Visions - Part 2


Visionen sind nach dem Duden Traumbilder.
Ein Traum hat keinen Anspruch, wahr zu werden.
Trotzdem möchte ich hier meinen Traum (euren Alptraum?) schildern.
Alles, was ich hier schreibe, ist heute schon (teilweise extrem billig) machbar.


Meiner Meinung nach sollte man alle vorhandenen Computer regelmäßig einstampfen und sich so von dem Ballast befreien, der bei IBM-Compatiblen schon irre zu nennen ist. Aber auch der Amiga schleppt sehr viele Altlasten herum.

Meine Visionen haben nichts mit Bits & Bites oder einem bestimmten Computer zu tun. Vielmehr interessiert mich die Möglichkeit, neue Entwicklungen in Sachen Bedienung, Interface und Mobilität zu einem völlig neuem Konzept zu bringen.

Hey, wenn euch der Text bis hier bekannt vorkam, war das kein Deja- Vu, sondern Recycling ;-)))
Modern Talking arbeutet nur so!

Ach übrigens, gestern (25.08., 2:30?) wurde das Amiga OS 3.5 in "Neues" im ZDF vorgestellt.
Was ich um diese Zeit Fernsehe? Nun ja, der Raytracing WS hält mich Nachts wach und der Fernseher läuft nebenbei (übrigens ist es jetzt 4:50 Uhr).

In der Bravo Screenfun war die Vorstellung eines Laser-3D-Scanners für 1500,-DM (Conrad), der an Moonzoom angeschlossen wird und z.B. eine Mozartbüste einlesen kann. Zwei Tage später hörte ich im Chaos Radio (Fritz), daß sie in einem Camp mit einem Raytracer Objekte entwarfen und auf einem 3D Printer ausdruckten. Dieser arbeitet wie ein Plotter (im Gegensatz zum Drucker geht dieser beim Drucken mit dem Druckkopf in alle Richtungen), mit dem Unterschied, daß er ca. 0,3 cm hohe Schichten ausdruckt und dadurch nach mehreren Stunden (er ist halt langsam und die Schichten müssen trocknen) ein 3D- Modell perfekt formen kann, indem er es von unten nach oben erstellt. Die Verbindung dieser beiden Techniken ergibt nichts anderes als einen 3D-Kopierer, mit dem man in Kunst, Wissenschaft und Technik die Möglichkeiten noch gar nicht ausloten kann. Zum Beispiel könnte man bei Weiterentwicklung Prothesen einfach mit dem Original-Körperteil herstellen oder eine tolle Skulptur vervielfältigen, ohne sie zu berühren oder gar einen Gipsabdruck machen zu müssen.

Aber letzten Endes bedeutet es den ersten Schritt zum Versuch, in Zukunft nichtlebende Gegenstände ohne die Einschränkung des Raum-Zeit Gefüges mit Lichtgeschwindigkeit zu transportieren (Wobei hier natürlich nicht die Materie, sondern nur ihre Informationen transportiert werden (wie beim Scannen + mailen eines Bildes mit anschließendem Ausdruck, halt bloß Dreidimensional und dadurch faßbar)).

Macht das ganze mit Licht- oder Funkwellen, und die Menschen, die Star-Treck erfunden haben, werden von beamen reden.
Toll, wie die Realität die SF einholt, gelle.....

Da wir schonmal dabei sind, die Reaktionen auf Amiga Visions (NC 62) haben mich ziemlich erstaunt, auch wenn ich sie verstehe.
Aehm Saint, Du hast Recht, Shutterbrillen sind wirklich total out, ich meinte 3D-Brillen. Shutterbrillen schließen bloß für jedes Auge eine winzige Zeit lang abwechselnd den Sichtkontakt zum Monitor, welcher abwechselnd für jedes Auge ein anderes Bild anzeigt. 3D-Brillen dagegen erzeugen mit LCDs für jedes Age ein eigenes Bild und brauchen keinen Monitor.

Aber selbst das ist schon wieder Schnee von vorgestern. Ich glaube in der Ct stand, daß ein Projektor existiert, welcher mit schwachem Laser Bilder direkt ins Auge auf die an der Rückwand des Auges gelegenen Rezeptoren (Zäpchen) projeziert, welche die Lichtwellen zum eigentlichem Bild zusammensetzen.
Aber selbst diese kann man noch umgehen. Schon seit einiger Zeit können Blinde Umrisse wahrnehmen, wenn eine spezielle Kamera Bilder in Reize umwandelt, die an den Sehnerv unter Umgehung des Auges weitergegeben werden. Wer weiß, in ferner Zukunft werden unsere Nachkommen Videospiele vieleicht wirklich

im

Kopf spielen und der Cyberspace ist Realität.

Ach ja, Videospiele und Kopf spielen.
Amerikanischen Wissenschftlern ist es gelungen, Tetris nur mit Gedanken-Impulsen zu spielen, dh. ohne Joystick.
Das und ein interessantes Ratten-Experiment stand im Stern oder Spiegel.
Die Ratten konnten nur durch das Denkmuster, welches bei ihnen den Willen zu fressen ausdrückt, einen Hebel in Kraft setzen, um an Futter zu gelangen.

Im Mittelalter wären sie dafür verbrannt worden :))

Das Interessante ist nicht die Art der Futterbeschaffung, sondern daß die Ratten weitgehend identische Denkmuster hatten, um den Hebel zu bedienen. Daraus entwickeln sich interessante Folgen, vorausgesetzt es gelingt, die komplizierten Denkmuster von Menschen zu entschlüsseln.

Weiterhin interessant ist, daß die Industrie sich über einen in Schweden entwickelten Standard zur Drahtlosen Übermittlung (Funk) von Daten geeinigt hat, welcher so ziemlich alle Kabelei wegen Datenübertragung überflüssig machen soll. So existiert zum Bsp. ein Computer, bei dem es absolut keine Drahtverbindung ( gemeint ist auch die Festplatte, Modem, Dikettenlaufwerke etc.) mehr gibt. Der Vorteil gegnüber IRDa ist die riesige Bandbreite, unendlich größere Geschwindigkeit, die absolute Störungsfreiheit und die Tatsache, daß kein Sichtkontakt benötigt wird, da es sich um Funk, und nicht um Lichtwellen handelt.


Ja, ich weiß, diesesmal habe ich mich teilweise in der Zukunft bewegt, da ich Techniken, die schon verfügbar sind, folgerichtig weiterentwickelt habe.

Auch hat diese Folge nur noch entfernt etwas mit PCs im heutigem Sinne zu tuen, da hab ich sogar Jim Collas mit seinen NG-Amiga-Vorstellungen weit hinter mir gelassen ;-).
Trotzdem, ich finde es interessant, besonderst, daß der 3D Drucker, Moonzoom und der 3D Scanner heute schon für jeden zu haben ist.

So jetzt ist es hell und ich geh schlafen.
Träumt gut......................................



Frank Steinbach