Ursprünglich sollte dieser Text schon in der No Cover 59 erscheinen. Textpassagen die nachträglich eingefügt wurden, sind in der selben Farbe wie dieser Textabschnitt gehalten. Wolfgang Zimmer und Sieglinde Peters werden gegen Ende persönlich angesprochen.
Kollege Silvio brachte in der letzten Ausgabe wieder das alte Thema "PC vs Amiga" auf den Tisch. Keine Sorge, ich will nicht das Thema komplett neu aufrollen, aber dennoch etwas grundsätzliches dazu sagen, da es indirekt auch das Thema "PPC vs MMC" berührt.
Wir haben verloren. Der Classic-Amiga hat verloren. Deshalb finde ich es mutig von Silvio das Thema wieder zu bringen. Auch mein Herz hängt am Amiga. Er steht mir wesentlich näher als mein PC. Man könnte meinen der Amiga hat eine Seele. Woran das liegt, ist mir zwar nicht klar, aber die meißten Amiga-user empfinden so. Der Amiga wurde schon als "Multimedia"-Computer konzipiert, lange bevor dieses überstrapezierte Modewort allen aus den Ohren hing. Das erkennt man an der Hardware-Architektur und dem Betriebssystem, wodurch der Amiga auch sehr bedienerfreundlich wurde. Das die Entwicklung seit Anfang der Neunziger so ziemlich zum Stillstand kam (eigentlich schon seit Ende der 80er, noch unter Commodore!) und auch dort sehr lange verharrte, ist kein Geheimnis.
Der PC wurde als Büromaschine konzipiert und nicht als Entertainment-Kiste. Aber der PC ist heutzutage dank stetiger Weiterentwicklung eine eierlegende Wollmilchsau. Windows 95/98 ist zwar noch weit davon entfernt ein perfektes Betriebsystem zu sein, ist aber auch längst nicht mehr die Katastrophe wie es Windows 3.x noch war. Auch die Benutzerfreundlichkeit des PC´s hat deutlich zugelegt. Das Installieren von Software und neuer Hardware läuft in aller Regel ziemlich problemlos ab. Auch im Bereich Software klaffen Welten zwischen dem Amiga und dem PC. Beispiel: Während wohl die meißten unter euch ihre HTML-Dokumente und deren Tags mühselig per Hand tippen, findet man auf vielen CDs, die auf Computer-Zeitschriften, Lifestyle-Magazinen und manchmal sogar auf TV-Zeitschriften kleben, kostenlose Browser wie Explorer und Netscape, deren Amiga-Pendants dagegen teilweise wie "Kinderkacke" anmuten. Aber das ist noch nicht alles: Netscape beinhaltet den WYSIWYG-Editor Composer, der wirklich alle Wünsche erfüllt und sehr kompfortabel ist. Und so ein Programm, wovon Amigauser nur träumen können, bekommt man für den PC kostenlos nachgeschmißen! Das Preis-Leistungsverhältnis von PC-Hardware kann man ohne Übertreibung als "gut" bis "sehr gut" bezeichnen. Dein (Silvio) Preis-Beispiel stammt wohl noch aus älteren Angeboten, oder? Du hast 3300 DM als Preis für folgende Ausstattung angegeben: Pentium MMX/200, 32 MB Ram, 850 MB HD, 4x Speed CD-ROM.
Mein PC hat vor etwa 3 Monaten keine 2000.- DM gekostet: Pentium-II/350, 64 MB Ram, 6,4 GB HD, 32x Speed CD-ROM, 56K-Modem, Riva 128 (AGP-Grafikkarte mit 8 MB-Ram), 16-Bit-Soundkarte. Das bei diesem Preis Tastatur, Maus, 3"5-Laufwerk, Win98, Word 97, Works 4.5 und natürlich der Tower inklusive sind, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen! Nein, ich schreibe dies nicht, um zu sagen: "Bäh, und der PC ist doch besser!". Nein, ich möchte nur eins klarstellen: Der Zug ist für den Classic-Amiga abgefahren. Endgültig! Daran ändert weder ein PPC-Prozessor was, noch eine Vodoo-I-Karte von 3Dfx!
Selbst wenn es gelingt unseren betagten Rechner anhand einer PPC-Karte in modernere Leistungsregionen zu pushen, mag das zwar uns begeistern, aber die Computerwelt wird dies nicht sonderlich tangieren. Der sicherlich immer noch vorhandene Vorteil eines schlanken und flexiblen Betriebsystem ist nicht mehr so groß, das es den normalen PC-user die Nachteile des kleinen Amiga-Marktes (besonders das geringe und semi-professionelle Soft-Angebot) in Kauf nehmen läßt. Sollte es AI wirklich schaffen, einen neuen Amiga zu entwickeln, der die Bezeichnung "innovativ" verdient, könnte der Amiga tatsächlich die Aufmerksamkeit erregen, die er verdient.
Einem guten Freund von mir (friedlicher PC-user) habe ich schon öfters was über den Amiga erzählt und gezeigt. Auch als Escom die PPC-Pläne auf den Tisch legte, erzählte ich ihm das "...endlich der Amiga mit dem PPC-Prozessor soviel Leistung bringen werde, wie der schnellste aktuelle Pentium...", usw. usf. Doch doch, er hörte interessiert zu. Als ich ihm vor wenigen Monaten AI´s Pläne über den Next Generation-Amiga erzählte, war er so neugierig wie noch nie und löcherte mich regelrecht nach allen Details die ich ihm geben konnte. Erst vor wenigen Tagen fragte er mich, ob es schon was Neues über den MMC-Amiga zu vermelden gäbe. Ich glaube, das war das erste mal, wo er von sich aus das Thema Amiga angesprochen hat! Wie viele technik-begeisterte PC-user, ist auch er an neuen und innovativen Entwicklungen auf dem Markt stark interessiert. Unter anderem deswegen setze ich mehr vertrauen auf eine komplette Neuentwicklung, anstatt auf ein Update der Prozessoren!
Wenn man bedenkt, wie lange der Amiga ohne nennenswerte Weiterentwicklung auskommen mußte und in welche Außenseiter-Position er deswegen abgerutscht ist (vom Marktführer im Home-Computer-Bereich, bis heute, wo er in der Öffentlichkeit faktisch tot ist!) und dann immer noch glaubt, es reiche für unseren Amiga aus, schnellere CPU´s zu benutzen, die gröbsten Mankos aus dem Betriebsystem auszubügeln (OS 3.5) und sich schon wie ein Honigkuchen über das angekündigte Vodoo-I-Board freut, hat wohl ein kindliches Gemüt! Und wenn sie noch nicht gestorben sind... Nein, dafür ist viel zu viel Zeit ins Land gezogen, als das man alleine durch austauschen einzelner Komponenten noch großartig verlorenes Terrain wieder gut machen könnte!
Es ist vergebene Liebesmüh den Amiga mit den PC zu vergleichen, und zu hoffen das der Amiga dabei als strahlender Sieger hervorgeht. Das mag sich alles sehr resignierend anhören. Ja, was die Classic-Amigas angeht, stimmt das auch: Diese Modelle sind nur noch für Freaks (wie wir) und Nostalgiker wirklich interessant. In einen NG-Amiga stecke ich hingegen große Hoffnungen und Erwartungen, auch wenn meine beinahe unbändige Vorfreude einer etwas neutralen und abwartenden Haltung gewichen ist. Nicht das jemand mich in den letzten Diskussions-Beiträgen mit Argumenten zum Zweifler bekehrt hätten.
Übrigens, ich habe an der Diskussion nicht mehr teilgenommen, weil ich fand, das die Diskussion immer mehr auf "Nebenkriegschauplätzen" ausgetragen wurde. Zu welchen Termin nun der neue Amiga kämme, wieviel er genau kosten würde, ob die angekündigten Leistungsmerkmale nun wirklich so kommen, usw., usf. Kommt Zeit - kommt Rat! Aber zu zwei, drei Stichpunkten möchte ich mich doch noch äußern:
PPC als Zwischenlösung: Natürlich ist das in erster Linie abhängig vom finanziellen Background jedes Einzelnen, aber nicht gerade billige PPC-Boards allgemeingültig als Zwischenlösung zu bezeichnen, ist mehr als gewagt! Eins ist doch sicher: es wird kein zukunftsträchtigen Markt geben, wo PPC- und MMC-Amigas nebeneinander in Eintracht existieren können. Also, die PPC-Zukunft ist nicht gewährleistet. Hinzu kommt das die Mutterfirma sich eh für das MMC-Projekt entschieden hat. Wie auch immer der Amiga der Zukunft aussehen wird, oder ob es in der Zukunft überhaupt noch einen Amiga geben wird: die unwahrscheinlichste Variante von allen ist, das es ein PPC-Amiga sein wird! Ein Amiga mit PPC-Board wird dann wirklich eine Zwischenlösung im wahrsten Sinne des Wortes: Ein Lückenfüller zwischen Classic-Amigas und der neuen Generation von Amigas, aber ohne eigene Zukunft! Kann man wirklich immer noch PPC als Zwischenlösung für jeden Amiga-user empfehlen?!
Commodore vs Gateway: Ich will wirklich nicht Commodore nachträglich noch schlecht machen, denn die Sache ist wirklich "gestorben". Aber ich finde es nicht normal, wenn man auf einmal anfängt die Vergangenheit romantisch zu verklären und Commodore als Beinah-Heilige hinstellt und im gleichen Atemzug AI unter Gateway so vehement verteufelt! Commodore hat übrigens nicht den Amiga entwickelt, sondern den Amiga von der gleichnamigen Entwickler-Firma gekauft und veröffentlicht. Was aber auch stimmt, ist das Commodore den Amiga verrecken hat lassen! Vielleicht wäre der Amiga mit einer anderen Firma besser gefahren. =( Commodore hat sozusagen stark angefangen und stark nachgelassen. Gateway hat schwach (passiv) angefangen und scheint endlich in die Gänge zu kommen. Wie die Gateway-Geschichte weitergeht wird man noch sehen, jedenfalls zeigen sie Initiative: Sie investieren mit Mut, Elan und Entschlossenheit in die Zukunft des Amigas und machen etwas, was schon längst überfällig war! Sie entwickeln endlich einen komplett neuen NG-Amiga! Riecht ihr das nicht? die Classic-Amigas modern schon seit geraumer Zeit!
Zweck des Dreamcast-Vergleichs: Der Hauptpunkt war folgender: Für die Leistungsmerkmale eines Computersystems oder einer Konsole sind der Prozessor und die Grafikchips ausschlaggebend. Auch sind diese Hardwarebausteine nicht gerade unwichtig was den künftigen Preis der neuen Hardware betrifft. Dies betrifft besonders Konsolen, da hier auf unnötige Zusatzhardware verzichtet werden kann. Dennoch haben viele daran gezweifelt, das man zu einem Preis von knapp 500 DM (in Japan wird das DC für umgerechnet 375 DM verkauft!) eine Konsole mit den Leistungsdaten des Dreamcast verwirklichen kann. Was lernen wir im Bezug auf den MMC-Amiga daraus? Wenn AI bei der Grundausstattung eines MMC-Amigas "behutsam" vorgeht, wird es durchaus möglich sein, für unter 2000 DM einen Amiga mit den angekündigten Leistungsmerkmalen zu produzieren! Schließlich werden ja keine Intel-Chips oder andere handelsübliche Prozessoren und Chips verwendet. Es macht also keinen Sinn, mit einem Stift und Zettel bewaffnet irgendwelche Preislisten bekannter PC-Hardware durchzuackern und zu glauben, man könnte selber einen Computer für 1500 DM zusammen basteln, der in etwa den angekündigten Daten von AI entspricht! Da man dies nun wirklich nicht kann, heißt es aber lange noch nicht, das es AI auch nicht gelingen wird!
Das meinte ich auch mit dem "großkotzigen" Gehabe in Sachen Hardwarewissen: Nur weil es sich so ein Schlumpf nicht vorstellen kann, weigert er sich auch aus trotz und Überheblichkeit daran zu glauben. Es soll sogar welche geben, die nur an das glauben was sie sehen... Und was ist mit dem Wind? Was ist mit Strom? Was ist mit Magnetismus? Was ist mit der Erdanziehungskraft? Was ist mit...
Natürlich wird man darauf erwiedern, das man deren Existens beweisen kann, anhand deren überprüfbaren Auswirkungen. Den Wind spürt man und kann ihn auch an den Wellen oder dem rauschen der Bäume erkennen. Wenn er stark ist, kann man ihn sogar ohne Probleme hören. Man kann seine Stärke und seine Richtung messen, aus der er kommt. Dasselbe in Grün mit dem Strom: Faß mal in eine Steckdose! Man kann dessen Existens auf verschiedene Arten beweisen. Genauso verhält es sich mit dem neuen Amiga und das OS 5.0: Die Entwicklung ist offiziell bekanntgegeben, die Eckdaten ebenso und man wird regelmäßig auf den aktuellen Stand der Entwicklungen gebracht. Natürlich kann man nicht wöchentlich mit spektakulären News rechnen. Und eines Tages wird man seine Hand an das neue Gerät legen können. Bis dahin muß man sich halt noch etwas gedulden
Wer dann immer noch meint, er, respektive man(n), wisse rein gar nichts über das MMC-Project, hat entweder die letzten Monate 2-Meter tief unter der Verbracht oder er ist ein Ignorant der übelsten Sorte. Ich haße solche Typen! Selbst wenn mir bestimmte Dinge nicht passen (besonders im politischen Bereich), nehme ich deren Existens dennoch mit Zähneknirschen zur Kenntnis und akzeptiere sie! Es wäre mir peinlich bei einer Diskussion unangenehme Tatsachen wider besserem wissens zu leugnen!
Sorry, das waren harte Worte, aber sie waren meiner Meinung nach Verdient!
Klar, wir Amigauser haben in den letzten Jahren gesehen wie sich viele Versprechungen und Hoffnungen in Luft auflösten. Wir Amigauser haben tatsächlich keinen Grund naiv und allesglaubend jedes Versprechen als bahre Münze zu nehmen. Das ist wahr! Aber auch das Gegenteil ist nicht angebracht: Niemanden überhaupt noch was zu glauben - alles grundsätzlich als "leere Versprechen" abzutun! Inwieweit AI unter Gateway ihr Wort halten wird man erst noch sehen. Aber Fakt (!!!) ist:
Noch ein paar Worte über einige sehr geschätzte, ältere Clubmitglieder. Man sagt ja, das Alter mache Weise. Zumindest mache das Alter ausgeglichener und man ist wohl nicht mehr so "hippelig" oder so wechselhaft in seinen Ansichten. Man sei "gereift". Aber dennoch verwundern mich gewisse Ansichten. Wolfgang Zimmer zum Beispiel, meinte vor einigen Ausgaben, er sähe die Zukunft des Amigas alleine im unaufhörlichen Aufrüsten des Users. Ich bin zwar erst 26, habe aber sofort beim lesen unweigerlich den Kopf geschüttelt. Das ist weniger eine Frage der persönlichen Ansichten, sondern eher eine Frage der Vernunft. Lieber Wolfgang, wieso hängst Du so an dem Amiga?! Wäre der PC nicht für Dich die bessere Wahl? Dort werden Schwächen des Betriebsystem durch aufgeblähte Updates "verbessert". Dort werden Schwächen in der Hardware-Architektur durch schnellere Bauteile "ausgebessert"! Es geht jetzt weniger um Detailfragen, sondern um den Ansatz an sich. Ich bin Multiformat-User und mein Herz hängt am Amiga. Und das nicht ohne Grund!
Der Amiga ist anders. Er funktioniert anders. Er ist kein Konklumerat aus irgendwelchen 08/15-PC-Bauteilen. Okay, das mag jetzt alles ziemlich pathetisch klingen, ist aber ernstgemeint. Schnelle Zusatzboards, Grafikarten- und Soundkarten-Addons, die die veralteten Ur-Chips des Amigas ersetzen, unterstützen oder gar überbrücken sind der absolut falsche Weg. Was die Einzigartigkeit des Amigas ausmacht und weshalb wir ihn doch alle lieben, ist das Grundkonzept die hinter dem Amiga steckt. Inzwischen stimmt nur noch das Konzept, die Technik ist total veraltet. Wenn die Fantasie und Visionen fehlen, ist der Versuch schwere Mankos halbwegs mit Updates auszubügeln und das "herumdoktern" an einer Hardware aus der Vergangenheit, wohl der einfachste Weg.
Wie bereits gesagt bin ich ein Multiformat-user und beobachte nicht nur den Amiga-Markt. Mal von Intel und Microsoft abgesehen, die von ihrem Megaerfolg anscheinend überfressen sind, wird in der Technikwelt in naher Zukunft geklotzt und nicht gekleckert. Es stehen in vielen wichten Bereichen Quantensprünge bevor und das, was recht viele von euch für den Amiga als erstrebenswert halten ist im Licht der Wirklichkeit - LÄCHERLICH - !!!
Wir brauchen einen komplett neuen Amiga. Dieser wird dann natürlich bei Zeiten auch aufgerüstet, aber dann macht es Sinn. Keinen Sinn macht es, eine faktisch tote Hardware mit Lösungen aus der PC-Welt halbwegs am Leben zu erhalten. Laßt den Classic-Amiga in Frieden sterben - Rest in peace, my love!!!
Der König ist tot - es lebe der König!
Jetzt zu Siegelinde Peters, die kürzlich geringschätzig meinte "Außer einer superteuren Uhr, handsigniert von Petro Tyschtschenko, und einer Popgruppe hat Amiga Inc. noch nichts brauchbares zu Stande gebracht". Streng genommen hast Du recht, Sieglinde. Diesen neuen "Super-Amiga" gibt es noch nicht zu kaufen. Auch habe ich ihn noch nicht, wie wohl auch Du - noch nicht in Aktion gesehen. Ob wir jetzt einer Meinung sind?! Hmm, glaube ich weniger. Wenn von AI die Rede ist, verneige ich mich ehrfurchtsvoll (nur sinnbildlich natürlich!), Du spuckst ihnen wahrscheinlich eher vor die Füße (natürlich auch nur sinnbildlich!). Vielleicht interpretiere ich in diesen Satz zu viel hinein, aber ich habe andere Ausführungen und Kommentare von Dir noch wage in Erinnerung, die dieses Resümee zulassen.
Meine Bitte: Respektiere die Bemühungen seitens AI und wertschätze sie! Ich weiß nicht wie lange Du einen Amiga hast und inwieweit Du die (Leidens-)Geschichte des Amigas kennst, aber Tatsache ist wohl, das seit fast zehn Jahren (!) nicht mehr mit diesem Ehrgeiz und diesen Zielen der Amiga weiter entwickelt wurde! Da, besonders für die Computerwelt, viele Jahre lang nichts wesentlich weiter entwickelt wurde, reichte es AI nicht mehr - und das völlig zurecht! - die Classic-Amigas zu "renovieren", sondern es war an der Zeit eine völlig neue Generation von Amigas zu erschaffen. Das Endresultat kennen wir noch nicht, aber diese Bemühung verdient unseren Respekt und nicht unseren Hohn!
Als AI unsere Amigas als "Classic-Amigas" klassierte - gab es ein Aufschrei! Und das ist symptomatisch: AI sieht der Realität ins Gesicht und stuft den (derzeitigen) Amiga richtig ein. Ein Großteil der Amiga-Fan-Gemeinde will das nicht wahrhaben. Haben AI keinen Respekt vor dem Amiga, weil sie das taten? Ist er ihnen völlig egal? Nein, sonst würden sie sich nicht diese Mühe mit dem neuen Amiga machen. AI erkennt zurecht, das der "Classic-Amiga" inzwischen viel zu veraltet ist und nicht mehr als Basis eines neuen Amigas dienen kann, und geben deswegen die Entwicklung eines komplett neuen Amigas bekannt: Oh man, was für ein Aufschrei! Sicher, die erste (unplanmäßige) Ankündigung ging in die Hose und brachte ein großes Mißverständnis hervor. Aber selbst als es aufgeklärt war und die Eckdaten bekannt waren, ging das elende jammern weiter! Born loser.
Was ich daraus gelernt habe? Um so lauter ihr jammert - um so sicherer kann ich mir sein, das AI gerade das Richtige macht!
Manchmal sind Diskussionen wirklich sinnlos und für
die Katz. Abwarten und Tee trinken. Mal sehen was die Zukunft uns bringt
und wer am Schluß recht behalten hat!