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HyperCOM 4+ - Das WeihnachtswunderDie originalen Schnittstellen des Amiga sind ja bekanntlich nicht die herausragendsten Beispiele moderner Technologie und so sieht so mancher die Notwendigkeit, seinem Rechner zusätzliche Schnittstellenkarten zu spendieren. Vor allem Modemverbindungen profitieren sehr von einer guten seriellen Schnittstelle. Bislang galt ja die MultifaceIII als Referenzkarte, wollen wir doch einmal sehen, wie sich die HyperCOM 4 anstellt. Was gleich auffällt, ist die schlichte Verpackung. Die kleine Pappendeckelschachtel verblasst neben der großen Box aus Glanzkarton, mit welcher einst die MultifaceIII im Händlerregal Eindruck auf potentielle Käufer zu schinden versuchte. Das ist aber auch schon lange her und wir haben inzwischen gelernt, unser Augenmerk mehr auf den Inhalt zu richten, Äußerlichkeiten sind schließlich ohnehin reine Geschmackssache. In der Box finden sich alle nötigen Kabel, ein Kouvert mit einer Diskette, Registrierkarte und ein A4 Zettel mit allen notwendigen Angaben sowie die eigentliche Steckkarte in ungewöhnlichem aber hübschen Schwarz/Silber und mit kompakten Ausmaßen. Eine mitgeätzte Lebensweisheit an der Unterseite und eine Lötbrücke an der Bauteileseite wecken Erinnerungen an alte Zeiten, das Ding hat damit mein Herz erobert. Den Rechner hat die Karte ebenso schnell erobert. Reingesteckt, angesteckt, eingeschalten, installiert, neu gebootet - geht. Nach knappen zehn Minuten war mein Amiga bereits wieder online. Eng wird es nur beim Einbau in ein Standard-Desktopgehäuse. Die Hypercom4+ bietet 4x seriell und 2x parallel, das ergibt unterm Strich: Vier mal Blende. Genausoviele stellen die Desktopvarianten von A3000 und A4000 zur Verfügung. Entweder man wirft also die Graphikkarte raus oder verzichtet auf eine paralelle oder zwei serielle Ports. Ich weiß natürlich, was jetzt kommt: Warum verzichten? Wozu Blenden anschrauben? Der typische Amiga hat sowieso keine Abdeckung und die diversen Kabel, Festplatten und sonstige Laufwerke liegen lose in der Gegend herum, man muß halt ein bisserl aufpassen, wo man seinen Kaffee hinstellt. Wer einen Tower sein Eigen nennt, hat damit natürlich keine Probleme. Die Softwareinstallation erfolgt gewohnt unspektakulär, alles landet, wo es hingehört und wartet dort unauffällig auf seinen Einsatz. Einzig das englische Installerscript bedarf noch einer Überarbeitung, angesichts des Erzeugungszeitpunkts der Datei (26-Dec-98 03:53:55) darf man das allerdings nicht allzu eng sehen. Was mir persönlich sehr fehlt, ist ein kleines Prefs-Programm, so wie die SerialPreferences für die Workbench, es funktioniert aber auch ohne einwandfrei und fühlt sich subjektiv schnell und zuverlässig an. Die sagenhaften 460.800 sind nur leider für meinen Modem (MOdulatorDEModulator, maskulin) etwas zuviel. Faszinierend ist auch die Möglichkeit, bis zu fünf HyperCOMs gleichzeitg zu betreiben, das ergibt dan 20(!) mal seriell, 10 mal parallel und natürlich 20 mal Blende - man versuche sich dieses Gehäuse vorzustellen. Wer nicht so viele Schnittstellen braucht, sollte einmal einen Blick auf die Hypercom3+ werfen. Diese ist ebenfalls brandneu, bietet allerdings nur 2x seriell und 1x parallel, was für den Hausgebrauch allemal reichen sollte. Die HyperCOM3+ bekommt man bereits um 1000.- Schillinge geschenkt, die HyperCOM4+ wurde schon um 1300.- gesehen. Der Preis in DEM liegt, laut VMC bei 161.- für die HC3+ bzw. 191.- für die HC4+. Schade nur, daß die Dokumentation nicht mehr rechtzeitig fertig wurde. |
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