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DigiBoosterPro - Wozu FastTracker oder Rebirth?Wem es bis jetzt noch verborgen blieb: mit DigiBoosterPro zeigt der Amiga so einigen Trackern endlich wieder die lange Nase. Zugegeben, mir fehlt womöglich das KnowHow in Sachen Programmierung und TonTechnik um einen technisch einwandfreien Artikel zu diesem Programm zu schreiben. Also kann ich nur die Eindrücke beschreiben, die dieser Tracker bei mir hinterließ. Um die diversen Feinheiten kennenzulernen, empfehle ich dringend den zum Programm gehörigen Guide zu lesen. DigiBoosterPro sollte mittlerweilen jeder vernünftige und natürlich auch daran interessierte AmigaUser nutzen können; ein 020er, Kick2.0+, AHI und die asl.-, iffparse.- und reqtools.library werden als MinimalConfig empfohlen. Wer mit Trackern vertraut ist, findet sich eigentlich schnell zurecht und wem 4 bis 8 Tracks bis dato zuwenig waren, der sollte mit max. 128 ein Ausreichen finden. Ich schreibe das mit ein wenig Wehmut, da aufgrund dieser Tatsache der User ohne ein geringes Maß an Selbstbeschränkung zur "RessourcenVerschwendung" ermutigt wird; mit anderen Worten: die FastTracker-Krankheit - jedes Sample bekommt einen eigenen Track. Was anfangs wie ein Segen wirkt, kann schnell zu einer unerwünschten Rückkopplung werden. Was ich damit zum Ausdruck bringen will, ist folgendes: Dereinst musste sich so manch ein Musikus mit 4 Tracks begnügen und zauberte dennoch geniale Tonfolgen aus den Lautsprechern; die Bewegungsfreiheit, die DBPro bietet, kann zu ähnlichen Ergebnissen führen, wie wenn man z.B. eine Schreibkraft, die bis dato einen Texteditor benutzte, plötzlich mit CorelDraw konfrontiert - siehe diverse Flugblätter z.B. Pizzeria AmoreConFunghi. ![]() Andererseits in verantwortungsvollen Händen kann gar Feines Entstehen. Ein Beispiel, obgleich mir die Richtung nicht wahrlich zusagt, sind die DBM-Module (proprietäres Modulformat von DBPro) des Herren namens AcidFrog. Der gute Mann setzt unter anderem einen der wichtigsten Features ein: den DSP-Emulator, den ich schon dereinst unter Symphony recht reizend fand. ![]() Desweiteren macht er sich einen 303-Tracker zunutze; obgleich mir nicht klar ist, ob es sich um den im DBPro implementierten oder um die StandAlone-Version handelt (ein 303-Tracker ist eine SoftwareVariante des TB303-BassLineGenerators von Roland - sh.a. Rebirth). ![]() Was gibt es noch Schönes an diesem Teil? Die Samples haben Luft zu atmen bekommen; SampleLänge ist unbegrenzt und laden kann man derer bis zu 256. Und das nicht nur in 8bit. Folgende Formate also: IFF 8 und 16SVX - beide mono; RiffWav - mono/stereo/PC/8 und 16 bit Aiff - mono/stereo/Amiga/Mac/PC/8 und 16 bit. (natürlich kann man auch 24 bit laden - aber Bilder klingen nicht immer so gut wie sie aussehen... :) ![]() Auch diverse ModuleFormate lassen sich laden, aber nicht alle kann man speichern. Unter anderem auch MpegAudio Layer 1,2 und 3 (ich weiß! das ist kein ModuleFormat) - diese werden sozusagen als Sample geladen. Wem AHI zur Ausgabe nicht genügt, sei getröstet, es werden auch SoundKarten unterstützt; diese sind: Concierto, Delfina, Maestro, Melody, Paula, Prelude und Toccata. Ein weiteres schönes Feature sind Hüllkurven für Lautstärke, Verstärker, Filter und Balance - obgleich es meistens mehr Sinn macht z.B. die Lautstärke mit Kommandos zu regeln. Dazu kommt, daß man immerhin die Möglichkeit hat, 2 Commands in einem Track und 1 Zeile zu setzten (Volume und Vibrato zum Beispiel). Und dann war da noch ein Feature, das mir ausserordentlich gut gefiel: Nennt sich RealTimeBPM; bei TurnTables nennt man das Pitch und das ist praktisch: ein DJ verwendet das im Allgemeinen beim Mixen 2er Platten, um die BPM (BeatPerMinute) aufeinander abzustimmen. Sprich: wenn man ein Lustiger ist und selber Musik macht oder gute Module hat, kann man seinen Amiga zum Auflegen mitnehmen und diese mit seinen Lieblingsliedern am Grammophon zusammenmischen. Will man das eine oder andere Modul auf CD bannen oder ein MP3 erstellen, kann man sich den Mixer zunutze machen. Dieser rendert aus einem Modul eine AudioDatei, die als AIFF bzw. AIFC gespeichert werden kann.
Jetzt der Aufruf: Will man dieses gute Stück sein Eigen nennen, hier die URL: http://www.kki.net.pl/digi/index.html. DigiBoosterPro muß registriert werden, damit man mit diesem Tool nicht nur Module spielen kann; und das lohnt sich auf jeden Fall, da dadurch nachfolgende Versionen gesichert sind. Verantwortlich dafür sind 2 Jungs aus Polen - Tomasz und Waldemar Piasta. |
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