Ohohoh...
Wenn schon der Bruce (entschuldige, dass ich das the unterschlage...) Horrorfilme vorstellen muß, dann habe ich wohl wirklich zuwenig Zeit...
Und dann stellt er auch noch den über die Maßen schlechten und langweiligen Braindead vor, der meiner Meinung nach überhaupt nicht das Recht hat, als Kultfilm behandelt zu werden... Denn: die Effekte sind nicht unbedingt schlecht, das ist wahr und die Rasenmäherszene ist die einzige, die diesem Film etwas Würde verleiht, aber es gibt einfach nuneinmal Sachen, die nichteinmal ich (man beachte!) sehen möchte. Der Film ist mir zu pervers. An sich bin ich zwar gegen Zensur, und auch hier will ich niemandem etwas verbieten, aber ich bin der Meinung jeder Mensch sollte so eine Stelle in seinem Hirnchen haben, die ihm sagt: okay... danke, das reicht. Und das ist bei Braindead nicht der Fall. Ein Tip: Ess mal etwas Kuchen mit Vanillepudding drauf, während Du Dir die Szene mit dem Ohr anschaust, dann weisst Du, was ich meine.
Naja. Ich dachte mir jedenfalls, ich könne auch mal ein paar Filme vorstellen, kenne ich doch so viele. Eigentlich dachte ich ja auch an die Evil-Dead Reihe, aber da Du ja schon unbedingt wolltest widme ich mich eben den Texas Chainsaw Massacres... >:)
TEXAS CHAINSAW MASSACE
- Blutgericht in Texas -
Der Film war lange Zeit komplett verboten im Zensurisstischen Deutschland und die Übersetzung "Texas Kettensägen Massaker", die wohl etwas näher liegt, ist bis heute verboten, sodass durch den Titel "Blutgericht in Texas" der falsche Eindruck versteht es handle sich um einen der typischen italiensischen Brutalo-Western. Zur Zensur: Ich kann es ja verstehen, dass bestimmte Filme zensiert werden, aber bei TKM finde ich es WIRKLICH unbegründet. Abgesehen von seinem Titel ist der Film absolut unblutig, das einzige was hin und wieder aufkommt ist die nervenzerfetzende Spannung, die, gepaart mit der nervenzerfetzenden Musik durchaus nervenzerfetzende Tendenzen aufweisen kann. Der Film ist wirklich unblutig, bis auf einige sehr kurze und nicht sehr aufschlussreiche Gewaltszenen. Wirklich kaum nachzuvollziehen.
Naja, der Film stammt AFAIR aus den letzten Jahren der 70 und wird heute als absoluter Kultfilm gehandelt, was meiner Meinung nach eigentlich nicht so ganz verständlich ist.
Die Handlung:
Eine Gruppe von Jugendlichen, darunter ein Rollstuhlfahrer, fahren mit
ihrem Bus durch die Landschaft in Texas. Auf dem Weg nehmen sie einen
Anhalter mit, der sich nach wenigen Minuten als ein Geisteskranker
Perverser herausstellt. Er erzählt von dem Schlachthof auf dem er arbeitete
und wie er das die Schweine genüsslich massakriert hat. Dann fotografiert
er die Leute und verlangt Geld von ihnen. Als sich diese weigern, es zu
bezahlen, zündet er das Foto im Bus an und greift den Rollstuhlfahrer mit
dem Messer an, mitdem er sich vorher die Hand aufschnitt. Er wird
rausgeschmissen, niemand ernsthaft verletzt.
Etwas iritiert und verängstigt halten die Jugendlichen an der nächsten Hütte
um nach einer Tanke zu fragen. Gegen Abend erreichen sie ihr Ziel, eine
Hütte, die der Rollstuhlfahrer und seine Schwester erben.
Das befreundete Pärchen der beiden geht weg, um etwas an einem See zu baden
und kommen dabei an eine Hütte, an der ein Generator läuft, um nach Benzin
zu fragen. Niemand ist da. Der Mann geht hinein um nach einem Bewohner
zu suchen und wird von einem Mann mit weißer Schürze und hautfarbener
Ledermaske niedergeschlagen und weggezerrt. Seine Freundin wartet draussen.
Sie geht auch hinein und ruft. Sie stolpert und landet in einem Raum,
der komplett mit Knochen ausstaffiert ist: eine Knochenlampe, eine
Knochenbank... Sie beginnt zu Kreischen und da kommt schon wieder der
Mann mit der Lederfratze...
Am späten Abend wunder sich die drei verbliebenden über die lange fehlenden Freunde. Der Partner von der Schwester des Rollstuhlfahrers (coole Beschreibung, gelle) geht sie suchen und hört einen Generator... An dieser Stelle folgt das bekannte "Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip" Naja. Am Schluß lebt eine extrem perverse und kranke Familie in dem Haus, die Menschen quält, nur um sie zu quälen. Dabei nimmt der geistesgestörte (ja, noch gestörter) Sohn, der Lederfratze genannt wird und stets mit Kettensäge herumläuft noch die harmloseste Rolle ein...
Technik:
Ihr seht, die Handlung ist nicht gerade besonders interessant. Und auch die
Technik vermag nicht unbedingt zu überzeugen:
-nervtötende Musik
-schlechte Bildqualität
-meist idiotische Darsteller (Leatherface ist rather cool)
-kein Kunstblut
-auch kein echtes ;)
-überhaupt wenig besonderes
naja.
Seis drum.
Nicht zu empfehlen, genauso wie die vielen Fortsetzungen, die nur auf dem scheinbar guten Namen aufbauen...
Nagash
Daniel Stein