Jeder der von Flügen zu anderen Sonnensystemen träumt, knallt unweigerlich ein gewisses Problem an den Kopf: Lichtgeschwindigkeit. Theoretisch benötigt jedes Objekt das die magische Grenze von etwa 300000 km/s erreichen will unendlich Energie. Aber woher unendlich Energie herbekommen? Und selbst wenn man den Zugang zu einer konstanten und mobilen, nicht versiegender Quelle der Energie hätte, so muss man doch sehen das Lichtgeschwindigkeit in Anbetracht des riesigen Universums äußerst langsam ist. Also braucht man ein Antriebssystem das in der Lage ist mehr als 300000 Kilometer in der Sekunde zurückzulegen.
Die Leute um Star Trek haben den Ausweg des "Warp" gefunden. Zefram Cochrane, eigentlich ein fauler Trunkenbold heute aber genialer Wissenschaftler, entwickelte mit seinem Ingenieursteam erste Modelle des sogenannten "Kontinuums-Disortations-Antriebs". Damals hatten die frühen Warp-Felder (Warp weil man des Raum-Zeit-Kontinuum mit diesem Antrieb verzerrt) zwar nur geringe Geschwindigkeiten, aber das sollte sich in Zukunft noch ändern.
Der Warpantrieb bezieht seine Energie aus einer Materie/Antimaterie-Reaktion die in
einem
speziellen Konstruktionssystem vonstatten geht. Deuterium ("schwerer Wasserstoff")
wird
verarbeitet und umgewandelt. Durch sogenannte Reaktant-Injektoren werden nun
Wasserstoff und
Anti-Wasserstoff in eine Reaktionskammer geleitet. Hierbei werden die Anti-Teilchen
die
zugeleitet werden auf ihrem Weg von elektromagnetischen Kraftfeldern von anderer
Materie
abgeschirmt.
Diese Materie/Antmaterieströme treffen nun im Diliziumkristall zusammen. Dilizium
ist das bislang einzig bekannte Material das nicht mit Antimaterie reagiert, aber sie
durch
Modifikation durchlässt. Die so erzeugte Energie wird mit einem Plasmastrom über
eine
Transferleitung zum EPS (Elektro-Plasma-System) geleitet. Von gewissen Zapfstellen
aus
kann nun die Energie verteilt werden.
In der Warpgondel werden die Warpfeldspulen von den EPS-Injektoren
"beschossen".
Mit dieser Energie erzeugen die Spulen das sogenannte Warpfeld. Die
Ausdehnungen dieses
Feldes sind nach vorne hin steuerbar. Durch weiteres pulsartiges beschießen bauen
sich die
Warpfelder auf und "vermehren" sich ,was zu höheren Warp-Geschwindigkeiten
führt. Die von
den Gondeln ausgehenden Feldern erzeugen nun den Warpeffekt, was von der
Struktur des
Schiffes unterstützt werden kann.
Wenn nicht mehr genügend Antimaterie in den abgeschirmten Kapseln ist, besteht
immer
noch die Möglichkeit Mithilfe der Bussard-Kollektoren Wasserstoff aus dem
Weltraum
aufzusammeln und an Bord umzuwandeln - allerdings wird diese Prozedur nur in
äußersten
Notfällen eingesetzt.
Falls am Antriebssystem ein Schaden entsteht werden die betreffenden Systeme
abgeschaltet
und die Räume versiegelt. Techniker können (bei Bedarf in Druckanzügen) die
Schäden reparieren.
Allerdings genügt eine spätere Reparatur in manchen Fällen nicht. In diesem Fall
muss die gesamte Materie/Antimaterie-Reaktionskonstruktion abgeworfen werden,
inklusive
Vorratskapseln.
| Warp-Faktor | x-fache Lichtgeschw. |
|---|---|
| Warp 1 | 1 |
| Warp 2 | 10 |
| Warp 3 | 39 |
| Warp 4 | 102 |
| Warp 5 | 214 |
| Warp 6 | 392 |
| Warp 7 | 656 |
| Warp 8 | 1024 |
| Warp 9 | 1516 |