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Elektronische Telefonbücher sind auf dem Computermarkt nichts Neues mehr. Für den Amiga gibt es hier TeleInfo. Die letzte verfügbare Version ist leider nicht mehr die aktuellste und wird offenbar auch nicht weiterentwickelt. Nichts desto trotz stellt sie eine sehr sinnvolle Datenbank dar, die sicher nur in wenigen Fällen vom momentanen Stand abweicht. TeleInfo bietet Filter- und Exportfunktionen und die Möglichkeit nach Name, Adresse und Firma zu suchen. Eines aber fehlt: die Möglichkeit Telefonnummern zu identifizieren, eine Funktion, die es bei DInfo bereits seit der ersten Version (1995) gibt. Da ich persönlich diese Funktion stark vermisse und bereits oft benötigt hätte, habe ich ein Programm geschrieben, welches diese Möglichkeit auch dem TeleInfo-Nutzer bietet.
Da die Daten auf der CD verschlüsselt sind, blieb nur die Chance einen Weg über den AREXX-Port des Programms von DInfo zu finden. Nach langem Probieren und vielen genervten Stunden war es mir gelungen alle Hürden, die der TeleInfo-Verlag eingebaut hatte zu umgehen und das Script fertigzustellen.
Das war im Mai '99. Stolz wie ich war schrieb ich eine Guide und bereitete ein Archiv vor, um es ins Aminet zu laden. Auch ein Artikel für die NoCover56 war bereits geschrieben. Plötzlich kam mir der Gedanke, das TeleInfo vermutlich einen Grund hatte, die Funktion nicht zu integrieren. Zunächst versuchte ich die Hotlinenummer, die auf der Innenseite des CD-Covers abgedruckt ist. Leider gibt es "keinen Anschluß unter dieser Nummer" mehr. Also rief ich bei Vessalia an und fragte dort nach. Der nette Mann am Telefon sagte mir, daß das Datenschutzgesetz die Suche nach Telefonnummern zum Zeitpunkt des Erscheinens der CD verboten hatte. Er erzählte mir auch, das Topware (der Herausgeber der DInfo) ständig Anklagen deswegen bekommt und immer wieder CD's vom Markt nehmen muß. Er empfahl mir, mich direkt an den TeleInfo- Verlag zu wenden. Also versuchte ich da mein Glück. Beim Verlag zeigte man sich sehr distanziert. Zunächst bekam ich nochmal das gleiche zu hören, wie bei Vessalia, nämlich, daß der Datenschutz es verbiete. Desweiteren wurde mir mitgeteilt, daß zwar nicht klar sei, wie mir das gelungen wäre, ein solches Programm zu schreiben, man mir die Veröffentlichung aber nur mit Genehmigung einer entsprechend autorisierten Stelle (zum Beispiel der Telekom) erteilen würde (obwohl der Status meiner Software Freeware ist).
Etwas ernüchtert und enttäuscht rief ich bei der
Telekom an, wo mir nach langem hin
und her gesagt wurde, daß die Abteilung für
Datenschutz mich zurückrufen werde.
Dieser Tag war gelaufen ... die Ernüchterung hatte sich in eine tiefe Depression verwandelt.
Traurig über die mir jetzt sinnlos
erscheinende Mühe rief ich
Andreas an und bat ihn meine Artikel doch
nicht zu veröffentlichen.
Ich habe lange überlegt, ob ich mich mit der Sache abfinden soll. Dann aber ist mir die Idee gekommen nicht das Programm, sondern das Prinzip weiterzugeben.
Deshalb werde ich demnächst (in den nächsten
Wochen oder Monaten) auf meiner HP
Vielleicht schreibe ich auch eine Guide und lade sie ins Aminet (mal sehen). Natürlich ist es illegal ein solches Script dann zu nutzen oder gar weiterzugeben. Und ich weise darauf hin, daß auch ich es nur so auf meiner Platte habe und natürlich nicht verwende :-). Ich weiß nicht, wie Ihr darüber denkt. Ich für meinen Teil finde die Gesetzgebung in diesem Fall total schwachsinnig. Datenschutz mag auf der einen Seite eine gute Sache sein, aber ich finde, man sollte es nicht übertreiben.
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