Bleed

Vorwort
In einer Zeit, in der auf PCs nur noch die größten Grafikorgien gefeiert werden, in der der Amiga langsam aber sicher auch diese Renderorgien verspürt, wo die Grafik im Vordergrund steht, ist ein Genre beinahe völlig verschwunden: Die Textadventures.
Im Gegensatz zu diesen modernen "Adventures" wie z.B. Monkey Island 3 bieten diese Spiele keinerlei Grafiken, und müßen so den Spieler alein durch Spielwitz und Story an den Bildschirm heften. Aber kann so etwas überhaupt Spaß machen? Welche guten Textadventures gibt es? Diese Fragen würde ich ganz gerne mal an Hand von Bleed und Bleed 2 beantworten.
Diese beiden Adventures sind schon etwas älter, ich habe sie vor langer Zeit mal auf einer A+ CD gefunden. Im Aminet müßten sie aber auch vorhanden sein.
Nun gut, worum geht es?
Zuviel will ich jetzt noch nicht sagen, nur soviel: Du spielst Brad Nixon, einen amerikanischen Polizisten auf Verbrecherjagd. In Teil mußt du den Verbrecher verfolgen und stellen, im zweiten Teil mußt du... eigentlich dasselbe, nur besser.
Wie spielt es sich?
Im Gegensatz zu den meisten anderen Text-basierten Adventures verlangt Bleed nicht nach einer Eingabe von Wörtern, sondern basiert auf einem Multiple Choice Verfahren. Ein Druck auf die Tasten 1-4 reicht aus, um eine Aktion auszuführen.
Das Spiel ist übrigens völlig in Englisch (bis auf ein par deutsche Flüche). Allerdings ist die Sprache nicht alzu schwer, das sollte eigentlich jeder begreifen können. :)
Negativ fällt leider ins Gewicht, daß man nach jedem Tod wieder von vorne anfangen muß, abspeichern kann man nicht. Man sollte sich den Weg, den man gegangen ist, also besser merken.
Die Technik:
Naja, viel kann man natürlich nicht erwarten. Ein schwarzer Bildschirm mit ein bischen Text, ein kleines Pic am Anfang, und im 2. Teil Musik (echt gute!). Mehr nicht.
Es gibt einen Storyfaden, der zum Ende führt, alle anderen Enden früher oder später mit einem Game Over.
Hört sich langweilig an?
Moment, ich hab doch noch gar nichts über die Story erzählt!
Also, die Story:
Im ersten Teil bekommst du die Meldung, das ein Irrer in einer Schule amok gelaufen ist, und du ihn stellen mußt. Am Tatort angekommen bietet sich dir ein schreckliches Bild: Dutzende tote Schüler, ein abgetrennter Arm mit einer Uzi dran, und überall Blut- hat sicher Spaß gemacht! >:-)
Auf der Jagd nach diesem Irren sterben noch einige andere Leute, ein Supermarkt explodiert, und ein par 80-jährige werden überfahren. Merkst du was? Genau:
Dieses Game ist nur was für Leute mit ausgesprochen makaberem Humor. In den diversen Storyfäden werden mehr Leute gekillt als in Terminator! Spaßeshalber auch noch die Story von Teil 2:

Du bist schon wieder auf der Suche nach diesem Irren, offentsichtlich hast du ihn nicht vollständig gekillt. Und wieder pflasterst du deinen Weg mit hunderten von Leichen, und das obwohl du ja eigentlich der Gute bist... ]:->

Spaßfaktor:
Grooowy! Dieses Game ist genau das richtige führ all die durchgeknallten Möchtegern-Massenmörder unter euch.
Bei den Beschreibungen zu den einzelnen Szenen könnt ich mich totlachen! Wer gerne MetzelFilchem sieht, sollte sich dieses Game unbedingt mal ansehen. Auch wenn es nur ein Textadventure ist, das Game ist einfach genial! Würde man zu diesem Game einen Film drehen, garantiere ich für die schnellste Indizierung in der Geschichte!
Ein eindeutiges ]:-»!
Bezugsquelle:
Wie gesagt, im Aminet, auf der A+ Sonderheft CD Spiele, oder bei mir.

Dies war mal ein PC-User The Saint Oh my God, they killed Keny!!!
Markus Castro

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