Testberichte
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1. Test: Amiga-Emulator 'Amiga Forever Online-Edition' (von Maik Mettner)

»Vorwort

Für alle, die noch nicht wissen, was Amiga Forever ist: Es ist ein 
Emulator, mit dem man, wie der Name schon sagt, unseren Amiga-Rechner auf 
einem PC emulieren (nachbilden) kann.

Installation

In der mir vorliegenden Testversion bestand die Amiga Forever Online 
Edition aus einer etwa 6,5 MB großen Exe-Datei, die nach dem Starten alle 
Programmteile entpackt und den Installation-Assistenten startet, der einen 
durch die wirklich einfache Installation geleitet.
Während der Installation muss man eigentlich nur den Installationspfad 
angeben und sich entscheiden, ob auch der Amiga Explorer installiert werden 
soll.

Programmstart

Screenshot:
Screenshot 

Nachdem man nun alle notwendigen Dateien installiert hat und der Rechner 
neu hochgefahren ist, kann man Amiga Forever starten.
Dies geschieht auf wirklich einfache Weise, indem man ins Start-Menü von 
Windows geht und dort unter dem Menüeintrag - Programme - Cloanto - Amiga 
Forever -, der bei der Installation angelegt wurde, den LAUNCHER startet.
Hat man ihn gestartet, öffnet sich eine komfortable Menübox, von wo man nun 
entweder direkt schon vorkonfigurierte Emulationen von Amiga OS 1.3 bis 
Amiga OS 3.0 starten kann oder aber in das Konfigurationsmenü von WinUAE
kommt (Anm.: dieser Online Edition von Cloanto liegt nur die UAE-Version 
für Windows bei, andere z.B. DosUAE kann man später kostenlos downloaden)
oder sich aber die Dokumentation anschauen kann.
Im ausführlichen Konfigurationsmenü kann man einfach per Mausklick alle 
wichtigen Einstellungen verändern, um die Emulation an das vorhandene PC-
System anzupassen.
So kann man z.B. die Größe des Fast- und Chip-RAMs festlegen, das der 
emulierte Amiga besitzen soll, das Kickstart 1.3 oder 3.0 (sind bereits als 
Rom-Images dabei), den Sound emulieren oder nicht, die Darstellungsart der 
Emulation - im Fenster oder als Vollbild -, Ein-/Ausgabegeräte, und, und, 
und...man sollte wirkliche viele Konfigs ausprobieren, um die Emulation an 
die Ausstattung des PC anzupassen.
Als erfahrener Amiga-User sollte man eigentlich mit diesem 
Konfigurationsproggi keine Probleme haben. (Anm.: Man sollte unbedingt der 
Emulation Z3-Speicher geben, damit die rechenintensiven chunky-to-planar-
Umrechnungen für die Amiga-Grafikdarstellung entfallen.)

Geschwindigkeit

Also ich habe A-Forever auf zwei Systemen getestet:
1.	P90, 2MB Graka, 16MB RAM, Win 95 - dieses System ist eigentlich nur 
Leuten zu 	empfehlen, denen es Spaß macht, auf einem A500 Raytracing zu 
betreiben. Das soll 	heißen, dass man zwar den Emulator zum Laufen bekommt, 
aber er sehr sehr langsam 	ist. 

2.	PII 350MHz, 16MB Graka, 64MB, Win 98 - auf diesem System kam schon 
richtig Amiga-Feeling bei mir auf, und ich muss sagen, dass ich das Gefühl 
hatte, an meinem A1200/040 	zu arbeiten.

Programmpaket

Der Online-Edition, die ich hier getestet habe, lagen schon einige 
nützliche Proggis bei, so z.B. als Schmankerl Personal Paint 7.1 (auch von 
Cloanto), Toolmanager, als Grafikkartentreibersystem Picasso 96, AmiToRTF, 
DirDiff , die kompletten Amiga OS-Files 
und der AExplorer.
Zum AExplorer muss ich sagen, dass er zum Datenaustausch zwischen Amiga und 
PC dienen soll(?!), via serielles Nullmodemkabel oder aber TCP-Stack.
Leider konnte ich ihn in meinem Test nicht dazu bringen, Daten zu 
übertragen, obwohl PC2AM bei mir problemlos über die serielle Schnittstelle 
funktioniert.

Fazit

Die Amiga-Forever-Online-Edition kann ich eigentlich nur jedem empfehlen, 
der gezwungen ist, an einem PC zu arbeiten, aber seinen Amiga nicht 
vermissen möchte.

Ich hoffe, dieser Test hat allen ein wenig weitergeholfen, und man mag mir 
einiges nachsehen, denn es war mein erster.

CU Maik Mettner                        


P.S.: Für Fragen, Info-Austausch und Kritik, E-Mail:
      maik.mettner@t-online.de «