Fimbericht: Vor einem schlechten Film hört dich keiner gähnen

ALIEN - DIE WIEDERGEBURT

Im vierten Teil der Alien-Reihe wird Ripley 200 Jahre nach ihrem Suizid in Alien3 von Forschern auf dem Militärschiff Aurega geklont und das ungeborene Alien wird ihr entfernt. Dieses Alien ist eine Königin die jetzt beginnt ein menschliches Alien hervorzubringen. Auch Ripley hat sich verändert. Ihr Körper und ihr Verstand haben Eigenschaften der Aliens übernommen, wie zum Beispiel erstaunliche Kraft und Reflexe, säureartiges Blut und anormales Verhalten. Allerdings verhält sich keiner der Charaktere realistisch, aber dazu später mehr.
Wie dem auch sei, zwischenzeitlich dockt das alte Frachtschiff Betty an um eine Ladung Menschen abzuliefern. Diese Menschen dienen Forschungszwecken. Oder um genauer zu werden, sie werden mit dem unausgeschlüpften Eiern in eine Kapsel eingesperrt um dann infiziert zu werden. Die daraus wachsenden Aliens dienen ebenfalls der Forschung. Die Besatzung der Betty tummelt sich auf dem Schiff herum. Call, eine junge Frau die der Betty angehört, schleicht sich in den Raum von Ripley und will sie töten, bringt es aber nicht fertig. Das ist jedoch egal, da Ripley sie schon längst bemerkt hat. Das bekommt der Commander des Schiffes natürlich mit und beschuldigt die Crew der Mittäterschafft an Calls Mordversuch.
Die Aliens sind natürlich auch nicht untätig. Die 12 ausgewachsenen Einheiten ihrer Spezies bringen einen ihrer Artgenossen um damit sich sein Blut durch den Boden einer Forschungskapsel frisst. So gelangen die Aliens ins Freie und metzeln erstmal einen Großteil der Crew ab (was die Besatzung der Betty zwischenzeitlich ebenfalls getan hat). Nun müssten die überlebenden Helden ja nur auf die Betty gelangen und abhauen, doch die Aurega steuert wegen des Notfalls die Erde an, was sie (welch übberaschung) unbedingt verhindern müssen.
Nach und nach sterben einige Personen in gewohnter Art und andere wie ein überlebender der "Fracht" und ein irrer Wissenschaftler der später versucht abzuhauen und dabei Call abknallt. Aber dadurch finden sie heraus das sie ein künstliches Lebewesen ist (ein Android). Sie kann dann auf den Schiffscomputer zugreifen und den Kurs der Aurega so korrigieren das sie in der Erdatmosphäre zerstört wird. Irgendwann bei der Flucht stoßen Ripley und die anderen auf die Alien-Königin. Ripley muss diese natürlich erst einmal "besuchen", die anderen versuchen weiterhin zur Betty zu gelangen. Bei der Königin sieht man das sie erstmals eine Gebärmutter entwickelt hat. Dann erlebt man die Geburt des Misch-Aliens. Dieser Freak bringt dann erst mal die alte Alienmutter um, steht aber total auf Ripley. Und nachdem die sich das Schauspiel angesehen hat, rennt sie los um die Betty noch zu erreichen.
Ripley`n`Call Die anderen die dort waren sind wieder auf den irren Wissenschaftler gestoßen. Aber der Frachtguttyp war bereits infiziert und hat den Wissenschaftler mit dem neuen Alien getötet bevor er selbst starb. Naja, die Crew ist zu doof um die Betty zu starten da die Piloten schon in der Mitte des Films gestorben sind. Aber Ripley trifft ja rechtzeitig ein um festzustellen das sich der Misch-Alien schon in den Frachtraum geschlichen hat und nun droht das Schiff zu zerstören. Ripley sorgt füe ein Loch in der Schiffsluke und das Alien wird durch die winzige Öffnung brutal herausgeschlotzt. Dann taucht die Betty in die Erdatmosphäre ein und alle ergözen sich an der wünderschönen Erde.



Ihr habt wahrscheinlich schon gemerkt das ich nicht sonderlich begeistert von dem Film war. Aber langsam, nehmen wir ihn Stück für Stück auseinander. Der große Knackpunkt ist meiner Meinung nach die Story. Viele Publikationen haben ja die intelligente Story gelobt. Sagen wir es mal so, es gibt drei Typen einer Story: Die wirklich gute und intelligente Story - die kann bei einem Film so einige Mankos herausreisen. Die einfache aber gut durchgestzte Story - ein gutes Fundament, die Glanzpunkte des Films liegen aber woanders. Die schlechte Story, die aber trotzdem denkt sie sei genial und will intelligent wirken - Alien 4!

Also ernsthaft, die Gentechnik zu bemühen ist echt einfallslos. Statt mal eine interessante Figur einzuführen muss natürlich irgendwie Sigourney Weaver her. Eigentlich hätte ich sie auch im dritten Teil vermisst, aber noch mal im vierten - das ist zuviel! Übrigens, ist es nicht erstaunlich das die Menschen in 200 Jahren immer noch genauso weit sind wie im ersten Teil? Nein, mal ehrlich. Die Aliens brechen viel zu leicht aus und denkt mal an den zweiten Teil. Da hat ein kleiner Marine-Trupp vor ihrem verscheiden Aliens en masse abgeknallt und nach zwei Jahrhunderten schafft eine ganze Schiffsbesatzung nicht mal ein einziges! Das passiert wenn man meint intelligente Fortsetzungen zu schreiben und dann aber doch nur auf den Nenner blutiges Genetzel kommt, verehrter Herr Whedon.
Überhaupt scheint in dem Film kein zusammenhalt zu existieren zwischen den einzelnen Szenen. Die Zukunftsvisionen sind teilweise geradezu stupide und lächerlich (Mundgeruchssensor als Sicherheitsüberprüfung). Einem Luc Besson (Das fünfte Element) kann man so einen Quatsch ja verzeihen, aber die Alien-Reihe so komplett zu verhunzen. Auf die technische Korrektheit wollen wir gar nicht zurückkommen!
Die Charaktere waren auch Schrott. Ripley ist dem Zuschauer echt an Klotz am Sehnerv, ist einem Fremd und auch unsinnig geworden. Die ganze Crew der Betty ist mir sofort als ein Haufen Assis vorgekommen. Vom Schimpansen Johnner über den Milchbubi von Söldnerkommandeur bis hin zu dem spstischen Rodriguez kann man alles vergessen. Einzig und allein Winona Ryder ist gerade noch vertretbar, aber auch der Charakter scheint irgendwie fehlpalziert.
Am Ende bleiben nur noch die Action-Szenen die technisch eigentlich sehr gut sind. Aber da der Film keine brauchbare Stimmung erzeugt geh`n einem auch die am Arsch vorbei. Einzig und allein bemerkenswert ist es das der Film ab 16 ist, bei der Gewalt. So weit ist der nämlich nicht von Starship Troopers entfernt.

Fimtitel:Alien - Die Wiedergeburt (Org.: Alien - Ressurection)
Hinweis:Ab 16 Jahren (Video, PayTV)
Regisseur:Jean-Pierre Jeunet
Drehbuch:Joss Whedon
Darsteller:Sigourney Weaver, Winona Ryder, Ron Perlman,...
Atmosphäre5 von 10 Punkten
Action:8 von 10 Punkten
Darsteller:4,5 von 10 Punkten
Gefühl:6 von 10 Punkten
Humor:1 von 10 Punkten
Musik:5,5 von 10 Punkten
SoundFX:7 von 10 Punkten
Spannung:5,5 von 10 Punkten
SpecialFX:8 von 10 Punkten
Story:4 von 10 Punkten
Gesamt:5,5 von 10 Punkten
THOWIN
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