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| hau 2 (auch how to) | Heidi |
 
 

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hau 2 (auch how to) - Der zweite Teil aus der Reihe "ich zerlege mein Equipment"

 
Das letzte Mal hatten wir eine Anleitung zum Thema "Wie ruiniere ich mein 4k-Gehäuse, um ein viel zu großes Netzteil einzubauen". Diesesmal setzen wir Schraubenzieher, Zange & Lötkolben ein, um Monitoren mit eingebauten Lautsprechern ein etwas längeres Leben zu gewähren.

 
Wie das?

Wer in der Schule schön obachtete, der hat in Physik gelernt, daß Magnete einer Bildröhre auf Dauer nichts Gutes tun können. Ich weiß, das ist nicht ganz richtig, da eine Bildröhre ohne die ihr innewohnenden Magneten eher eine Röhre für den Kanal wäre...

Also meine ich wohl die Lautsprecher. Diese werden nach Aufschrauben des Gehäuses entfernt. Nicht vergessen, vorher alles schön abstecken! Innen angekommen, lokalisiert man am besten

- 1) die Lautsprecher
- 2) die dazugehörigen Kabel.
 
Zumeist lassen sich beide Teile leicht aus ihrer gewohnten Umgebung entfernen: die Lautsprecher mittels eines Schraubenziehers; die Kabel einfach abstecken. Gehäuse zuschrauben - fertig.

Und wenn man jetzt keinen Ton mehr hat... ja dann hat man entweder den Amiga noch immer nicht an der Stereoanlage angehängt, oder an ihn/sie keine dingsda-autodynamischen Boxen angehängt.

 
Dazu des Bastelkurses nächster Teil: Die Pringles-Boxen:

Um ein solches Meisterwerk audio-technischer Natur zu erschaffen, lege man sich als erstes zwei Packungen Pringles-Chips zu. Am besten die originalen & die Creme&Onion-Variante (und laßt euch bloß nicht die zu kurz geratene Version aufschwatzen, die kürzlich in den Handel gelangte... - dazu später mehr).

Bevor man den nächsten Schritt durchführt, sollte man die Dosen entleeren: dazu eignet sich im Idealfall ein Abend mit Fußball, Bier und Feinrippunterleibchen. Viel Spaß!

Hat man die Röhren leergefressen, kann man den Blechboden entfernen. Das läßt sich am besten mit einem Dosenöffner bewerkstelligen, wobei der Dosenöffner der Wahl ein solcher sein sollte, der nicht das Blech innen aufreißt (auch kein Taschenmesser), sondern ein solcher, der das Schneiden durch 2 scharfe Metallscheiben von außen bewerkstelligt (gibts z.B. in so einem Elchmöbelhaus).

Nachdem der Boden sauber entfernt wurde, hat man zwei feine Röhren. Diese bohrt man dann seitlich an. Diese Bohrung hat zweierlei Nutzen: 1) kommen dann dort die Kabel durch
2) kann man unter Zuhilfenahme von Zahnstochern und Nähgarn eine einfache, aber effektive Wandhalterung anbringen (sh.a. wie hänge ich Ostereier am Zierstrauch auf...)

 
Hat man die Perforation zustandegebracht, geht man ans Kabel-verlegen: Dabei ist folgendes zu beachten: wie schon eingangs erwähnt, sind die Dosen nicht nach ästhetischen Gesichtspunkten zu wählen, sondern nach praktischen: "Original" - rot - Backbord; "Creme&Onion" - grün - Steuerbord! Und für alle Landratten: Steuerbord ist rechts und Backbord (no-na) links. Auf diese genial einfache Art ist die Zuordnung der Kanäle ein Klax! Zum nächsten nehme man eine Tube Suuperkleber und klebe die Lautsprecher auf die obere Seite der Röhre (dort wo einst der Kunststoffdeckel war). An die freien Enden der Kabel empfiehlt es sich Chinch- bzw. Klinkenstecker anzulöten, damit man dieses Wunderwerk auch zum Klingen bringt. Um ein optimales Ergebnis an Lautstärke und Klangqualität zu erzielen, muß man jetzt nur noch 2 Nägel in die Wand schlagen & die Boxen an der Schlaufe aus Nähgarn aufhängen. Und wenn schon nicht aufhängen, dann zumindest hinlegen. Ein Vergleichstest zw. stehender und liegender Box überzeugt sofort.

[front]
Bild 1: Die Boxen stehend
 
[top]
Bild 2: Die Boxen liegend, dazwischen ein Hochtöner im Experimental-Stadium - er soll später an einer Bierdose befestigt werden...
 
[environment]
Bild 3: Die Entwicklerumgebung
 
Index zu 3:

- 1)der gerettete Monitor
- 2)die umplantierten Lautsprecher
- 3)CD-Laufwerk an dem die Boxen zu Testzwecken angeschlossen sind
- 4)die CD die gerade läuft
- 5)ein 4k-amiga mit originalem Netzteil (weil alles extern ist!)
 
 
Zum Abschluß noch:

a) Dieser Eingriff ist auf eigene Gefahr durchzuführen. Für alles, was schiefgehen kann, bin ich nicht verantwortlich.

b) Procter&Gamble hat für diese Anleitung nichts springen lassen; Ihr könnt also die Dosen auch aus dem Müll kramen.

Thomas Kutschera     [ german ]    
Steve Bowman     [ english ]    


- front (JPEG; 48K)
- top (JPEG; 29K)
- environment (JPEG; 45K)
 
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