Vorwort

Nachdem ich in der vorletzten NoCover die Artikel von Genius und Kilian "The Bruce" Servais gelesen hatte, die sich beide darüber beschwert hatten, das die NoCover immer "dünner" wird, habe ich mich dazu entschlossen, auch mal einen Artikel zu verfassen.
Doch worüber sollte ich schreiben ??? Da fiel mir ein, das ich einmal in einer Computer Zeitschrift einen Artikel gelesen hatte, wie jemand seinen (Computer-) Lebenslauf beschrieben hatte. Ich fand es sehr Intressant zu lesen, wie anderre zu unserem Lieblings - Rechner gekommen sind. Vieleicht ergeht es euch ja genauso.


Mein (Computer-) Lebenslauf

Vor ungefähr 16 Jahren bekam ich von meinen Eltern meine erste Spiele - Konsole. Einen Atari VCS 2600. Diesele Konsole konnte an den Fernseher angeschlossen werden und die Spiele waren auf Steckmodulen gespeichert. Mein erstes Spiel war das legendäre Pac Man, was mich Wochenlang vor der Glotze fesselte. Gerne erinnerre ich mich auch noch an das Game "Wizard of War" wo man mit 2 Spielern gleichzeitig versuchen mußte, alle gegnerischen Geister zu vernichten.

Als meine Eltern 1985 umgezogen sind und ich in eine neue Schule kam, lernte ich dort viele neue Freunde kennen. Einer von Ihnen zeigte mir seinen C64 mit Datasette.C64 Ich war sofort begeister. Diese Grafik und der Sound, eifach Klasse. Also nervte ich meine Eltern solange, bis ich auch einen bekam. Doch was war das ??? Wo ist die Datasette ??? Meine Eltern hatten den C64 mit einer Floppy gekauft. Im nachhinein war ich Ihnen dafür dankbar, da die Datasette unwahrscheinlich langsam und anfällig für Lesefehler war. Durch den C64 setzte ich mich dann auch etwas mit BASIC auseinander aber mein wesentliches Intresse galt den Spielen. Dadurch rutschte ich auch auf die schiefe Bahn ab. Nach ungefähr einem Jahr hatte ich mich in der Raubkopierer Szene etabliert und wurde täglich mit dem neustem Stoff versorgt. Es war schon fast eine Sucht, immer die neusten Spiele zuerst zu bekommen. Ich hatte durch das Kopieren kaum noch Zeit zum Spielen. Das änderte sich schlagartig, als ich eines Tages von der Schule nach Hause kam und mir meine Eltern einen Brief von der Staatsanwaltschaft zeigte. Das gab einen höllischen Ärger und war das Ende meine Karriere als Raubkopierer. Gottlob war es nur eine Verwarnung, so das es keine weiterren Konsequenten nach sich zog.

Es war ungefähr 1987 als ich bei einem anderren Kumpel das erste mal einen Amiga 500 zusehen bekam.Amiga 500 Was für eine Maschine. Die Ladezeiten waren unwahrscheinlich schnell gegenüber meinem C64. Die Grafik war unwahrscheinlich und der Sound absolut Genial. Mein entschluß stand spätestens nach der 3. durchzockten Nacht bei meinem Freund fest. Den muß ich haben. Zufällig hatte ich gerade meine Konfirmation, so das ich kurz danach mit dem Konfirmations - Geld nach Hamburg fuhr und mir meinen ersten Amiga mit Monitor kaufte. Da noch etwas von der Kohle übrig war, holte ich mir auch gleich das Spiel Silkworm. Nach und nach hatte ich mir eine stattliche Spielesammlung zusammengekauft und ich verbrachte jede freie Minute an meinem Amiga 500.

Die Jahre zogen durchs Land und ich war ein glückklicher Mensch. In fast jedem Comuputer Laden konnte man Software kriegen. Die PC waren nur komische Kisten ohne nennenswerter Grafik oder Sound. 1993, ich war mit meiner Lehre als technischer Zeichner fertig, sah ich plötzlich im Fernsehen einen Werbespot über das CD32.CD32 Da ich schon einiges über diese Konsole gelesen hatte, entschloß ich mich diese sofort zu Bestellen. Ich war begeistert von dem AGA Grafikchip und der Geschwindigkeit, doch irgendwann holte ich mir eine CD wo ein Demo von "Die Siedler" drauf war. Ich kannte das Spiel noch vom Amiga 500, welchen ich immer noch nutzte. Doch was war das ??? Mann konnte plötzlich in größerren Welten Spielen und der Sound war umfangreicher. Das weckte wieder erneut mein Intresse an diesen Spiel. Leider konnte ich nicht abspeichern, da es nur eine Demo - Version war und das CD32 keine Festplatte hatte. Also die nächste Computer Zeitschrift aufgeschlagen und mir ein SX1 geordert mit Festplatte, externen Disketten Laufwerk und Tastatur. Zwischenzeitlich geriet Commodore in den Konkurs und Escom übernahm nach einer langen Durststrecke den Laden. Danach überschlugen sich die schlimmen Nachrichten. Amiga Zeitschriften wurden eingestellt oder als Toilettenpapier degradiert. Escom ging auch Pleite und viele Softwarehersteller verabschiedeten sich von unserem Lieblingsrechner. Ich überlegte, ob ich mich vom Amiga verabschieden sollte, aber wohin ??? Es gab für mich keine echte Alternative also blieb ich Ihm treu.

Es war 1997, als ich bemerkte das immer mehr neue Software an die Grenzen meines CD32 mit dem SX1 kamen, so das ich mein Sparbuch plünderte und mir einen Amiga 1200 im Tower mit 030er Turbokarte zulegte.Amiga 1200 Nach und nach kamen dann Scanner, Tintenstrahldrucker und ein 15 Zoll Monitor dazu. Dadurch wurde auch mein Intresse zur Textverarbeitung und Grafikerstellung geweckt und ich beschäftigte mich auch mit der Workbench und deren ganze Funktionsvielfalt. Langsam aber sicher wurde ich zum "Amiga - Fanatiker", wie meine Freunde mich nennen, weil ich bis heute an meinem Amiga festhalte und mich nicht in das PC - Lager drücken lasse. Anfang dieses Jahres habe ich mir jetzt eine Grafikkarte und ein PPC - Board geholt und möchte demnächst meinen Amiga 1200 mit einem zweiten (den ich mir gebraucht gekauft habe) verbinden. Ich hoffe für die Zukunft, das Amiga Inc. es schafft neue Amigas herzustellen und das Betriebssystem vernümftig weiterführt.

Twilight