Das Projekt - Interview mit dem Entwickler

Es hat sehr viel Arbeit verursacht, aber nun haben wir es dennoch geschafft. Uns ist es tatsächlich gelungen den Entwickler des Spiels mit dem Pseudonym "The Master" für ein Interview zu bekommen. Alles was sie schon lange über Fantastic Fantasy wissen wollten, jetzt und exklusiv nur bei uns!

Borbarad: The Master, es ist schön daß wir es nun doch endlich geschafft haben. Zuerst einmal stellt sich natürlich die Frage wie sie zu diesem Pseudonym gekommen sind. Haben sie sich den Titel selber gegeben?

The Master: (Lacht) Natürlich nicht! Irgendjemand hat mich einmal vor langer Zeit so genannt und irgendwie ist das dann hängen geblieben.

B: Natürlich haben wir uns getroffen um uns über ihr neues Spiel zu unterhalten: Fantastic Fantasy. Wie sind sie denn auf die Idee gekommen?

TM: Nun, ich bin ein großer Fan von rundenbasierenden Fantasy - Strategiespielen und gerade auf dem Amiga ist das ein Spate welche ziemlich vernachlässigt wurde.

B: Wieso Rundenstrategie, gerade in der heutigen Zeit wo sich die Entwickler den Kopf zerbrechen wie man die besten ECHTZEIT Stratiespiele auf dem Amiga hinbekommt? Wenn ich mir ihr Spiel so ansehe, dann scheinen sie nicht gerade viel Wert auf die Technik des Spiels gelegt haben.

TM: Das stimmt und das ist auch nicht so wichtig, denn die Stärken des Spiel liegen nun mal nicht auf eine 3D-Engine und auch nicht auf gerenderte Grafiken, sondern auf den Spielspaß. Das ist ja gerade das tolle am Amiga daß die User nicht so verwöhnt sind wie auf dem PC. Natürlich dürfen die Grafiken nicht so aussehen wie die damaligen Sierra-Adventures, aber bei einem Spiel wie dieses ist sowas doch wirklich nicht von großer Bedeutung. Sehen sie sich mal das alte Warlords an und damit komme ich direkt zum zweiten Teil ihrer Frage. Dieses Spiel konnte man glaube mit bis zu acht Mann an einem A500 spielen, versuchen sie das mal mit einem der Echtzeitspiele! Nennen sie mir nur ein Titel auf dem Amiga welcher herauskam und derartig viel Spaß bereitete wie das alte Warlords. Gerade Amiga User verdienen ein Spiel welches sich durch Spielspaß hervorhebt und nicht durch Renderwahn!

B: Da haben sie schon recht, aber halt! Gab es mal nicht Death or Glory von Software 2000 und was ist mit Lords of the Realm von Impressions?

TM: Death or Glory konnte man nur alleine spielen. Außerdem war es mir zu einfach gehalten. Ein solch ähnliches System habe ich bei Fantastic Fantasy allein für dem Kampf benutzt! Ich kann mich noch heute daran erinnern wie ich die Karte zur Anforderung der Zusatzlevel in dem Briefkasten geworfen habe. Diese habe ich aber nie erhalten obwohl ich dort registriert war! Das ist doch ein Support wo man nur den Kopf schütteln kann, oder? Zu Lord of the Realm: Das kam von Impressions und das sagt ja schon alles. Schlecht war es nicht umbedingt, denn ich habe es schon eine Zeit lange gespielt. Im Mehrspielermodus war das Spiel allerdings eingeschrängt, was mich sehr geärgert hat. Das zeigt irgendwie, das man sich in der Hinsicht nicht ausreichend Gedanken gemacht hat. Noch heute denke ich am die lange Liste der Testspieler und an die Fehler welcher jeder Spieler nach längerem spielen automatisch aufdeckt. Dafür brauche ich keine Tester!

B: Wenn man den Test noch einmal so durchliest erinnert mich das ganze irgendwie sehr stark an ein Spiel auf der Dose. Das nennt sich Heroes of...

TM: HALT, HALT, HALT! Wir wollten uns doch über Amiga-Spiele unterhalten, oder? Aber um ihre Frage trotzdem zu beantworten: Unser Spiel ist wesentlich einfacher gehalten! Wenn schon ein Vergleich, dann mit Warlords das lasse ich mir noch gefallen. Besagtes Spiel auf der Dose ist übrigens nie erschienen und wird wahrscheinlich auch nie von jemand umgesetzt werden, also währe es so schlimm wenn wir tatsächlich daraus geklaut hätten, was wir natürlich nicht getan haben. Geklaut haben wir wie schon gasagt bei Warlords und Death or Glory.

B: Nun gut, ich habe nichts gesagt, aber eben sagten sie noch daß Death or Glory zu simpel ist und nun ist das Dosenspiel zu komplex. Wie denn nun?

TM: Sie machen mir Spaß! Wir brauchten ein einfaches Spielkonzept welches man gut auf die Fähigkeiten des Amigas anpassen kann und unser Vorbild war nun mal Warlords! Wie oft muß ich das denn nun NOCH sagen?

B: Schon gut, schon gut! Vergessen wir das jetzt und kommen zu etwas anderem: Die Langzeitmotivation scheint ihnen ja sehr am Herzen zu liegen, denn das Spiel erschien mir beim ersten reinladen wie ein gigantischer Editor. Finden sie, daß all diese Optionen zur Erschaffung eigener Armeetypen wirklich genutzt werden?

TM: Och, da warten wir mal ein paar Monate und dann schauen wir mal wie es im Aminet aussieht. Aber es stimmt schon, daß man ziemlich viel einstellen kann. Daß man sich mit einem Editor seine eigene Levelkarte erstellen kann, gehört ja schon zur Selbstverständlichkeit. Zufallskarten sind bei uns auch kein großes Problem, aber ich stellte mir die Frage, wie es denn währe, wenn man mit einem Editor seine eigenen Helden und seine eigenen Armeen erschaffen könnte. Die Zaubersprüche sind zugegebenermaßen vorgegeben, aber man kann die Stärke der Sprüche einstellen. Mit dem Editor war es für uns außerdem einfacher die Monster und Helden zu erstellen. Wenn man beim Magier neuer Kreaturen in Auftrag gibt und sich die Liste ansieht, so umfaßt sie anfangts genau eine Seite. Ich bin Überzeugt, daß es schon bald im Internet von Kreatuern wimmeln wird und dann ist nach oben kein Limit gesetzt. Gebt dem Programm alles was der Speicher hergibt!

B: Was ist mit den Wächtern? Warum kann man sie nicht ändern, oder neue hinzufügen?

TM: Nun, die Wächter gehören zum Spiel und bei aller Liebe geben wir nicht die Option dieses umzuprogrammieren. Sehen sie, es gibt sechs Wächter im Spiel welche die Spieler unterstützen können. Das Vertrauen muß man sich bei ihnen natürlich erst erarbeiten, aber als Verbündete sind sie eine mächtige Waffe. Jeder Spieler kann sich maximal mit einer solchen Wesenheit verbünden und wenn man nun die Möglichkeit gibt zusätzliche Wächter ins Spiel zu bringen, so ist der Ausgleich nicht mehr vorhanden. Stellen sie sich mal vor ein Spieler zieht mit drei solcher Kreaturen durchs Spiel. Wer soll ihn dann noch aufhalten? Die Wächter haben alle ihre Vor und Nachteile, aber am Ende sind sie doch ausgeglichen und daß ist auch der Punkt warum man sie nicht ändern kann. Armeen kann jeder kaufen, ein Wächter kann aber immer nur einer besitzen.

B: Auf die Musik scheinen sie auch besonders viel Wert gelegt zu haben, obwohl man meinen sollte daß das bei einem solchen Spiel eigendlich eine untergeordnete Rolle spielt.

TM: Das ist nicht so. Gute Musik kann selbst ein schlechtes Spiel zu ungeahnten Höhen verhelfen. Manche meinen ja daß die Musik umbedingt von CD kommen muß. Aber warum? Gibt es nicht gute Amigasounds welche nicht so derartig Speicherintensiv sind? Wir haben so ziemlich alles mit Musik untermalt, warum auch nicht? Es gibt so viele Soundgenies, gerade auf dem Amiga, da sollte es doch möglich sein ein derartiges Spiel mit guter Hintergrundmusik auszuliefern. Schauen sie sich doch mal die älteren Spiele wie Turrican an. Da gab es für JEDES Level eine andere Musik, und was ist heute? Manchmal ist es wirklich traurig wenn sieht wie gute Spiele durch schlechte, oder schlimmer, überhaupt keine Musik langweilig werden. Das gleiche gild natürlich für die Sound FX.

B: Was planen sie als nächstes? Fantastic Fantasy II?

TM: Nein, also ich finde ich habe ein gutes Spielkonzept auf die Beine gestellt und man sollte es nicht überstürzen. Schauen wir mal wie das Ganze aufgenommen wird und sehen wir was die Zukunft uns bringt.

B: Vielen Dank für das imformative Gespräch! Wir kommen nun langsam zum Ende unseres Fantastic Fantasy Spacials. Doch lesen sie jetzt noch die Nachbesprechung wenn sie noch Lust haben!