weshalb man von ihm bitter enttäuscht
werden könnte. Wieso müssen dann immer wieder einige von euch
solche Miesmacher sein? Ich erwarte ja gar nicht, das nun alle mit einer
rosaroten Brille rumlaufen und Friede, Freude und Eierkuchen propagieren.
Ich wünschte mir nur, sie würden zumindest eingestehen, das es
nicht völlig unbegründet ist zu hoffen!
Falls ihr es noch nicht wusstet, dann habt ihr es spätestens jetzt bemerkt: Ja, ich bin bei manchen Themen leicht erregbar und wenn ich erregt bin, werde ich zum wilden Tier. Es gibt Lebenssituationen wo dies durchaus erwünscht ist und welche, wo es zu Irritationen führen kann. Also merkt euch eins: Obwohl ich Manchen von euch am liebsten das eine oder andere mal an die Kehle springen würde (die Formulierung "Scheiße aus dem Hirn prügeln" wollte ich vermeiden ;), im Grunde mag ich euch aber ganz gut leiden. Eine hass-liebe sozusagen, gell mein dummer heiliger Hase!!! :) Und lieber Wolf, da musst Du durch.... Ich bin trotzdem so frei meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, da ich nicht nur austeilen sondern auch gut einstecken kann. Also keine falsche Scheu! Markus Castro schrieb mal in einen anderen Zusammenhang, das meine Diskussionsartikel wenig Überzeugungskraft hätten - es lief jedenfalls darauf hinaus. Ok, auch ich kann sicherlich nicht Zweifler zu "Gläubige" bekehren, aber ich denke (hoffe) mal, das mein Beitrag den einen oder anderen Denkanstoss bietet. Und wenn dieser Artikel auch nur bei einem einzigen "Ungläubigen" kurzzeitig so etwas wie einen Hoffnungschimmer hervorrufen konnte, war mein Artikel nicht umsonst (schnieff...) !!!
Ich lehne mich wirklich weit aus dem Fenster: Vielleicht gibt es schon
in vier Wochen wenn ihr diese Zeilen lest, eine schreckliche Hiobsbotschaft
die all unsere Träume platzen lassen wird. Ich stehe dann natürlich
wie der größte Depp auf Gottes Erden da! Aber solange diese
Hiobsbotschaft ausbleibt, weigere ich mich standhaft, meine nicht völlig
unbegründete Hoffnung aufzugeben! Auch aus Selbstschutz: Sähe
ich für den Amiga keine Chance mehr, wäre auch meine Motivation
verschwunden, mich mit dem Amiga weiter zu beschäftigen. Sollte die
Hoffnung platzen, gehöre ich zu den ersten, die bei ihrem Amiga den
Stecker ziehen: Lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende!
Aber ich hab den bösen Verdacht, das noch viele Jahre ins Land ziehen,
bis es soweit ist! :))
Bis dann, ihr Heulsusen! Mark TomPS: Vergesst nicht "auf ein Hirngespinst das sich eh nie durchsetzt" einen zu trinken und über Jim Collas und sein Team üble Zoten zu reißen! Danke. If this the community - f*ck the community! Grrrrr..... |
| Verdammt nochmal, gibt es keinen Monat wo man nicht einen neuen Herzkasperl
bekommt? Zwar ist der Fortgang Jim Collas im Rückblick betrachtet,
sicherlich nicht DIE Katastrophe schlechthin, hinterlässt aber
bestimmt nicht nur bei mir einen faden Beigeschmack. Jim gabt der Firma
Amiga ein menschliches Gesicht und konnte bei vielen treuen Amiga-Fans
mit seiner Euphorie und Leidenschaft neue Hoffnung auslösen. Ich habe
ihm das abgenommen, denn das war sicher nicht gespielt.
Was bedeudet Jims Verlust für den Amiga? Er selbst betonte ja, das seit seinem Amtsantritt Linux die erste größere Entscheidung war (und natürlich sein offener Informationstil). D.h., der NG-Amiga war schon vor Jims Zeit auf diesem Weg. Aus unserer Sicht sah es natürlich so aus das mit Jim erst alles richtig ins Rollen kam, was aber objektiv gesehen wohl nicht stimmt. Der Eindruck entstand deswegen bei uns, weil wir zum ersten mal mehr und detailliertere Informationen über den neuen NG-Amiga bekamen. Hinter den Kulissen wurde schon vorher fleissig gewerkelt, was aber viele nicht wahrhaben wollten. Ich möchte wirklich nicht Jims Rolle herunter spielen, im Gegenteil: Ich bin wirklich sauer das man ihn hat gehen lassen - oder vielmehr ihm das nahe legte, er also "gegangen" wurde! So sehr mich auch die neue Informationspolitik von Jim erfreut hat, kann ich dennoch die Verärgerung einiger von Gateway nachvollziehen. Man darf nicht zu früh zu viel verraten. Wo genau Jim die Grenze bei seiner Informationspolitik überschritten hat, kann man wohl nur schwer sagen. Der erste NG-Amiga soll ja schon in wenigen Monaten erscheinen, weswegen die Infos die man bisher hat, sicherlich großzügig aber dennoch nicht allzu übertrieben waren. Ich habe den Verdacht, das Jim bei den strikten Amiga-Informationen gar nicht zu weit gegangen war und Gateway nicht allein aus eigenem Antrieb Jim Collas aus der Führungsposition verbannt hat. Evtl. hätte auch eine Rüge gerreicht, nach dem Motto "So gehts nicht weiter! Ab sofort weniger Infos!". So schnell wird niemand aus so einer hohen Position entfernt, da muß es schon mächtigen Ärger gegeben haben. Aber weswegen? Über was hätte Jim noch nichts berichten sollen? Was hat Jim über den NG-Amiga verraten? Bei der Hardware waren es Eckdaten, die zwar ausgezeichnet aber nicht unbedingt revolutionär sind. Und die Hardware stammt ja Primär nicht von Amiga, sondern von anderen Drittfirmen. Über das Konzept der neuen Betriebsumgebung hingegen wurde schon einiges Preis gegeben. Zwar wurde das ganze bisher noch sehr abstrakt behandelt, aber man kann das Konzept und die Idee die dahinter steckt, gut erkennen. Und die ist sicherlich großartig! War das schon zuviel an News für die Öffentlichkeit? Schwer zu glauben. Wieso? 1.) Die Grundidee innerhalb eines Netzwerkes miteinander kommunizierender Geräte ist nicht wirklich brandneu. Neu ist wohl die Tatsache, das es so aussieht, das es eine Firma geschafft hat, diese Idee in die Tat umzusetzen. War das der Fehler von Jim? Hat er die Konkurrenz zu früh gewarnt? 2.) Glaube ich nicht. Denn man befindet sich bei Amiga ja nicht in der frühen Konzeptionsphase. Nein, die ersten Modelle sollen noch dieses Jahr (!) vom Band rollen. Es wird also langsam Zeit mit dem neuen Produkt an die Öffentlichkeit zu gehen und dafür zu werben, speziell in der Fachbranche - wie auch geschehen. 3.) Man hat bei vielen Firmen vorgesprochen. Nicht umsonst wollen Firmen wie Exodus Multimedia, Sun oder Corel den künftigen Amiga unterstützen. Amiga hat diese und andere Firmen über den neuen NG-Amiga aufgeklärt und das Konzept hinter dem AmigOE erläutert. Sogar der Designer des NG-Amigas aus der renomierten Design-Firma Pentagram (Disney, Coca Cola und Apple), weis schon längst mehr als wir. Amiga kann also nicht erwarten, das sie mit den Details in der Branche hausieren gehen kann, ohne das diese News bei der Konkurrenz die Runde macht! Die Branche weis sicherlich mehr als der normale Amigauser. Wo soll da also das Problem sein? Ich habe das Gefühl, das sich eher die Dritt-Firmen wie Transmeta und ATI auf den Schlips getreten fühlten. Laut Jim, sollte die CPU schon August, spätestens Anfang September bekannt gemacht werden. Soweit ich weis, wurde diese Info bis Heute noch nicht Preis gegeben. Aber deswegen hätte Jim doch nicht gehen müssen. Schliesslich wurden diese Info noch nicht weiter gegeben, das Kind war also noch nicht in den Brunnen gefallen. Man hätte Jim einfach darauf hingewissen das er diese Neuigkeit einfach noch für sich behalten soll, bis der richtige Moment gekommen wäre. Ich weis wirklich nichts über die Firma Transmeta. War allein der Verdacht das der künftige NG-Amiga eine CPU von Transmeta haben wird, so tragisch? Kann ich mir nicht vorstellen. Wenn ich die Situation richtig einschätze, war besonders ATI erzürnt. Jetzt wirds etwas komplizierter. ATI ist kein Neuling in Sachen Grafikchips und längst ein Begriff auf dem PC-Markt. Allerdings konnte sich die Firma nie richtig gegen 3Dfx und nVidea durchsetzen und war immer nur zweite Wahl. Jetzt wurde für November die Grafikkarte Rage Fury Pro (ATI) angekündigt. Was sagt die Presse zu dieser "neuen" GraKa? "Die Antwort von ATI auf Voodoo 3 und TNT 2 lautet Rage Fury Pro. Die ab November erhältliche Grafikkarte wird mit einigen Hardwareverbesserungen ausgerüstet, um bestehende Geschwindigkeitsnachteile auszugleichen. (...) Sollte ATI seine Fury-Treiber ebenfalls verbessern, hat der Beschleuniger gute Chancen, zur schnelleren Konkurrenz aufzuschliessen.". Das hört sich wirklich nicht berauschend an, nicht wahr? Was wissen wir bis jetzt über die GraKa, die in dem NG-Amiga verwendet werden soll? Es soll sich dabei um eine noch unangekündigte Next-Generation ATI-Chisatz handeln, deren Specs noch Verschlußsache sind. Es handelt sich dabei also nicht um die Rage Fury Pro, den sie beinhaltet keinen komplett neuen Grafickchip, sondern stellt nur eine Verbesserung dar, um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Wieso sollte sich also Amiga dann für diesen Grafikchip entschieden haben? Man teilte sogar mit, erst im Notfall auf die Marktfüherer im PC-Bereich zurückzugreifen, wenn die Fertigstellung des neuen Chips sich zu lange Verzögert. Diese ATI-Entwicklung wird höchstwahrscheinlich den jetzt gängigen 3D-Chips überlegen sein. Aber was hat nun Jim zuviel verraten? Ich meine, das in solchen Bereichen immer weiter Entwickelt wird, ist nun wirklich kein Geheimnis. Aber die Tatsache das man bei einem so ehrgeizigen und innovativen Projekt wie dem neuen NG-Amiga, ATI den etablierten Marktführern vorzieht, mag den einen oder anderen schlafenden Hund geweckt haben. In der Presse gibt es jedenfalls nicht den geringsten Hinweis auf eine neue Chipentwicklung von ATI. Mit der Rage Fury Pro gibt man sich betont eher harmlos. Aber wenn ich ehrlich bin, überzeugt mich auch diese Theorie nicht wirklich. Ich kann wirklich keinen Mega-Patzer von Jim erkennen, weswegen er seinen Stuhl räumen müßte. Und das Jim allein aus eigenen Antrieb ging, kann ich ebenfalls nicht glauben. Würdet ihr so einen Spitzenjob einfach so sausen lassen, nur weil ihr euch unrecht behandelt fühlt? Zumal wenn ihr von eurer Arbeit und dem NG-Amiga wirklich überzeugt und begeistert seit und dazu die Geburt des Babys so kurz vor der Tür steht? Nein, so schnell gibt keiner auf. Wieso sollte man aber Jim nahe gelegt haben, seinen Stuhl frei zu machen? Konnte etwa durch Leichtsinn etwas in die Welt der Gerüchte gelangen, was man noch in knapper Not als unwahr hinstellen konnte? Achtung: Was jetzt kommt ist eine extrem gewagte Theorie. Wenn ich recht behalten sollte, dann baut mir bitte einen Altar!!! ;-)) Es gab mal ein Gerücht aus ungewisser Quelle, welches besagte, das ein Weltkonzern damit liebäugelte das Betriebsystem des NG-Amiga für ein eigene Hardware zu benutzen. Aus ebenfalls unbestätigter Quelle wurde das Gerücht zurückgewiesen, bzw. als Gescheitert bezeichnet. Es heist, man habe zwar bei diesem Konzern vorgesprochen, aber das dort dieses Angebot dankend abgelehnt wurde. Das war für diejenigen, die von diesem Gerücht hörten, durchaus verständlich, da dieser Weltkonzern sich offiziell schon zu einem anderen Betriebs-Kernel bekannte. Was sie aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht wußten: Kurze Zeit später gab Amiga bekannt, genau den gleichen benutzen zu wollen. Meine Theorie: SONY WIRD OEM-PARTNER VON Amiga!!! Na, vom Stuhl gefallen? Aber zu dieser Theorie würde alles passen: 1.) Der Zeitpunkt der Linux-Entscheidung: Etwa 2 Monate vor der öffentlichen Bekanntgabe, wäre der Kontakt zu Sony zustande gekommen. Der Zeitpunkt, an dem die Weichen neu gestellt wurden? 2.) Die Begründung für Linux: Amiga gab bekannt alle Für und Wider abgwegt zu haben, aber das konnten sie auch schon einige Monate früher. Jim erwähnte bei seinen Briefen, das auch andere Firmen Amiga nahe gelegt haben sollen, Linux als Kernel zu benutzen. Gehörte Sony dazu? War das Angebot einfach zu verlockend, Teil eines Welterfolges zu werden, als das man nicht noch kurzfristig den Plan für QNX über den Haufen warf? 3.) Die NG-PlayStation ist weit mehr als nur eine Spielkiste. Die NG-PlayStation wird über alle wichtigen Anschlußmöglichkeiten verfügen, wie USB, PCMCIA und FireWire. Diese Anschlüße existieren sicherlich nicht nur deswegen, damit man Digital-Kameras anschliessen kann um das eigene Gesicht zu fotografieren, welches man nun zur Konsole überträgt, um dann dem Digi-Helden seine eigene Visage verpassen zu können! Für solche Spielereien wäre das viel zu aufwendig. Bei dem Streit der DVD-Film-Kompatibilität ging es wohl nicht um die Frage, ob nun die NG-PlayStation multimediale Eigenschaften haben sollte, sondern um die Gebühr dafür, die man an einem DVD-Konsortium zahlen müßte (Siehe Fastfood, NC63). Das AmigaOE würde jedenfalls wunderbar in das Konzept von Sony passen, besonders seitdem das ganze auf einem Linux-Kernel läuft! 4.) Die mögliche Ursache für Jims Problem: Es ging gar nicht darum, was Jim möglicherweise den Amigausern zuviel erzählte, sondern was er evtl. anderen Firmen hätte nicht mitteilen dürfen! Was könnte passiert sein? Amiga gelingt ein unfassbarer Deal mit Sony. Beide Parteien vereinbaren Stillschweigen. Jim Collas wirbt bei weiteren Firmen um Unterstützung. Irgendwie (wohl durch Jims Unachtsamkeit) kommt diese Nachricht aber in (Teilen) der Branche ans Tageslicht. Vielleicht hat Jemand, meinetwegen von Corel, diese Neuigkeit erfahren, einen Bekannten per Email mitgeiteilt und somit eine kleine Lawine ins Rollen gebracht. Irgendwoher kam dann diese Neuigkeit an die Oberfläche und wurde als Gerücht abgetan... Wie es nunmal häufig mit Gerüchten so ist: Öfters als man denkt, steckt ein Körnchen Wahrheit dahinter. Ok, diese Theorie klingt jetzt sehr nach Star Wars und nicht nach harter Realität. Aber diese Theorie würder nach meiner Sicht die Ereignisse in den letzten Monaten besser erklären. Sicher, jetzt sind wir genauso schlau wie vorher. Aber wer denkt, das man einfach so seinen Stuhl räumen muß, nur weil man einen intensiven Kontakt mit der Amiga-Gemeinde hat und einige Eckdaten nennt, liegt wohl daneben. Vielleicht werden wir nie den wahren Grund erfahren, aber ich bin mir ziemlich sicher, das es keine Bagatelle gewesen war!
Was glaubt ihr?
Mark Tom |