Frau Gisela`s Problemecke

Dies ist eine Rubrik, in der diverse Fragen gestellt oder Probleme geschildert werden können. Da Frau Gisela in dieser Ausgabe (wie immer) gerade bei einer bekannten deutschen Frauenzeitschrift unabkömmlich ist, werden gezwungenermaßen wir versuchen zu helfen bzw. den Sachverhalt hier veröffentlichen, um jemanden zu finden, der dies kann.


Drei wichtige Anmerkungen:

Werner Schneemelcher (WSchnee@t-online.de) hat uns zum Euro-Zeichen befragt:

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>
> Hi
>
>
> Ich hoffe meine Frage klingt nicht zu blöd und ist vielleicht von
> allgemeinem Interesse.
>
> Wo bekomme ich das Euro-Zeichen her, wie installiere ich es (wenn
> vorhanden) und wie kann ich es gleichermaßen allen Programmen zur
> Verfügung stellen?
>
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[Dies erwies sich als, im Verhältnis, harte Nuß. Diesmal kümmert sich wieder Thomas Heinrich um die Belange von Frau Gisela und faßt die Erkenntnisse der Redaktion zusammen; d.Chefred.]

Auf den ersten Blick eine leichte Frage, denn es gibt ja den Flodis-Euro- Font. Nur hat sich herausgestellt, daß der Font auf keinem Rechner der Redaktionsmitglieder zum Laufen zu bekommen ist. Es werden überhaupt keine Zeichen angezeigt, geschweige denn das Euro-Symbol.

Unser PD-Redakteur Peter Fischer hat dann einen Patch gefunden, der zumindest dem topaz.font ein Euro-Symbol verleiht: EuroHack, im Aminet unter util/patch, bzw. util/boot. Dieses Programm von Jilles Tjoelker ersetzt nur das Zeichen 164 (das universelle Währungszeichen "¤") im topaz.font.

Soweit vorerst zur Verfügbarkeit. Wie man drankommt, ist eine andere Sache. Da nur der topaz.font gepatcht wird, muß auch jedes Programm, welches das Eurosymbol braucht, den topaz.font verwenden. In einer Textverarbeitung natürlich absolut undenkbar. Trotzdem, wer es probieren will: Mittels Alt-z kommt man an das Symbol ran.

Die zweite, flexiblere Möglichkeit wäre, die "ttflib" zu verwenden. Das ist ein aus Unix portiertes Programm, mit dem man die Truetype-Fonts (bekannt aus Microsoft Windows) benutzen kann. Diese haben in den neuesten Versionen das Euro-Symbol schon eingebaut und sind Freeware, im Aminet zum Download (1.5 MB): text/font/WebFonts.lha.

Der Nachteil dabei ist, daß man selber austüfteln muß, welchen Code das Eurosymbol hat, und es dann bei der Installation des Fonts auf ASCII 164 von Hand ummappen muß. Persönlich habe ich das noch nicht probiert, vielleicht hat ein Leser da weitergehende Erfahrungen. Standardmäßig erscheint auf jeden Fall das Standardzeichen "¤".

Mit der 'ttflib' hat man dann in der Textverarbeitung skalierbare Fonts mit Eurosymbol, die beim Ausdruck auch gut aussehen, vorausgesetzt, die Textverarbeitung unterstützt dies auch.

[Der Autor des Flodis-Eurofonts hat uns nun auf einen anderen, nicht von ihm stammenden Font, hingewiesen, der auch das Euro-Zeichen enthält. Es handelt sich um `WBFontProp`, der im im Aminet unter http://ftp.uni-paderborn.de/pub/aminet/text/font/WBFontProp.lha verfügbar ist; d.Chefred.]

Nochmal derselbe Leser, mit einer anderen Frage:

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>
> Vielen Dank für eure Bemühungen, auch wenn derzeit nicht mehr zu machen
> ist. Das es mit Flodis Probleme gibt, habe ich auch feststellen müssen.
> Euro-hack werde ich ausprobieren.
>
> Da ich schon mal schreibe, hier eine weitere Frage:
>
> Habt Ihr Testangaben oder eigene Erfahrungen mit dem ScanExpress 600 CP?
> Dieser wird zur Zeit für den Amiga angeboten für den Preis von 219.-
> incl. ScanQuix4 (bei RBM). Ist Scannen mit 300x600dpi ausreichend?
>
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Hier ist meine Antwort an ihn:

Kommt ganz darauf an, was Du Scannen willst und wie hoch Deine Qualitätsansprüche sind. Ich habe einen Microtek X6 mit 600x1200 dpi, mit dem man Dias gerade noch und Paßbilder in ziemlich guter Qualität hinbekommt.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, daß man Vorlagen immer mit doppelter Auflösung scannen sollte, als man eigentlich braucht. Wenn man sie dann auf die Hälfte skaliert, ist die Qualität am besten.

Ein normales Paßbild mit 4x6 cm kann der ScanExpress mit 472x708 Pixel Größe scannen (300 dpi). Die 600 dpi sind leider weitgehend nutzlos, denn sie entsprechen der Auflösung der CCD-Zeile. Wichtig ist aber vor allem die Feinheit der Mechanik, die die Zeile an der Vorlage entlangfährt, also die 300 dpi. Scannst Du mit 600 dpi, wird jeder zweite Pixel in der vertikalen von der Software interpoliert, was herbe Qualitätsverluste bedeutet. Trotzdem kannst Du mit 600 dpi scannen und dann herunterskalieren, so daß Du im Vergleich noch eine etwas bessere Qualität bekommst, als mit 300 dpi.

Die Farbqualität ist eine andere Sache. Die heutigen Scanner leisten sich keine so starken Verfälschungen mehr, daß man sie nicht mit etwas Nachbearbeitung wegbekommt.

[Zum Thema Scanner gibt es in dieser Ausgabe auch einen Test.]


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