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| AmigaAMP 2.6 |
 
 

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AmigaAMP 2.6 - MPEG-Player für den Amiga

 
Steckbrief:
MPEG Layer 1-3 Player (im Volksmund MP3 genannt)
Freeware
Autor:
Thomas Wenzel
http://amigaamp.amiga-software.com
wenzel@act-net.com
Vertrieb: Aminet oder Homepage
Testgerät:
Amiga 4000-060/PPC-233 MHz
80 MB Ram
0,5 IDE + 1,2 IDE + 4,5 UW-SCSI GB HD
6x NEC SCSI-CDRom
CV-PPC
VLab-Motion
AGA-Flickerfixer
3Com U.S.Robotics 56k Faxmodem
Testwerkzeuge:
Maus
Tastatur
viele MP3s auf CD und Platte
Stereoanlage
 
 

Was ist AmigaAMP eigentlich?

 
Für diejenigen die ihn noch nicht kennen: AmigaAMP ist ein MP3 Player, der komprimierte Audiodateien (MP3s) abspielen kann, und noch einiges mehr! Das schöne an AmigaAMP ist einerseits seine gefällige grafische Oberfläche (deren Aussehen sich mit sogenannten "Skins" - also "Häute" verändern läßt), andererseits die Tatsache,daß er ständig weiterentwickelt wird; ohne daß der Autor auch nur einen Groschen dafür sehen will - freiwillige Spenden sind ihm sicher trotzdem willkommen :-)

 

Seit unserem letzten Test hat sich einiges getan...

 
Version 2.0 hatten wir vor etwa einem halben Jahr unter die Lupe genommen, seither wurde vieles verbessert: (die wichtigsten Neuigkeiten)

- Visualisierung auch in der 68k Version (Aussteuerungsanzeige)
- Asynchroner Dateirequester
- Einstellbare Abspielpuffergröße
- Interner Crossfade: Bei zwei laufenden AmigaAMP's kann er durch drücken der SHIFT Taste beim ziehen des Lautstärkereglers aktiviert werden
- Zufällige Reihenfolge der Wiedergabe (shuffle)
- Editierbare Playliste, ladbar und speicherbar (vom Menü aus)
- Restzeitanzeige
- Plugin System für Visualisierung
- Zusätzlich für 68060 optimierte Version
- NewMouse Unterstützung (Aminet:hard/misc/NewMouse11.lha)
- bessere Unterstützung von MPEGs mit variabler Bitrate (vbr)
- ID3v2 Unterstützung (zur Zeit nur Lesezugriff)
- Neues Decoder Plugin System, kann von AmigaAMP aus konfiguriert werden
- grafischer Equalizer (nur für PowerPC!)
- Fenster können auf Backdrop geschaltet und fixiert werden (immovable)
- Pitch-Shifter: vier Schritte pro Halbton
- Tooltype PLAYLIST gibt die Playliste an, die beim Start automatisch geladen werden soll
- Dateien können auf das Playlist-Fenster gezogen werden, um sie der Liste hinzuzufügen
 
Wie man sieht, der Autor ist wirklich fleißig am werkeln. Außerdem arbeitet er auch noch an einigen anderen Projekten, wie z.B. der MPEGit - eine MP3 Player Karte für den Amiga. Ein Besuch seiner Homepage lohnt sich.

 

Empfohlene Konfiguration

 
- AmigaOS >3.0
- Amiga mit 68060 CPU oder PPC, eine 68040 CPU geht noch, wenn man die Qualität etwas runterschraubt, am 68030er wird´s grauslich... außer man kauft sich die MPEGit, dann lassen sich MP3´s selbst auf einem nackten A1200 mit FastRAM spielen :-)
- eine Grafikkarte
- eventuell eine Soundkarte (ist dank AHI nicht unbedingt nötig - gute alte Paula!)
- mpega.library (Aminet:util/libs/mpega_library.lha)
- asyncio.library (Aminet:dev/c/AsyncIO.lha)
- AHI audio system (Aminet:mus/misc/ahiusr.lha
 
 

Die Installation

 
LHA Archiv entpacken und irgendwohin kopieren, daß war´s - sofern man AHI installiert hat. AHI ist Pflicht und sollte heutzutage auf keinem Amiga fehlen. In früheren Versionen von AmigaAMP war der Autor so freundlich fertige prefs für den PAULA-Soundchip mitzuliefern, leider scheint er diese Datei in den neueren Versionen vergessen zu haben.

 

Ein Tip noch zu AHI

 
Auf 68060/PPC Amigas immer die höchste Qualitätsstufe wählen, auf der AHI Homepage findet man außerdem einen sogenannten AHI-PPC Trailer in einer 68k Version der schon einen Vorgeschmack auf die Qualität der PPC Version gibt. Von verschiedenen Seiten ist zu hören, daß AHI angeblich sehr resourcenfressend sein soll, davon konnte ich selbst bei der aufwendigeren Trailer Version nichts bemerken - die CPU Auslastung meines 060ers bleibt unter 5% beim Abspielen von MP3´s. Die meiste Rechenzeit (ca. 3%) benötigt der Zeichenprozess des Echtzeitspektrometers. Hauptsache der Sound dröhnt aus den Boxen :-) Eine weitere Qualitätsverbesserung verspricht ein Tool aus dem Aminet mit dem man seine Paula kalibrieren kann. Da jeder Amiga ein etwas anderes Klangbild besitzt (aufgrund von Fertigungstoleranzen), sollte man diese Unterschiede durch Kalibration ausgleichen - eine hörbare Verbesserung der Soundausgabe unter AHI ist die Belohnung für ca. 1 Stunde Arbeit.

 

Musik!

 
Einfach ein MP3 File auf den Player ziehen und es geht ab. Die Qualität ist wirklich beeindruckend und an Musiknachschub sollte wohl kein Mangel herrschen, schließlich kann man ja seine gesamte CD-Sammlung auf die Platte per MP3 bannen. Verschiedene Server bieten auch gratis Ausschnitte oder ganze Songs zum Download an z.B. auf Amazon.

Einen Besuch wert ist auch http://www.mp3.com Wohlgemerkt, obige Adressen bieten ganz legal MP3´s an, im Gegensatz zu vielen anderen Seiten mit illegalem Inhalt.

 

Welchen Komfort bietet AmigaAMP?

 
Man kann sogenannte Playlisten erstellen, diesen saven und laden, ein Zufallsgenerator sorgt für Abwechslung - ca. 170 Songs, oder knapp 11 Stunden Musik lassen sich auf eine CD brennen (Faustregel: bei 44.1 kHz und 128 bps benötigt 1 min. Musik ca. 1 Mbyte). Der neue Equalizer bietet die angenehme Möglichkeit das Klangbild zu beeinflussen, beim Abspielen über die Paula ist es angeraten die Höhen etwas anzuheben, da der Amiga-Chip durch die 14-Bit und seine Klangcharakteristik zum Abstumpfen der Höhen neigt. Dank AHI kann man natürlich jede von AHI unterstützte Soundkarte auch mit AmigaAMP benutzen. Skins von der PC WinAMP Version lassen sich ebenfalls verwenden, sofern man die entsprechenden Datatypes installiert hat. Eine Konvertierung nach IFF sollte jedoch niemandem schwerfallen. Um die 24-bit IFFs verwenden zu können, benötigt man auf jeden Fall aber die zum CyberGFX 4 Paket mitgelieferten 24-bit Datatypes! Im Internet findet man desweiteren tausende Skins für jedermans Geschmack.

 

Fazit

 
Ein schönes Stück Software, mit einer sauberen Dokumentation, einem fleißigen Programmierer (ich mußte den Testbericht zu Version 2.5 überarbeiten, da die Version 2.6 Public Beta erschien) und einer informativen Homepage. Ob man nun AmigaAMP oder Amplifier einstetzt bleibt jedem selbst überlassen, ich persönlich ziehe AmigaAMP vor. Dank der neuen Equalizerfunktion steht die Abspielqualität einem WinAMP/PC Gespann in nichts nach.

Robert Niessner     [ german ]    
Jan-Henning Leenen     [ english ]    


- AmigaAMP - Archiv (LHA; 523K)
 
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