WarpOS-Konfiguration

Schon während der Installation von WarpOs V14 lassen sich einige Einstellungen vornehmen. Da es einige aber schon installiert haben, erkläre ich im folgenden nur wie man es ändern kann, wenn es fertig installiert ist. Es ist zwar auch gut von Sam Jordan im zugehörigen Guide erklärt, aber ich möchte hier etwas genauer darauf eingehen.

Folgender Artikel basiert (außer auf meinen Erfahrungen) im wesentlichen auf dem WarpOS.guide von Sam Jordan und auf E-Mails, die ich von Sam Jordan erhielt.
Sam Jordan ist der Programmierer von WarpOS und leistet erstklassigen Support!

Setzen von Env-Variablen
Alertfile und Crashfile
BoardType
Debug
Earlyterm
GfxAddr und Force
HideWarning
MemProt
NoPPC
Terminator

Setzen von Env-Variablen


Die Voreinstellungen sind als Env-Variablen im Verzeichnis ENVARC:PowerPC gespeichert. Um diese zu ändern solltet ihr ein Shell-Fenster öffnen.
Damit das Arbeiten bequemer wird, tippt ein:
CD ENVARC:PowerPC
Wenn ihr nun LIST eintippt, müsste folgendes erscheinen:
Verzeichnis von "Workbench:Prefs/Env-Archive/powerpc" am Heute      10:21
alertfile                   66 --arwed  14-Feb-99  14:45   
crashfile                   75 --arwed  12-Feb-99  14:14   
debug                        1 --arwed  24-Jan-99  11:45   
earlyterm                    1 --arwed  24-Jan-99  11:46   
force                        1 ---rwed  20-Feb-99  13:03   
gfxaddr                      1 ---rwed  20-Feb-99  13:25   
hidewarning                  1 --arwed  24-Jan-99  11:46   
memprot                      1 ---rwed  20-Feb-99  12:59   
noppc                        1 --arwed  24-Jan-99  11:46   
terminator                   1 --arwed  11-Feb-99  18:03   
10 Dateien - 0 Verzeichnisse - 0 Links - 20 Blöcke - 149 Bytes
Benutzt 23041536 Bytes  -  Frei 1213952 Bytes
Was in den einzelnen Dateien steht, lasst ihr euch am besten mit TYPE anzeigen.
Wenn ihr eine Variable ändern wollt, so funktioniert das am besten mit dem Befehl SETENV . Bei diesem Befehl müsst ihr immer den kompletten Pfad eingeben, da er standardmäßig nicht im aktuellen Verzeichnis speichert sondern in ENV: .

Beispiel:


Ihr wollt die Variable debug ändern.
Shell-Fenster

Die Bedeutung der Variablen

Alertfile und Crashfile


Diese Variablen geben an, wohin die Systemnachrichten (Alertfile) und die Ausgabe bei Abstürzen (Crashfile) geleitet werden sollen. Gebt ihr Dateinamen an, werden sie in dieser Datei gespeichert. Aber sinnvoller ist es, wenn ihr es auf CON: ... stehen lasst. Die Ausgabe geschieht dann statt in einer Datei in einem Fenster. Wie ihr das Fenster ändern könnt ist gut im DOS-Handbuch bei dem Befehl Newshell erklärt. Deshalb nur soviel:
CON:Links/Oben/Breite/Höhe/Titel/Optionen

BoardType


Diese Variable gibt es bei der Version 14 nicht mehr. WarpOS erkennt nun selbständig, welches PPC-Board eingebaut ist.

Debug


Hiermit steuert ihr die Debugging-Ausgabe. Sie geschieht wie bei ROMWack auch über die serielle Schnittstelle. Wer jetzt nur Bahnhof versteht, sollte den Wert dieser Variablen bei 0 belassen. Wer die Infos will, kann ihn auch auf Werte von 1 bis 3 setzen. Wer an der seriellen Schnittstelle kein Terminal hängen hat, kann sich die Ausgabe auch mit Sushi, Decon, Sushimi oder MungFriend ausgeben lassen.

Earlyterm


Wenn ihr Probleme mit Programmen wie WShell habt, setzt sie auf 1 . Ansonsten lasst sie auf 0.

GfxAddr und Force


Lasst ihr Force auf 0, so ermittelt WarpOS die Anfangs-Adresse eures Grafikspeichers automatisch. Gibt es Probleme, so müsst ihr Force auf 1 setzten und den Wert bei GfxAddr eintragen. Probleme soll es wohl bei BlizzardVision und CyberVision geben. Die Adresse dieser Boards lautet: $e0000000
Ist keine Grafikkarte vorhanden, lautet die Adresse $00000000 oder einfach 0 .

HideWarning

Wenn euch das Requester nervt, dass anzeigt dass die ppc.library erst entfernt werden muss, könnt ihr diese Variable auf 1 setzen.

MemProt


Diese Variable ermöglicht geschützten Speicher, wenn sie auf 1 gesetzt wird. Dies funktioniert jedoch nur, wenn das Programm auch geschützten Speicher alloziert. Welche Programme dieses Feature unterstützen weiß ich leider nicht. Gibt es überhaupt ein Programm, dass Speicherschutz unterstützt??? Diese Variable auf 1 zu setzen kann Probleme bereiten, weshalb man diese Variable auf 0 lassen sollte (Empfehlung von Sam Jordan).

NoPPC


Habt ihr WarpOS installiert aber gar keinen PPC-Prozessor eingebaut, so müsst ihr diese Variable auf 1 setzen. Dadurch funktionieren alle Programme, die versuchen die powerpc.library zu öffnen aber gar keinen PPC-Prozessor benötigen.

Terminator


Ist diese Variable auf 0 gesetzt, so kann WarpOS nicht hochgefahren werden wenn die ppc.library aktiv ist.
Wollt ihr Version 45 der ppc.library entfernen um WarpOS hochfahren zu können, so müsst ihr die Variable auf 1 setzen.
Habt ihr Version 46 installiert, so muss zum Entfernen der ppc.library der Wert auf 2 gesetzt werden.

UMO - Thomas Steffens