
Wilkommen zur zweiten "richtigen" Ausgabe der Metal Corner! Ich hoffe, daß Euch die erste Ausgabe so halbwegs gefallen hat und Ihr mir Eure Kritk mitteilt! Immerhin mache ich das ganze hier für Euch und nicht etwa, weil ich zu viel Zeit habe. Im Februar herrschte eigentlich, bis auf eine Sensationsmeldung, weitestgehend News Flaute im Metal Buiseness; dafür war die Sensationsmeldung ein wahrer Leckerbissen für Metal Freaks: Bruce Dickinson ist zurück bei Iron Maiden! Mehr dazu in den News. Ansonsten hoffe ich Euch eine gelungene Ausgabe der Metal Corner präsentieren zu können! See ya,
Kilian Servais
* Was in der letzten Ausgabe noch als Gerücht deklariert wurde, entspricht
nun der Realität: Bruce Dickinson kehrt zu Iron Maiden zurück! Und gleich
mitgebracht hat er Adrian Smith (der ja von 80-88 auch schon bei Iron Maiden
tätig war und seit 1997 gemeinsame Wege mit Bruce Dickinson gegangen ist).
Nunmehr verfügen die Eisernen Jungfrauen über 3 Gitarristen; bleibt
abzuwarten, ob das gutgeht... Über Ex-Sänger Blaze Bayley hat man keinerlei
Worte mehr verloren; ein nicht gerade rühmlicher Abgang! Bleibt nur noch die
Frage offen, ob sich Bruce Dickinson und Maiden Boss Steve Harris wieder
vertragen haben, denn es hatte 1993 (als Bruce "gegangen wurde") doch
ziemlichen Streit gegeben.... Up the Irons!
*Life of Agony haben demhingegen ihren Lead Sänger Whitfield Crane wegen
mangelnder stimmtechnischer Qualität den Laufpass gegeben.
*Helloween, über die ja in den letzten Wochen auch Trennungsgerüchte zu
hören waren, sind derweil wieder im Studio und spielen ein Cover Album mit
Hits aus den späten 60ern und frühen 70ern ein... Unter Umständen vielleicht
Kai Hansen als 7 Jähriger an der Blockflöte :-))?
*Die alten Gothic Götter "Fields Of The Nephilim" haben sich in
Originalbesetzung reformiert und wollen demnächst ihr neues Studiooutput
zusammenschustern.
*Nun passierte es bei Dream Theater: Drummer Derek Sherinan ist nicht mehr
Drummer bei Dream Theater! Gründe wurden zwar nicht genannt, aber das oft
theatralische Gepose dürfte wohl der Grund sein. Ersatz hat man mit Jordan
Russ gefunden, der bei früheren Gigs schonmal hinter der Schießbude saß.
Unteredessen arbeiten die Jungs schon fließig am heißersehnten Nachfolger zu
"Falling Into Infinity"
*Und noch ein Split: Dub War aus Wales haben sich aufgelöst
*Weissglut haben sich von ihrem Sänger Josef Maria Klumb getrennt, dem
vorgewurfen wurde, rechtsradikales Gedankengut vertreten zu haben und diese
Anschuldigung nicht eindeutig entkräftet zu haben. Schade, daß es solche
Idioten noch gibt...
*Und noch ein Split: Eyehategod (was für ein besch... Name!) sind ebenfalls
Vergangenheit... warum nur?
*Angeblich ist auch ex-Machine Head Logan Mader bei seiner neuen Combo
Soulfly rausgeflogen; schon im Sommer machte Logan Schlagzeilen, nachdem er
sich auf eine unfreundliche Art bei Machine Head verabschiedet hatte...
Selten zuvor hat es eine Band gewagt, zwei Live Doppel CD`s hintereinander
herauszubringen! Aber Manowar wären nicht Manowar, wenn sie es nicht
wenigstens versucht hätten. Und das Ergebniss, mit Hell On Stage
betitelt, gibt Ihnen recht: Zwei weitere geile Live CD`s, die sich durchaus
auch mit dem Vorgängerwerk Hell On Wheels messen können, sind dabei heraus gekommen! Beachtlich
ist auch die Setlist der beiden CD`s, hier reiht sich ein selten Live gespielter
Klassiker an den nächsten: Metal Daze, Gates Of Valhalla, Guyanna oder
auch Outlaw und The Power. Selten haben Manowar ein so großartiges Set
an Klassikern zusammengeschustert, und nur um den Fans das zu geben, was sie
wollten! Auch die Aufnahmen stammem, wie schon beim Vorgänger, aus den
verschiedensten Teilen der Welt und wurden so zusammengeschnitten, daß ein
natloser Übergang stattfindet. Die Qualität ist volkommen Manowar like, also
"loud and heavy", eben alles was ein gutes True Metal Album ausmacht! Wer
also gedacht hat, daß diese beiden CD`s lediglich fürs Geld scheffeln
gedacht sind, der sieht sich getäuscht: Hell On Stage ist keinen Deut
schlechter oder billiger aufgemacht als Hell On Wheels. Übrigens: Wer sich
beeilt, kann evtl. noch die Limitierte Edition ergattern, der noch eine
Bonus CD (Live In Germany) mit den Tracks Kings Of Metal, Herz
aus Stahl und Metal Warriors beiliegt, die alle, wer hätte es
gedacht, in Deutschland auf der selben Tour aufgenommen wurden. Eine nette
Geste wie ich finde, zumal der Preis von rund 30 DM für beide Versionen
(zumindest bei meinem lokalen Händler) identisch ist! Nehmt den Hammer und
immer feste druf....
Fazit: 10 von 10 Punkten
Mit "Ein Strauß bunter Melodien" legt der gute alte Tom Angelripper nunmehr
sein drittes Soloalbum, auf dem sich ausschließlich Stimmungsmacher befinden,
vor. Allerdings kann "Ein Strauß bunter Melodien" weder mit dem Vorgänger
"Ein Tröpfchen voller Glück" noch dem Debut "Ein schöner Tag" mithalten.
Vielmehr finden sich auf der CD nur leicht modifizierte, wenig druckvolle
Coverversionen bekannter Schalgerhits, die nicht immer unbedingt besser
sind,
als das Original (und das will schon was heißen!). Eröffnet wird die ganze
Chose von einer Tom Angelripper Komposition ("Freundschaftsbund") gefolgt
von einem Medley, die sich beide auch noch ganz gut anhören. Danach
allerdings geht`s ins musikalische Nirvana, denn die darauffolgenden
Coverversionen von beispielsweise "Prost, Prost Kameraden", "Marmor, Stein
& Eisen bricht" oder auch "An der Nordseeküste" (!) sind einfach nur total
lasch umgesetzt worden, ohne großartig viele Metalelemente (wie auf den
Vorgängeralben) einfließen zu lassen. Mitunter sind zwar noch ganz
annehmbare Songs zu finden (u.a. Tom`s Eigenkomposition "Wir machen heut `ne
Sause"), aber ein Großteil ist so ziemlicher Müll, der im Grunde auch nicht
besser ist, als irgendein Schalgerhitparaden Sampler (Vol. XXXV). Auch wenn es sich
etwas hart anhört: Diese CD sollte man sich selbst als eingefleischter
Tom Angelripper Fan nicht kaufen! Die ganze CD macht eher den Eindruck, daß man nach
den guten Verkäufen von "Ein Tröpfchen voller Glück" unbedingt Kohlen nachschieben
wollte, um noch mal ordentlich Geld zu machen. Wo die Coverversion von "Männer sind Schweine" (die ja
für dieses Album angekündigt war) allerdinsg geblieben ist, weiß so ziemlich niemand. Mittlerweile hat die
ganze Cover-Chose ihren Reiz und Flair verloren, so daß es für "Onkel" Tom
mal wieder klüger wäre, mit einem richtigen Metal Album rüberzukommen; denn
mit "Ein Strauß bunter Melodien" läuft er Gefahr, Sympathien bei den
zahlreichen Fans zu verspielen. Mal sehen, wie es weitergeht....
Fazit: 4 von 10 Punkten
Quelle: RockHard
Da es schon im Vorfeld des Konzertes nicht das einfachste war, Karten zu
bekommen, wunderte es auch niemanden, daß die Zeche bis auf den letzten
Platz ausverkauft war. Aber ich (und ein Freund) hatten Glück, denn wir
gehörten immer noch zu den ersten die reingekommen sind und konnten somit
sofort in die erste Reihe, in der wir das ganze Konzert über auch geblieben
sind. Zwar dauerte es noch eine ganze Weile bis die brasilianische Combo
Angra auf die Bretter kamen, aber als es dann soweit war, hielt es in den
ersten Reihen der Zeche niemanden mehr: Arme wurden emporgestreckt und es
wurde abgebangt ohne Ende. Und die Jungs aus Brasilien legten einen tollen
Gig hin: Eröffnet wurde das ganze von "Wings of Reality" gefolgt von der
rockigen Nummer "Lisbon". Schon hier war klar, daß Stratovarius einiges auf
sich nehmen müssen, um diesen Gig noch zu toppen: Andre Matos sang wie ein
junger Gott, Rafael Bittencourt und Kiko Laurencio rasierten alles ab, was
ihnen in den Weg kam und auch der Drummer war in Spitzenform. Die
darauffolgenden Songs "Carolina IV", "Petrified Eyes", "Metal Icarus" und
"Speed" taten ihr übriges um für gute Stimmung zu sorgen. Und da die Leute
dort ordentlich mitgingen und äußerst fair agierten, gab es mit "Carry on"
sogar noch die gewünschte Zugabe!
Also kein leichter Stand für Stratovarius,
die ca. 20 Minuten später mit dem 10 Minütigen Track "Destiny" ihr Set
eröffneten. Und mittlerweile kochte es richtig in der Zeche; und auch in der
ersten Reihe wurde es immer enger, zumal mit "No turning back" gleich eine
weitere Metal Granate auf die Leute losgelassen wurde. Aber auch die Mannen
um Timo Tolkki hatten eine Sahnetag erwischt: Der charismatische Frontman
Timo Kotipelto war megagut drauf und der Rest war immer für einen Scherz gut
(siehe unten). Und es wurde auch so ziemlich alles gespielt, was sich im
laufe der Jahre zu einem Hit entwickelt hatte: "Paradise", "Black Diamond",
"Against the Wind" oder auch "Will the Sun rise". Natürlich durfte auch das
obligatorische Jörg Michael Drum Solo nicht fehlen; wann ist schonmal einer
der besten Deutschen Drummer in der Zeche? Alles in allem sprühten
Stratovarius nur so vor Elan und es war ein Top Gig ohne nennenswerte
Zwischenfälle; selbst die Security (keine Absperrungen!) war gut drauf!
Dafür gab es genügend witzige Zitate der finnischen Band zu hören, die ihnen
wohl der Scherzbold Jörg Michael ("Meine Mutter ist hier und hat natürlich jetzt einen guten Eindruck von meiner Band") beigebracht hatte: "Bringt mir einen Hund!
Ich bin geil." oder "Ich will Stacheldraht in Deine Harnröhre einführen".
Na, ob sich die Band da bewusst war, was sie so erzählt? War aber auf jeden
Fall witzig mit anzuhören. Da auch die Performance ansonsten in Ordnung
ging, bleibt unter dem Strich ein sehr guter Gig von beiden Bands mit der
Sicherheit, einige neue Fans gewonnen zu haben!
1. Wings Of Reality
1. Destiny
Kilian Servais
News
*Iced Earth mussten ihre US Gigs absagen, da Mastermind Jon Schaffer eine
starke Nackenverletzung auskurieren muss; mit kaputtem Hals bangt es sich
eben nur halb so gut.CD Reviews
Manowar: Hell On Stage-2 Live CD`s
"Onkel" Tom Angelripper: Ein Strauß bunter Melodien
Top 10
1. Blind Guardian: Nightfall In Middle-Earth
2. Iced Earth: Something Wicked This Way Comes
3. HammerFall: Legacy Of Kings
4. Rhapsody: Symphony Of Enchanted Lands
5. Metallica: Garage Inc.
6. Rage: XIII
7. Stratovarius: Destiny
8. Ayreon: Into The Electric Castle
9. Bolt Thrower: Mercenary
10.Böhse Onkelz: Viva Loz TiozKonzertbericht: Stratovarius & Angra (14.2.99; Bochum "Zeche")
Die Setlist:
Angra:
2. Lisbon
3. Nothing To Say
4. Metal Icarus
5. Carolina IV
6. Petrified Eyes
7. Speed
8. Carry OnStratovarius (mit Sicherheit falsche Reihenfolge):
2. No Turning Back
3. 4000 Rainy Nights
4. Paradise
5. Stratophere
6. Jörg Michael Drum Solo
7. Antheme Of The World
8. S.O.S.
9. Venus In The Morning
10.Black Diamond
11.Will The Sun Rise
12.Distant Skies
13.Forever Free
14.Hold On To Your Dreams
15.The Kiss of Judas
16.Forever (Accustic Version)
17.Against The WindOutro
So, daß war dann auch schon die zweite "richtige" Ausgabe der Metal Corner,
die Euch hoffentlich gefallen hat! Das nächste mal gibt`s an dieser Stelle
wieder genau so viel zu lesen (hoffe ich mal) und evtl. schon ein Review zum
neuen Gamma Ray Album "Powerplant". Aber auch ansonsten habe ich schon
einiges für die nächste Ausgabe vorbereitet... lasst Euch mal überraschen!
Stay Hard...