Workshop - AmigaOS mal "anders" - Teil 1



Von Andreas Schaumlöffel


Bis zum Erscheinen des AmigaOS 3.5 ist es ja nun nicht mehr weit hin. Eventuell wird es bei erscheinen dieser Ausgabe sogar schon erhältlich sein! Trotzdem soll es auch noch User geben, die erstmal auf Testberichte warten, bevor sie sich die neuen Version des Betriebssystem´s kaufen. Und an genau diese User richtet sich dieser Workshop, der es etwas erleichtern soll, die alte Worbench aufzumotzen



Bevor es losgeht...

... ist noch unbedingt zu sagen, das es sich bei den meisten Programmen um "System Hacks" handelt, so das eine stabile laufende Workbench (wie man es vor dem Workshop gewohnt war), nach dem Workshop nicht mehr unbedingt das Optimum an Stabilität darstellen muss!

Um diesen Workshop durchzuführen, empfehle ich mindestens folgendes System: Amiga mit Grafikkarte Auflösung: 640x480x8BIT , MC68040 CPU, 32MB Fast RAM, 10MB Platz auf der HD und einen Internet Anschluss für die benötigten Programme, die meistens im AMINET zu finden sind.

Wenn kein Internet Anschluss vorhanden ist, sollten die meisten Programme allerdings auch auf verschiedenen (Cover) CD´s vorhanden sein. Die genauen Bezugsquellen gibt es dann entweder am Ende, oder wärend des entsprechenden Absatze´s des Artikels.


Optische Genüsse

Es erweitert zwar nicht unbedingt die Funktionalität der Workbench, aber da das Auge schlieslich mitisst, widmen wir uns zuerst einem optischen Update der Workbench. Vorerst sollten wir uns zwischen einen der beiden "Icon Sätze", "NewIcons" und "Magic Workbench" entscheiden.

Die NewIcons machen sich optisch besser und haben zu dem noch das "Feature", das bei jedem "def_Icon" bereits das richtige Standardprogramm eingetragen wird. Hat man sich z.B. die Datei xyz.lzx aus dem AMINET geladen, und möchte diese entpacken, reicht ein Doppelklick auf das Icon "xyz.lzx" und in dem erscheinenden Requester "Befehl ausführen" ist bereits der richtige Befehl eingetragen, der dann nur noch mit einem Klick auf "OK" bestätigt werden muss, um die Datei zu entpacken. Vorrausgesetzt, es ist bereits der richtige Packer installiert - dazu aber später mehr. Dieses Beispiel, lässt sich natürlich nicht nur mit .lzx Dateien, sondern auch jeder anderen Datei ausführen. So z.B. mit .jpg .ilbm Dateien und dem Programm "MultiView". Sollten entsprechenden DataTypes installiert sein, lassen sich natürlich auch diese Formate anzeigen. Aber auch dazu später mehr.

Nun zurück zu den "Icon Sätzen". Bei all den Vorteilen die die New Icon´s bieten, muss man auch dazu sagen, das sie erst ab einem 040er Prozessor zu empfehlen sind, da sie das System doch etwas verlangsammen. Magic Workbench, ist allerdings auch auf einem Prozessor ab dem 020er zu empfehlen, da es durch die geringe Farbzahl (8 Farben), wenig System auslastend sind. Nun aber Previews zu den einzelnen Icon´s:

NewIcons Preview MagicWB Preview


Hat man sich nun für einen der beiden "Icon Sätze" entschieden, muss man ihn nur noch über einen der folgenden Links "downloaden", und installieren:


Gut gepackt - Platz gespart

Ist einer der beiden "Icon Sätze" ausgewählt und installiert worden, widmen wir uns als nächstes den verschiedenen Packern. Wer kennt es nicht? - man will eine Datei zu einem Freund oder Bekannten mitnehmen. Was fällt da wohl nahegelegener als die gute alte 3.5" Diskette? So. Nun merkt man aber spätestens, wenn ein "Fehler Requester" erscheint, das die Datei zu groß ist, um sie auf die Diskette zu kopieren. Was also machen? Richtig, man "packt" sie.

Auf dem AMIGA, werden hauptsächlich die beiden Packformate .lha und .lzx verwendet. Zunehmend aber auch noch .zip - Die verschiedenen Packer (also LHA - LZX - ZIP) sind eigentlich auf jeder AMIGA Cover CD im C: Verzeichnis zu finden. Sollte man also einen der Packer benötigen, einfach in´s C: Verzichnis der Workbench kopieren. Es ist zu beachten, das zu dem Programm ZIP auch noch UnZIP installiert werden muss, da "ZIP" keinen "Entpacker" integriert hat.

Zudem habe ich noch das Programm "Peperoni" aus dem AMINET installiert, das zwei App Icon´s ("Entpacken" u. "Packen") auf die Workbench auslagert. Die Dateien die ge- bzw. entpackt werden sollen, müssen einfach per "Drag ´n Drop" auf die AppIcon´s gezogen werden, und schon wird der Vorgang gestartet! Konfiguriert wird "Pepeeroni" über ein einfach verständliches und in deutsch gehaltenes GUI. Es versteht sich natürlich von selber, das die verschiedenen Packer im C: Verzeichnis vorhanden sein müssen. Hier der "Download Link" zu Pepeeroni:


Ich sehe alles - DataTypes

Nun widmen wir uns den "DataTypes". Aber was genau, sind denn überhaupt DataTypes? Nun, DataTypes sind kleine Programme, die es jedem Programm, das diese unterstützt ermöglicht, auf Dateien zuzugreifen, die von den DT´s ausgelesen werden können.

Ein einfaches Beispiel: Nehmen wir einmal das Programm "MultiView", das dem AmigaOS beiligt. Ist ein DataType für .PNG Dateien (Grafikformat: PNG = Portable Network Graphics) installiert, können diese Graphikdateien problemlos mit MultiView dargestellt werden. Das gleiche gilt natürlich auch für z.B. Sounddateien, also .wav .8svs - etc. Dem AmigaOS liegen zwar schon DataTypes bei, nur sind diese wirklich schon "in die Jahre" gekommen. Soll heisen, in Sachen Geschwindigkeit, kann man aus diesen nicht mehr viel herausholen.

Hier kommen wir nun zu den "akDataTypes". Diese von Andreas Kleinert entwickelten DataTypes, unterstüzten nicht nur die MC680XX Prozessoren, sondern auch die PPC Prozessoren (sowohl über PowerUP, WarpUP als auch PPC.lib EMU!). Was am Ende soviel heist wie, das ein enormer Geschwindigkeitszuwachs gegenüber den im AmigaOS enthaltenen DataTypes zu verzeichnen ist.

Die akDataTypes können ebenfalls aus dem AMINET geladen werden:


Tolle Menüs - toller StartBar

Widmen wir uns als erstes dem Programm MagicMenu (MM). Dabei handelt es sich um einen Patch, der das Aussehen der verschiedenen Menü´s verändert. Den einzelnen Menü´s wird hierbei ein Schatten und ein "3D-Aussehen" hinzugefügt. Wobei natürlich alles bis ins kleinste Detail einstellbar ist. MM wird bequem über den Commodore Installer auf die Festplatte installiert.


Wer kennt sie nicht, die "StartLeiste" von M$ Windoof? Wer sich schon immer darüber geärgert hat, das es so etwas nicht auch für das AmigaOS gibt, sollte sich doch mal "StopMenu" aus dem AMINET anschauen. Dieses kleine Shareware Programm (ca. 10US $) stellt auf jeden Fall auch auf dem AMIGA eine sehr gute Alternative zum "StartBar" unter Windoof dar. Die Installation findet denkbar einfach mit dem eigens geschriebenen "Installer" statt.

Beide Patches können aus dem AMINET geladen werden:


Damit...

... sind wir auch schon am Ende des ersten Teil dieses Workshop´s. In der nächsten Ausgabe lest ihr, wie ihr Programme wie z.B. ToolManager oder MCP richtig mit dem AmigaOS einsetzt.

Solltet Ihr fragen zu diesem Workshop haben, oder soll evtl. ein weiteres nicht erwähntes Programm, mit in diesen Workshop bezogen werden? - ja?! Dann scheut Euch nicht, uns eine EMail zu schreiben!!!